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Tour de France: Rogers gewinnt 16. Etappe

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Tagessieg für Rogers  

Vincenzo Nibali bleibt bei der Tour Herr der Lage

22.07.2014, 17:37 Uhr | dpa, t-online.de

Tour de France: Rogers gewinnt 16. Etappe. Gelber Dominator: Vincenzo Nibali hat die Gesamtführung bei der Tour de France souverän verteidigt. (Quelle: dpa)

Gelber Dominator: Vincenzo Nibali hat die Gesamtführung bei der Tour de France souverän verteidigt. (Quelle: dpa)

Die Fiesta fiel vorerst aus. Spitzenreiter Vincenzo Nibali erstickte den erwarteten großen Angriff der Spanier auf der ersten Pyrenäen-Etappe der 101. Tour de France. Der Träger des Gelben Trikots kontrollierte den 16. Tagesabschnitt ohne Mühe und nimmt mit weiter 4:37 Minuten Vorsprung auf den Spanier Alejandro Valverde die beiden wohl entscheidenden Hochgebirgsetappen an den kommenden zwei Tagen in Angriff. Der Australier Michael Rogers aus dem Team des gestürzten Tour-Favoriten Alberto Contador holte sich in Bagnères-de-Luchon den Tagessieg auf der mit 237,5 Kilometern längsten Etappe.

Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister siegte als stärkster Fahrer einer ursprünglich 21 Mann großen Ausreißergruppe vor dem Franzosen Thomas Voeckler und Wasil Kirijenka aus Weißrussland. Die Ausreißer profitierten von der geringen Lust der Favoriten auf eine konsequente Verfolgung - so war das Rennen um den Tagessieg schon früh entschieden. Nibali und weitere Spitzenfahrer erreichten mit einem Rückstand von 8:32 Minuten das Ziel in Bagnères-de-Luchon.

NetApp-Kapitän jetzt auf Rang sieben

Beim Kletterduell der Spitzenfahrer war Romain Bardet der große Verlierer. Der bisherige Gesamtdritte überquerte den Port de Balès 25 Kilometer vor dem Ziel mit einem Rückstand von fast zwei Minuten auf seine Rivalen und verlor dadurch seinen dritten Gesamtrang an Landsmann Thibaut Pinot (5:06 Minuten zurück). Nibali konterte dagegen jeden Angriff problemlos. Die größten Schwierigkeiten hatte der Italiener zu Beginn der Abfahrt, als er von einem Auto eines französischen Journalisten ausgebremst worden waren.

Leopold König, Kapitän des deutschen NetAp-Teams verbesserte sich unterdessen auf den siebten Gesamtrang, nachdem er zeitgleich mit Nibali 8:32 Minuten hinter Rogers ins Ziel gekommen war. Der glückliche Sieger sagte im Ziel: "Es ist unglaublich, ich habe nicht gedacht, dass ich das schaffe. Ich wusste, dass es hart wird. Aber zum Schluss habe ich es richtig laufen lassen."

Kluge wird der letzte Anstieg zum Verhängnis

An der "Flucht des Tages" war auch Roger Kluge vom Schweizer IAM-Team beteiligt. Der Lausitzer wurde der letzte Anstieg zum Verhängnis. Er fiel zurück wie die meisten aus der Fluchtgruppe, die zuvor bei der Abfahrt vom Portet d'Aspet die Stelle passierten, an der der italienische Olympiasieger Fabio Casartelli bei der Tour 1995 zu Tode gestürzt war.

Im Finale waren von den Ausreißern nur fünf Fahrer übriggeblieben. Dabei erwies sich Rogers als stärkster Fahrer. Bei der Abfahrt setzte sich der Rouleur ab und fuhr als Solist ins Ziel. Bereits beim Giro d'Italia im Mai hatte der Australier zwei Etappen gewonnen.

Die erste von drei Pyrenäen-Etappen war mit fünf Anstiegen und einer Ankunft in der Ebene eine Gebirgsfahrt zum Eingewöhnen. Die richtig schweren Kletterpartien stehen am Mittwoch in Saint-Lary Pla d'Adet und am Donnerstag mit zwei Bergen der höchsten Kategorie in Hautacam bevor.

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