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Tour de France 2014: Nibali krönt sich zum König der Pyrenäen

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Favorit gibt sich keine Blöße  

Spitzenreiter Nibali krönt sich zum König der Pyrenäen

24.07.2014, 18:17 Uhr | sid, t-online.de

Tour de France 2014: Nibali krönt sich zum König der Pyrenäen. Vincenzo Nibali fährt seinem ersten Tour-Sieg entgegen. (Quelle: Reuters)

Vincenzo Nibali fährt seinem ersten Tour-Sieg entgegen. (Quelle: Reuters)

Im Nebel von Hautacam hat Vincenzo Nibali der Konkurrenz zum Abschied aus den Pyrenäen eine demoralisierende Lektion erteilt und den entscheidenden Schritt zu seinem ersten Tour-Triumph gemacht. Der 29-jährige Sizilianer stürmte im Stile seines Vorgängers Marco Pantani mit beeindruckender Leichtigkeit die bis zu zehn Prozent steilen Rampen hinauf und beseitigte mit seinem vierten Etappensieg bei der 101. Frankreich-Rundfahrt letzte Zweifel am ersten italienischen Gesamtsieg seit 1998.

Nur ein Sturz auf den letzten 400 Kilometern könnte die Nibali-Krönung noch verhindern. Das Gelbe Trikot liegt für den Italiener, der die Tour de France so clever dominiert wie kaum ein Vorgänger, am Sonntag in Paris zur Abholung bereit. Damit tritt er in die Fußstapfen des 2004 gestorbenen Pantani, der vor 17 Jahren für den letzten italienischen Gesamtsieg gesorgt hatte.

In den Pyrenäen - unter anderem stand der Tourmalet auf dem Programm - hatte der Astana-Kapitän noch eine Zugabe in petto und gewann mit einer beeindruckenden Klettershow die 18. Etappe in der Skistation Hautacam. Nibali triumphierte nach 145,5 Kilometern als Solist 1:10 Minuten vor dem Tageszweiten Thibaut Pinot (Frankreich). Der bisherige Gesamtzweite Alejandro Valverde (Spanien) verlor fast zwei Minuten. In der Gesamtwertung liegt Nibali jetzt 7:10 Minuten vor Pinot. Dritter ist Jean-Christophe Peraud (Frankreich/7:23), gefolgt von Valverde (7:25).

Nibali lässt Horner einfach stehen

Einen derart großen Vorsprung hatte letztmals Lance Armstrong 2002 gegen Jan Ullrich herausgefahren. In dieser Verfassung hätten wohl auch die mit Stürzen ausgeschiedenen Top-Favoriten Chris Froome und Alberto Contador große Schwierigkeiten gegen Nibali gehabt.

10,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte Vuelta-Sieger Horner aus der Favoritengruppe heraus, dem Tritt des 42 Jahre alten Amerikaners folgte nur noch Nibali. Und gut 700 Meter später setzte der Astana-Kapitän noch einen drauf und ließ Horner am Berg regelrecht stehen. Auch die noch vor ihm liegenden Ausreißer kassierte der "Hai von Messina" im Expresstempo.

Nicht einmal die Zuschauer können Nibali aufhalten

Den Kampf gegen die Uhr am Samstag über 54 Kilometer in Périgueux muss Nibali auch nicht fürchten. Vielmehr dürfte er auf Valverde und Peraud weiteren Boden gutmachen, gilt er doch als besserer Zeitfahrer. Der Tagessieg scheint dann aber fest für den dreimaligen Weltmeister Tony Martin gebucht zu sein. Sein zweiter Tagessieg bei der Tour 2014 ist in Périgueux fest eingeplant. Mit einem Rückstand von über 31 Minuten auf Nibali rollte Martin als 97. einen Platz hinter Sprint-Ass Andre Greipel über die Ziellinie und hat so genug Kraft für den Samstag gespart.

Die Tour-Entdeckung Leopold König vom deutschen NetApp-Endura-Team konnte ihren Top-Ten-Platz halten. Der 26 Jahre alte Radprofi aus Tschechien kann weiter von mindestens Platz neun in Paris träumen, weil er auch im noch ausstehenden Zeitfahren keine Rückstände gegen seine direkten Konkurrenten befürchten muss. Der Deutsch-Australier Heinrich Haussler vom Schweizer IAM-Team gab das Rennen wegen Magenbeschwerden auf.  

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