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Tour de France 2015: Romain Bardet gewinnt 18. Etappe

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Tour de France - 18. Etappe  

Frankreich feiert Doppelsieg in den Alpen

23.07.2015, 17:48 Uhr | dpa, t-online.de

Tour de France 2015: Romain Bardet gewinnt 18. Etappe. Romain Bardet gewinnt die 18. Etappe der Tour de France 2015 und lässt die Franzosen jubeln. (Quelle: Reuters)

Romain Bardet gewinnt die 18. Etappe der Tour de France 2015 und lässt die Franzosen jubeln. (Quelle: Reuters)

Romain Bardet hat die 18. Etappe der Tour de France für sich entschieden. Im Alleingang kletterte der AG2R-Fahrer die Anstiege von Gap nach Saint-Jean-de-Maurienne hinauf und überquerte die Ziellinie nach 186,5 Kilometer als Erster. Bardet ist nun Zehnter der Gesamtwertung. Pierre Rolland vom Team Europcar machte einen französischen Doppelsieg perfekt. Er hatte 33 Sekunden Rückstand.

In der Gruppe der Favoriten setzte es erneut einige Attacken gegen Christopher Froome, doch der Mann in Gelb zeigte wieder keine Schwäche. Nun trennen den Briten nur noch 358 Kilometer von Paris und seinem zweiten Toursieg nach 2013.

Bardet flieht 35 Kilometer vor dem Ziel

Bei der Tagestour über sieben Alpen-Anstiege, die Bardet im Stil von Vortagessieger Simon Geschke im Alleingang für sich entschied, ließ der Träger des Gelben Trikots keine Sekundenverluste zu. Froome geht weiter mit 3:10 Minuten Vorsprung auf den Kolumbianer Nairo Quintana in die drei letzten Etappen.

Die Franzosen konnten bei "ihrer" Tour endlich wieder jubeln: der 24 Jahre alte Bardet machte den zweiten Etappensieg für die Gastgeber nach dem Erfolg von Alexis Vuillermoz perfekt. Er startete sein Solo 35 Kilometer vor dem Ziel.

Contador mit dem Mute der Verzweiflung

Beim 21,7 Kilometer langen Aufstieg auf den 1924 Meter hohen Col de Glandon, der 60 Kilometer vor dem Ziel begann, überschlugen sich die Ereignisse. Froomes Kontrahenten bliesen zum Großangriff. Zunächst startete Alberto Contador eine Art Verzweiflungsattacke und konnte sich tatsächlich zwischenzeitlich absetzen.

Spätestens am Vortag nach seinem Sturz und einem weiteren Zeitverlust zur Spitze hatte er sich von allen Siegträumen und damit von seinem großen Plan des Doubles aus Giro- und Toursieg verabschiedet. Aber kampflos wollte er sich nicht geschlagen geben.

Froome ist nicht zu bezwingen

Danach forcierten Quintana und Nibali - aber Froome blieb cool und immer in Reichweite. Auf der Abfahrt vom Glandon waren wieder alle Topfahrer vereint. Auf der Schlusssteigung zehn Kilometer vor dem Ziel ging das Duell in den Alpen weiter. Froome blieb aber Herr der Lage.

Simon Geschke erholte sich nach seinem Parforceritt vom Vortag so gut es ging und spielte keine Rolle. Bei der ganzen Feierei habe er in der Nacht die Augen nicht vor 3.00 Uhr zubekommen, erklärte er am Start.

Nach dem 18. Tagessieg eines deutschen Fahrers seit 2013 - also 32 Prozent aller Etappen - hatte das Tour-Organ "L'Equipe" mit einer Mischung aus Bewunderung und Frust an einen Spruch von Gary Lineker aus dem Fußball erinnert: "Und am Ende sind es wieder die Deutschen, die gewinnen."

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