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Tour de France: Degenkolb ohne Chance im Zielsprint

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Norweger Kristoff siegt  

Degenkolb ohne Chance im Zielsprint

17.07.2014, 17:59 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Tour de France: Degenkolb ohne Chance im Zielsprint. John Degenkolb wartet noch immer auf seinen ersten Etappensieg bei der 101. Tour de France. (Quelle: imago/Rene Schulz)

John Degenkolb wartet noch immer auf seinen ersten Etappensieg bei der 101. Tour de France. (Quelle: Rene Schulz/imago)

Top-Sprinter John Degenkolb hat bei der 101. Tour de France erneut das Glück gefehlt. Der mit großen Ambitionen in die zwölfte Etappe gestartete 25-Jährige wurde im Zielsprint des 185,5 Kilometer langen Teilstücks von Bourg-en-Bresse nach Saint-Étienne auf den letzten Metern ausgebremst und muss weiter auf den ersten Tour-Erfolg seiner Karriere warten. Einen Tag nach seinem zweiten Platz auf der elften Etappe wurde Degenkolb erneut nicht für einen couragierten Auftritt belohnt.

Der Sieg ging an den Norweger Alexander Kristoff (Team Katjuscha), der den Slowaken Peter Sagan (Cannondale) und den Franzosen Arnaud Démare (FDJ.fr) auf die Plätze verwies. Als große Enttäuschung musste vor allem Sagan das Resultat werten. Für den 24 Jahre alten Top-Sprinter und Träger des Grünen Trikots war es bereits die achte Top-5-Platzierung bei der Tour 2014. Auf einen Tagessieg wartet Sagan dagegen bislang vergeblich.

Degenkolb schien sich in den Positionskämpfen auf den letzten Metern eine gute Ausgangslage geschaffen zu haben, ehe ihm vom plötzlich nach links ausscherenden Italiener Matteo Trentin (QuickStep) der Weg versperrt wurde.

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Greipel sauer: "Wir sind hier nicht beim Ringen!"

Bitter verlief das Etappenfinale auch für Top-Sprinter André Greipel. Der 32 Jahre alte Lotto-Belisol-Fahrer war überraschend gut über das anspruchsvolle Profil gekommen - mit vier Bergwertungen war das Teilstück eher für bergfeste Sprinter wie Degenkolb oder Sagan ausgelegt.

Knapp vier Kilometer vor dem Ziel stürzte der Rostocker jedoch aufgrund eines Fahrfehlers des vor ihm fahrenden Franzosen Sylvain Chavanel und konnte so nicht um seinen zweiten Etappensieg sprinten. "Wir sind nicht beim Ringen oder Boxen. Er hat die Hand vom Lenker genommen. Ich lasse mir nicht alles gefallen", schimpfte Greipel im Ziel. Unmittelbar nach dem Sturz hatte sich der Sprintstar ein heftiges Wortgefecht mit IAM-Profi Chavanel geliefert.

De la Cruz schwer gestürzt

Die Etappe hatte zu Beginn ihren erwarteten Verlauf genommen. Eine fünfköpfige Fluchtgruppe ohne deutsche Beteiligung machte sich kurz nach dem Start auf den Weg und erarbeitete sich einen Vorsprung von rund vier Minuten. Einen Rückschlag erlebte die Gruppe nach rund 90 Kilometer, als der Spanier David de la Cruz vom deutschen Team NetApp-Endura in einer Kurve schwer auf die rechte Schulter stürzte und mit einem Schlüsselbeinbruch aus dem Rennen ausstieg. Für das Wildcard-Team NetApp-Endura war es der erste Ausfall bei der Tour-Premiere.

Das verbliebene Quartett an der Spitze arbeitete lange Zeit weiter zusammen, letztlich war die Flucht aber aufgrund der Nachführarbeit von Giant-Shimano nicht von Erfolg gekrönt. Der Australier Simon Clarke (Orica) wurde als letzter Fahrer rund sieben Kilometer vor dem Ziel gestellt. Die Favoriten um den Gesamtsieg hielten sich derweil zurück. Souverän im Gelben Trikot fährt weiter der Italiener Vincenzo Nibali vom Team Astana.

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Nun geht es in die Berge

Am Freitag ruft der Berg. Auf der ersten Alpenetappe müssen die Podestkandidaten ihre Karten offenlegen, von Saint-Étienne führt die Strecke über 197,5 Kilometer nach Chamrousse. Rund 50 Kilometer vor dem Ziel steht der Anstieg zum Col de Palaquit (1. Kategorie) an, entscheidend für den Ausgang der Etappe wird der Anstieg ins Ziel sein. Erstmals bei dieser Tour ist eine Bergwertung der Ehrenkategorie zu bewältigen, die Strecke ist 18,2 Kilometer lang und im Schnitt 7,3 Prozent steil.

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