Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France 2014: Nibali siegt mit Husarenritt in den Alpen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Vorsprung ausgebaut  

Nibali siegt mit Husarenritt in den Alpen

19.07.2014, 09:14 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Tour de France 2014: Nibali siegt mit Husarenritt in den Alpen. Der Gesamtführende Vicenzo Nibali (re.) steht heute unter Druck. (Quelle: Reuters)

Der Gesamtführende Vicenzo Nibali (re.) steht heute unter Druck. (Quelle: Reuters)

Vincenzo Nibali führt bei der 101. Tour de France weiter die Regie. Der Träger des Gelben Trikots nutzte die erste Alpenetappe bei glühender Hitze zu einer erneuten Galavorstellung. Der Sizilianer feierte in Chamrousse auf 1.730 Metern Höhe seinen dritten Etappensieg bei der diesjährigen Tour und zog in dieser Beziehung mit dem Sprinter Marcel Kittel gleich. Einen Achtungserfolg erzielte das kleine deutsche NetApp-Endura-Team mit Leopold König aus Tschechien auf dem beachtlichen dritten Platz.

Nibali hatte nach 197,5 Kilometern als Solist zehn Sekunden Vorsprung auf den Polen Rafal Majka und den direkt dahinter folgenden König. Damit baute der Italiener seine Führung im Gesamtklassement auf den jetzt zweitplatzierten Spanier Alejandro Valverde, der als Vierter Chamrousse erreichte, auf 3:37 Minuten aus.

Den zweiten Gesamtplatz musste Richie Porte freimachen, der am Schlussanstieg völlig einbrach und mehr als sechs Minuten verlor. Der Australier litt nach Aussagen seines Sky-Teams an einer Virus-Infektion. Nibali, der nur 64 Kilogramm leichte Astana-Kapitän, ist dagegen auf dem besten Weg, die Nachfolge von Vorjahressieger Chris Froome anzutreten.

Nibali kontert alle Attacken

Auf dem Schlussanstieg zur Skistation Chamrousse wollte die Konkurrenz Nibalis bekannte Kletterqualitäten testen. Der Kapitän aus Alexander Winokurows Team behielt aber einen kühlen Kopf, obwohl er im heißen Finale nur noch von einem Teamkollegen begleitet wurde. Sein wichtigster Helfer Jakob Fuglsang war nach einem Sturz zurückgefallen.

Nach Tour-Aus 
Alberto Contator hofft auf die Vuelta

Der Spanier gibt sich nach seinem Schienbeinbruch kämpferisch. Video

Nibali war aber jederzeit Herr der Lage und startete 3,3 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke zum Sieg. Einen starken Eindruck hinterließ NetApp-Endura-Fahrer König, der acht Kilometer vor dem Ziel aus der Gruppe der Favoriten attackiert hatte und in der Gesamtwertung nun Zehnter mit 8:36 Minuten Rückstand auf Nibali ist.

Tony Martin, der Etappensieger von Mulhouse, war ein Opfer der Hitzeschlacht in den Alpen. Der dreifache Zeitfahr-Weltmeister, der sich in den Vogesen noch als sehr kletterfest erwiesen hatte, verlor viel Zeit auf den Tagessieger. Schon am vorletzten Anstieg hatte er Schwierigkeiten.

Voigt reißt aus

Auf der Tagestour über drei Bergwertungen hatte sich früh eine erste Ausreißergruppe gebildet, zu der auch der älteste Tourteilnehmer Jens Voigt gehörte. Doch die Gruppe um den 42-Jährigen wurde nach zehn Kilometern wieder eingefangen. Danach hatte eine neunköpfige Spitzengruppe mit drei Franzosen mehr Erfolg. Die Gastgeber gingen am Freitag aber leer aus. Die Ausreißer wurden vor dem packenden Finale gestellt, als letzten Fahrer hatte es den Italiener Alessandro de Marchi aus dem Cannondale-Team erwischt.

Am Samstag geht die Kletterpartie in den Alpen weiter. Auf dem Weg von Grenoble nach Risoul stehen wieder drei Bergprüfungen auf dem Programm, darunter der Tour-Klassiker Izoard. Mit 2360 Metern bildet er das "Dach" der Frankreich-Rundfahrt.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal