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Tour de France 2015: John Degenkolb bleibt weiter ohne Tagessieg

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13. Etappe der Tour de France  

Wieder kein Happy End: Degenkolb wartet weiter auf ersten Tagessieg

17.07.2015, 17:58 Uhr | dpa

Tour de France 2015: John Degenkolb bleibt weiter ohne Tagessieg. Bislang gelang John Degenkolb noch kein Etappensieg. (Quelle: imago/Sirotti)

Bislang gelang John Degenkolb noch kein Etappensieg. (Quelle: Sirotti/imago)

Mit aufgerissenem Trikot kämpfte John Degenkolb verbissen um den Anschluss, doch alle Mühe war in der Hitze von Rodez umsonst. Für den diesjährigen Paris-Roubaix-König gestaltet sich die Jagd nach einem Etappensieg bei der Tour de France zu einer unendlichen Geschichte. Auch auf der 13. Etappe blieb Degenkolb mit dem vierten Platz das Happy End verwehrt, stattdessen stahl ihm der Belgier Greg van Avermaet die Show. Der BMC-Profi siegte nach 198,5 Kilometern von Muret nach Rodez vor dem Slowaken Peter Sagan und dem belgischen Landsmann Jan Bakelants. Direkt hinter Degenkolb wurde der Rostocker Paul Martens Fünfter.

"Leider haben mir die Kräfte im Finish gefehlt. Ich bin traurig und muss mich beim Team entschuldigen. Die Mannschaft hat soviel gearbeitet, alles lief perfekt. Alle mussten ans Limit gehen", sagte Degenkolb nach der verpassten Chance. "Dieser Schlussanstieg war höllisch, mir wurde am Ende schwarz vor Augen. Ich bin einfach nur fertig und traurig", so Degenkolb weiter.

Der überlegene Spitzenreiter Christopher Froome schaltete sich ebenfalls in den Schlusssprint mit ein und wurde Sechster. Von einer Verschnaufpause für den Mann in Gelb konnte bei Temperaturen von über 35 Grad ohnehin keine Rede sein. Der Brite liegt damit in der Gesamtwertung weiter deutlich vor dem Amerikaner Tejay van Garderen (2:52 Minuten zurück) und Nairo Quintana aus Kolumbien (3:09).

Das wellige Terrain war komplett auf Fahrer wie Degenkolb zugeschnitten. Doch dem Frankfurter blieb wieder einmal ein erfolgreicher Zielsprint verwehrt. Vier zweite und drei vierte Plätze sowie zwei schwere Stürze stehen beim 26-Jährigen seit seinem Tour-Debüt 2013 zu Buche. In Rodez fehlten am Ende sieben Sekunden. Entsprechend sauer verschwand Degenkolb direkt in den Teambus.

600 Meter langer Schlussanstieg bringt Entscheidung

Sagan verteidigte auch seine Führung in der Punktwertung vor André Greipel erfolgreich. Der gebürtige Rostocker, der sich im Zwischensprint noch vor den restlichen Sprintern durchgesetzt hatte und damit zumindest virtuell in Grün gefahren war, konnte im Finale erwartungsgemäß nicht mehr mitmischen.

Entscheidend war der 600 Meter lange Anstieg mit durchschnittlich acht Prozent Steigung kurz vor dem Ziel. Degenkolb brachte sich bei der kurzen Kletterpartie zwar gut in Position, musste dann jedoch abreißen lassen. Damit verpasste er erneut die Krönung seines Traum-Jahres 2015, nachdem er im Frühjahr bei den Klassikern Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix triumphiert hatte.

Stressfreier Tag für Froome-Team

Auch Degenkolbs Rennstall Giant-Alpecin muss weiter auf den erlösenden Tagessieg warten. In den Sprints spielte die deutsche Mannschaft ohne den daheim gebliebenen Marcel Kittel kaum eine Rolle, außerdem musste Zeitfahrer Tom Dumoulin nach seinem schweren Sturz auf der dritten Etappe (ausgekugelte Schulter und Bruch im Schultergelenk) bereits die Heimreise antreten.

Für Froome und sein Sky-Team war es ein eher stressfreier Tag. Bei drückender Hitze konnte die britische Equipe die Verfolgung der sechsköpfigen Ausreißergruppe Giant-Alpecin und weiteren Sprinterteams überlassen. Die Frankreich-Rundfahrt wird am Samstag mit dem 14. Teilstück über 178,5 Kilometer von Rodez nach Mende fortgesetzt.

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