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Tour de France 2015: Tony Martin erfolgreich operiert

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Knochen ragte aus Haut  

Dringender Eingriff: Tony Martin in Hamburg operiert

10.07.2015, 10:26 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Tour de France 2015: Tony Martin erfolgreich operiert. Niedergeschlagen: Nach seinem Sturz sitzt Tony Martin am Straßenrand und hält sich die Schulter. (Quelle: AP/dpa)

Niedergeschlagen: Nach seinem Sturz sitzt Tony Martin am Straßenrand und hält sich die Schulter. (Quelle: AP/dpa)

Tony Martin ist nach seinem schweren Sturz im Finale der sechsten Etappe der Tour de France in der Nacht im BG-Unfallkrankenhaus Hamburg erfolgreich operiert worden. In sein gebrochenes linkes Schlüsselbein wurde eine Titanplatte als Fixierung gesetzt. Das teilte Helge Riepenhof, der Arzt des Etixx-Quick-Step-Teams mit. "Die etwa zweistündige OP ist gut verlaufen, Tony schläft jetzt." Der  Eingriff war aufgrund eines offenen Bruch, bei dem ein Knochenteil die Haut durchdrungen hatte, dringend notwendig geworden.

"Wenn sich keine Infektion bildet, kann er nach einer gewissen Beobachtungszeit im Krankenhaus in einer Woche schon wieder auf der Rolle trainieren und in etwa sechs Wochen wieder Rennen fahren", erklärte Riepenhof weiter. Martin selbst blickt auch schon wieder nach vorne, die Weltmeisterschaft in Richmond soll nun das nächste große Ziel sein.

Martin, der das Gelbe Trikot trug, war 800 Meter vor dem Ziel in Le Havre gestürzt und hatte sich anschließend noch ins Ziel gekämpft. An den genauen Hergang des Unfalls konnte sich Martin nicht erinnern.

Karriere mit Höhen und Tiefen

Die 102. Frankreich-Rundfahrt verlief fast schon beispielhaft für Martins Karriere mit Höhen und Tiefen. Da wären unter anderem drei WM-Titel im Einzelzeitfahren und fünf Etappensiege bei der Tour de France, aber auch immer wieder Rückschläge durch Verletzungen.

2012 erlitt er im Olympia-Jahr bei einem Trainingssturz einen Jochbeinbruch, einen Teilbruch der Augenhöhle, einen angebrochenen Kiefer und einen Riss im Schulterblatt. Im selben Jahr brach er sich am zweiten Tag der Tour de France das Kahnbein. Er biss sich zwar noch mehrere Tage durch, musste aber später aufgeben. Bei den Olympischen Spielen in London wurde er hinter Bradley Wiggins Zweiter.

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Die Achterbahn der Gefühle erreichte bei der diesjährigen Tour den Höhepunkt: Beim Auftakt-Zeitfahren in Utrecht verpasste er das erste Gelbe Trikot seiner Karriere um fünf Sekunden. In Zeeland missglückte am zweiten Tag sein Coup nur, weil Fabian Cancellara Zeitgutschriften sammelte. Nach der dritten Etappe war er nur noch eine Sekunde entfernt. Am vierten Tag dann die Erlösung dank seines famosen Sieges in Cambrai. Am fünften Tag verteidigte er sein Gelbes Trikot, ehe es in Le Havre zum Drama kam.

Froome verzichtet auf Gelbes Trikot

Aus Respekt vor dem verletzten Martin wird Christopher Froome bei der siebten Etappe der Tour de France nicht das Gelbe Trikot des Gesamtführenden tragen. Das bestätigte der 30-Jährige vom Team Sky kurz bevor das Feld das 190,5 Kilometer lange Teilstück von Livarot nach Fougéres in Angriff nahm.

Nach Martins Ausfall ist Froome der neue Spitzenreiter, bis dato lag er mit zwölf Sekunden Rückstand auf Platz zwei.

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