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Tour de France 2015: Plaza gewinnt 16. Etappe vor Sagan

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Zum fünften Mal Zweiter  

Sprintstar Sagan beißt sich erneut die Zähne aus

21.07.2015, 09:38 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Tour de France 2015: Plaza gewinnt 16. Etappe vor Sagan. Peter Sagan fährt weiter im Grünen Trikot.  (Quelle: Reuters)

Peter Sagan fährt weiter im Grünen Trikot. (Quelle: Reuters)

Peter Sagan war erneut "nur" der Zweitschnellste. Der Slowake vom Tinkoff-Saxo-Team hatte auf der 16. Etappe der Tour de France gegen Ruben Plaza vom Team Lampre-Merida das Nachsehen. Der 35-jährige Spanier setzte sich am letzten Berg ab und war trotz einer wilden Abfahrt Sagans nicht mehr einzuholen. Sagan musste sich damit bereits zum fünften Mal bei der diesjährigen Tour mit Platz zwei zufrieden geben.

Der Deutsche Simon Geschke (Giant-Alpecin) fuhr auf den 201 Kilometern von Bourg de Peage nach Gap lange um den Tagessieg mit und belegte einen hervorragenden vierten Platz. Das Giant-Alpecin-Team verpasste damit einen Tag nach Platz zwei für Kapitän John Degenkolb in Valence den erlösenden ersten Etappensieg. "Das war leider die Holzmedaille. Ich bin sicher zufrieden, aber auch etwas enttäuscht - ich warte noch auf das perfekte Rennen für mich", sagte Geschke. "Die Abfahrt war überhaupt nicht entspannt. Ich habe natürlich viel riskiert, weil es um den Etappensieg ging. Nun kommen die Alpen, aber jetzt brauche ich erst mal den Ruhetag", erklärte er in der ARD. Am Dienstag steht in Gap der zweite Ruhetag an, ehe die entscheidenden Etappen in den Alpen folgen.

Froome-Helfer fliegt spektakulär ab

Im Feld der Favoriten, das etwa 18 Minuten nach Plaza das Ziel erreichte, setzte sich Vincenzo Nibali vor der Schlussabfahrt ab und machte 28 Sekunden auf den Gesamtführenden Christopher Froome vom Team Sky gut. Auf der rasenden Abfahrt touchierte Warren Barguil vom Giant-Alpecin-Team Froomes Edelhelfer Geraint Thomas, der daraufhin spektakulär über den Zaun der Straßenbegrenzung flog und mit dem Kopf gegen einen Mast knallte. Wenig später saß der Brite jedoch wieder auf dem Rad und beendete die Etappe im Schlepptau eines Teamkollegen.

Geschke ist nimmermüde

Geschke, der erst spät ins Tour-Aufgebot gerutscht war und eine ganz starke dritte Frankreich-Rundfahrt absolviert, hatte bislang vor allem als unermüdlicher Helfer von Sprintass Degenkolb seinen Dienst verrichtet, nun bekam er einen Freifahrtschein.

Bereits am Vortag war Geschke, auf Platz 44 der Gesamtwertung als bester Deutscher in die Etappe gegangen, Teil der Fluchtgruppe gewesen, die erst auf der letzten Abfahrt gestellt worden war. Am Montag setzte er sich bei Temperaturen erneut deutlich über 30 Grad kurz nach dem Start mit rund einem Dutzend Mitstreitern ab.

Jetzt warten die schweren Alpenetappen

Die Ausreißergruppe um Geschke und Sagan wuchs auf 23 Fahrer an und lag 50 Kilometer vor dem Ziel rund 15 Minuten vor dem Feld, spätestens da war klar, dass der Sieger nur aus dieser Gruppe kommen konnte. Das Peloton um den Gesamtführenden Froome zeigte keine Ambitionen, die Flüchtlinge zu stellen.

Der Gesamtführende Froome geht mit 3:09 Minuten Vorsprung auf den Kolumbianer Nairo Quintana in die Alpen, der Amerikaner Teja van Garderen liegt als Dritter 3:32 zurück. Nach der Alpen-Ouvertüre von Gap geht es ab Mittwoch bei der Tour ans Eingemachte: Auf vier Hochgebirgs-Etappen mit drei Bergankünften muss Froome das Gelbe Trikot verteidigen.

Erinnerungen an aufsehenerregenden Unfall

Derart dramatisch wie 2003 verlief die Schussfahrt vom Col de Manse ins Ziel nach Gap derweil nicht: Damals hatte der Spanier Beloki vom Once-Team die Favoritengruppe um Gelb-Träger Lance Armstrong und den damaligen Bianchi-Profi Jan Ullrich angeführt.

Bei hohem Tempo sprang Belokis von der Hitze weich gewordener Hinterreifen von der Felge, der Baske stürzte und brach sich das Becken, der dicht folgende Armstrong rettete sich mit einem waghalsigen Ritt querfeldein.

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