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Tour de France: Majka gewinnt 17. Etappe, Nibali verteidigt das Gelbe Trikot

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Majka mit Tagessieg  

Nibali dominiert auch auf der zweiten Pyrenäen-Etappe

23.07.2014, 18:32 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France: Majka gewinnt 17. Etappe, Nibali verteidigt das Gelbe Trikot. Herr der Lage: Vincenzo Nibali ist weiter souveräner Spitzenreiter der Tour de France. (Quelle: Reuters)

Herr der Lage: Vincenzo Nibali ist weiter souveräner Spitzenreiter der Tour de France. (Quelle: Reuters)

Das war die nächste Demonstration der Macht: Vincenzo Nibali hat auch die Königsetappe der 101. Tour de France dominiert und fährt unbeirrt seinem ersten Gesamtsieg bei der Frankreich-Rundfahrt entgegen. Beim zweiten Pyrenäen-Showdown auf der 124,5 km kurzen, aber sehr intensiven Etappe von Saint-Gaudens hinauf nach Saint-Lary Pla d'Adet zeigte der Italiener erneut eine überlegene Vorstellung und baute seinen ohnehin großen Vorsprung trotz vier schwerer Bergwertungen weiter aus.

Zum Tagessieger der anspruchsvollen Kletterpartie kürte sich Tour-Debütant Rafal Majka, der mit seinem zweiten Etappensieg die jüngste Erfolgsserie des Teams Tinkoff-Saxo fortsetzte. Die Mannschaft des verletzt ausgestiegenen Mitfavoriten Alberto Contador hat durch Majka und den Australier Michael Rogers nun drei der vergangenen vier Etappen gewonnen. Majka gehörte einer ursprünglich 22-köpfigen Fluchtgruppe an, die sich kurz vor der ersten Bergwertung bei Rennkilometer 58 gebildet hatte,

NetApp-Kapitän verliert Zeit auf Widersacher

Nibali kontrollierte lange Zeit scheinbar mühelos das Geschehen im Hauptfeld und verbrachte fast die gesamte Renndistanz an der Seite seiner Herausforderer. Erst als eine französische Allianz aus den Podestkandidaten Thibaut Pinot (FDJ) und Jean-Christophe Peraud (AG2R) am Schlussanstieg rund fünf Kilometer vor dem Ziel attackierte, machte auch Nibali ernst. Erst parierte er ohne Probleme die Offensive seiner Rivalen, dann setzte der der Astana-Kapitän prompt zum Gegenangriff an. Auf den rund zehn Prozent steilen Rampen folgte nur Peraud dem Tempo Nibalis und erreichte an dessen Seite 46 Sekunden nach Majka das Ziel.

Genauso humorlos wie er im 1654 Meter hoch gelegenen Saint-Lary Pla d'Adet als Dritter über den Zielstrich rollte, kommentierte Nibali die Ausgangsposition vor den letzten 545,5 Kilometern bis nach Paris: "Ich glaube, das Geheimnis ist, intelligent zu fahren und ruhig zu bleiben", sagte der Tour-Spitzenreiter.

Der Spanier Alejandro Valverde (Movistar) verteidigte als Etappenzehnter den zweiten Gesamtplatz zwar erfolgreich, verlor Nibali aber weiter aus den Augen. Valverdes Rückstand wuchs auf stattliche 5:26 Minuten an. Nibali kann wohl nur noch ein nicht zu erwartender Einbruch auf der letzten Bergetappe am Donnerstag vom Gesamtsieg abhalten. Zu den Verlierern der 17. Etappe zählte auch Leopold König. Der Kapitän des deutschen NetApp-Teams büßte Zeit auf seine Widersacher im Kampf um die Spitzenränge ein und fiel vom siebten auf den neunten Platz zurück.

Tagessieger Majka auch im Bergtrikot

Unmittelbar nach dem Start hatte sich eine achtköpfige Fluchtgruppe gebildet, zu der auch Oldie Jens Voigt gehörte. Entscheidend setzte sich die Gruppe auf dem rund 50 Kilometer langen Flachstück bis zur ersten Bergwertung aber nicht ab und wurde am Col du Portillon umgehend gestellt. An dem Anstieg der ersten Kategorie folgten zahlreiche Attacken, schließlich bildete sich eine 22-köpfige Fahrergemeinschaft.

In der ersten Verfolgergruppe entbrannte zunächst ein heißer Zweikampf zwischen Majka und dem Vorjahresdritten Joaquim Rodriguez (Spanien/Katjuscha) um das Bergtrikot. Lange schien Rodriguez das bessere Ende für sich zu haben, doch durch seinen beherzten Antritt auf dem Weg ins Ziel sicherte sich der Pole nicht nur den Tagessieg, sondern baute auch seine Führung im Kampf um das Gepunktete Trikot aus. Mit 149 Punkten führt Majka die Wertung vor Nibali (118) und Rodriguez (112) an.

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"Der Sieg war geplant. Wir hatten uns vorgenommen, was zu machen", sagte Majka, der sich beim Zieleinlauf mit der Faust auf die Brust klopfte und zwei Finger in die Höhe streckte.

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