Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France: Vincenzo Nibali dominiert auch die Königsetappe

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Majka holt den Tagessieg  

Nibali dominiert auch die Königsetappe

19.07.2014, 17:54 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Tour de France: Vincenzo Nibali dominiert auch die Königsetappe. Vincenzo Nibali (re.) hält die Konkurrenz in Schach. (Quelle: dpa)

Vincenzo Nibali (re.) hält die Konkurrenz in Schach. (Quelle: dpa)

Als König der Alpen fährt Vincenzo Nibali weiter unbeirrt dem ersten Gewinn der Tour de France entgegen. Einen Tag nach seinem Sieg in Chamrousse hatte der 29-jährige Italiener auch bei der Bergankunft im 1855 Meter hoch gelegenen Risoul die Konkurrenz fest im Griff und muss auf dem Weg nach Paris als größte Herausforderung nur noch die Pyrenäen überstehen. Den Sieg auf der 14. Etappe holte sich der polnische Ausreißer Rafal Majka, der nach 177 Kilometern einen Tag nach seinem zweiten Platz als Solist gewann.

Nibali, der in diesem Jahr auch vom Sturzpech des Vorjahressiegers Chris Froome und des zweimaligen Champions Alberto Contador profitiert, erreichte 24 Sekunden hinter Majka als Zweiter das Ziel. Einzig der Franzose Jean-Christophe Peraud war imstande, das Tempo des Italieners in etwa zu halten. Peraud wurde mit einem Rückstand von 26 Sekunden auf Majka Dritter.

Valverdes Rückstand wächst

Nibali knöpfte dabei seinem größten Rivalen Alejandro Valverde eine weitere Minute ab und liegt nun 4:37 Minuten vor dem Spanier. Dritter im Klassement ist 4:50 Minuten zurück der Franzose Romain Bardet, der zusammen mit Peraud und dem Gesamtvierten Thibaut Pinot den guten Eindruck der französischen Rennfahrer bestätigte. Stark präsentierte sich erneut NetApp-Fahrer Leopold König, der Tages-Neunter wurde.

Nach Tour-Aus 
Alberto Contator hofft auf die Vuelta

Der Spanier gibt sich nach seinem Schienbeinbruch kämpferisch. Video

Die Entscheidung auf der zweiten Alpen-Etappe fiel auf dem 12,6 Kilometer langen und 6,9 Prozent steilen Schlussanstieg nach Risoul hinauf. Majka setzte sich acht Kilometer vor dem Ziel von seinen Mitausreißern ab und fuhr den wichtigsten Sieg seiner Karriere ein. Ursprünglich war der Pole, beim diesjährigen Giro d'Italia bereits Gesamt-Sechster, als Helfer für Contador vorgesehen, der daheim vor dem TV saß. "Zuschauen zu müssen tut mehr weh als der Schienbeinbruch", schrieb der Spanier via Twitter, nachdem er in den Vogesen den folgenschweren Sturz erlitten hatte.

Deutsche Radprofis spielen keine Rolle

Die deutschen Radprofis spielten bei der Kletterpartie erwartungsgemäß keine Rolle. Tony Martin verrichtete wieder treue Helferdienste für seinen Kapitän Michal Kwiatkowski, der bereits am 2360 Meter hohen Col d'Izoard, dem Dach der diesjährigen Tour, große Probleme hatte. Bester Deutscher in Risoul wurde wieder einmal Paul Voß. Der Rostocker aus dem Team NetApp-Endura fuhr mit 13:47 Minuten als 58. vor Martin über die Ziellinie.

Bereits kurz nach dem Start hatte sich eine 17-köpfige Ausreißergruppe gebildet. Zwischenzeitlich fuhren die Flüchtlinge einen Vorsprung von über fünf Minuten heraus. Darunter waren neben dem späteren Etappensieger Majka auch zwei Fahrer vom Team Sky, das nach dem Einbruch des Australiers Richie Porte am Freitag alle Ambitionen für das Gesamtklassement aufgegeben hat und nun auf Etappenjagd geht. Beim Finale hatten sie aber nichts mehr zu melden.

Bei der Überquerung des Izoard hatte sich die Gruppe aber bereits verkleinert. Mit gut zwei Minuten Abstand folgten Nibali und alle weiteren Anwärter auf eine vordere Gesamtplatzierung. Beim Anstieg nach Risoul hinauf konnte aber keiner mehr den Polen Majka einholen, der bravourös dem großen Druck von Nibali standhielt.

Nun stehen wieder die Sprinter im Rampenlicht

Am Sonntag könnte nach der Quälerei in den Alpen wieder die Stunde von Sprintstar Marcel Kittel und Co. schlagen. Auf dem 222 Kilometer langen Teilstück von Tallard nach Nimes sind keine größeren Hindernisse zu bewältigen, sodass es wieder zu einer Massenankunft kommen könnte.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal