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Siebte Etappe der Tour de France: Greipel verpasst dritten Tagessieg nur knapp

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Etappe 7 der Tour de France  

Cavendish gewinnt Massensprint - Greipel verteidigt Grünes Trikot

10.07.2015, 17:31 Uhr | sid, t-online.de

Siebte Etappe der Tour de France: Greipel verpasst dritten Tagessieg nur knapp. André Greipel (re.) verliert den Zielsprint der siebten Etappe Mark Cavendish (li.). (Quelle: dpa)

André Greipel (re.) verliert den Zielsprint der siebten Etappe Mark Cavendish (li.). (Quelle: dpa)

Der deutsche Top-Sprinter André Greipel hat auf der siebten Etappe der Tour de France seinen dritten Tagessieg zwar knapp verpasst, bleibt nach seinem zweiten Platz aber weiter im Grünen Trikot. Den Sieg nach 190,5 Kilometern von Livarot nach Fougères sicherte sich der Brite Mark Cavendish im Massensprint.

Am Tag nach dem Drama um Tony Martin holte sich dessen Mannschaftskollege den ersten Etappensieg der 102. Tour de France. Cavendish hatte im Finale den längsten Atem und widmete seinen insgesamt 26. Tour-Etappentriumph dem frisch operierten Martin, der in einem Hamburger Krankenhaus am Fernseher zusah.

Cavendish überholte Greipel erst auf den letzten 50 Metern. Der gebürtige Rostocker eröffnete seinen Sprint etwas zu früh und blieb nur knapp vor dem Tagesdritten Peter Sagan. John Degenkolb landete auf dem vierten Rang.

Keine Probleme auf gefährlicher Zielgerade

Cavendish hatte eigentlich ungünstige Voraussetzungen, da nach Martins Aus nicht nur der Tour das Gelbe Trikot an diesem Freitag fehlte, sondern dem 30-Jährigen vom Team Etixx-Quick Step auch ein wichtiger Helfer. Normalerweise spannt sich Martin etwa bei drei Kilometern vor dem Ziel vor das Feld und erhöht das Tempo. "Es wird sicher ungewohnt für Cavendish, dass er Tony nicht an seiner Seite hat", vermutete Greipel - doch der Sprinter von der Isle of Man ließ sich nicht beeindrucken.

Vor der Schlussphase der Etappe hatten die Top-Sprinter Respekt. Cavendish bezeichnete das Finale als "knifflig", Greipel fand es "alles andere als einfach", wollte aber dennoch unbedingt das Etappentriple. Doch das kurvenreiche und in hohem Tempo gefahrene Finale überstanden die Sieganwärter ohne große Schwierigkeiten.

John Degenkolb schaffte es dagegen wieder nicht, den Bann zu brechen und seinen ersten Tour-Etappensieg zu holen. Degenkolb war schlecht positioniert und wurde Vierter. Sein Team hat aber noch keine Ungeduld ausgemacht. "Er ist ganz gelassen", sagte Christian Guiberteau, Sportlicher Leiter bei Giant-Alpecin.

Martins OP erfolgreich - Cavendish mit ungewöhnlichem Vergleich

Martin twitterte ein erstes Genesungsfoto, nachdem er sich von seiner erfolgreichen Schulter-OP erholt hatte. Im Hintergrund lief die Tour-Übertragung. "Ich habe ein paar Stunden geschlafen und fühle mich einigermaßen fit. Die OP ist sehr, sehr gut gelaufen", sagte der dreimalige Zeitfahrweltmeister der ARD am Telefon. Eine Titanplatte stabilisiert nun sein linkes Schlüsselbein, in sechs Wochen kann Martin wieder in vollem Umfang trainieren.

Während der 30-Jährige sich von seinem Eingriff erholte und bereits an die WM im September dachte, war er in Frankreich noch immer präsent. Teamkollege Cavendish fühlte sich "niedergeschmettert" ob des Verlustes von Martin, und sagte zudem in Richtung des gebürtigen Cottbusers: "Es ist ein bisschen wie für eine Braut am Hochzeitstag. Der Tag sollte dir gehören. So sollte es sein."

Froome mit toller Geste für Martin

Eine Ersatzbraut gab es nicht. Christopher Froome wollte aus Respekt vor Martin das Führungstrikot nicht, aber hätte es laut Regelwerk ohnehin nicht tragen dürfen, weil Martin die Etappe in Le Havre am Donnerstag noch beendet hatte. Am Samstag auf der achten Etappe zur Mûr de Bretagen darf Froome das Gelbe Trikot nun aber überstreifen.

Etappen ohne einer Träger des Maillot jaune hatte es in der Tour-Geschichte immer wieder einmal gegeben. Eddy Merckx weigerte sich 1971, das Jersey vom gestürzten Spanier Luis Ocaña zu übernehmen. 2007 sorgte die Flucht des Führenden Michael Rasmussen nicht nur für einen der größten Dopingskandale, sondern ebenfalls für das Fehlen des begehrten Schmuckstücks.

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