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Start der Tour de France 2016: Nervenschlacht ums erste Gelb

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"Es wird chaotisch"  

Tour-Auftakt: Nervenschlacht um das erste Gelb

02.07.2016, 10:38 Uhr | sid

Start der Tour de France 2016: Nervenschlacht ums erste Gelb. Wer sichert sich Gelb? (Quelle: imago)

Wer sichert sich Gelb? (Quelle: imago)

Zum Tour-Auftakt bietet sich André Greipel und Marcel Kittel eine große Chance auf das Gelbe Trikot. Allerdings könnte der Wind eine entscheidende Rolle spielen.

Der Preis? Ein Tag im begehrtesten Trikot des Radsports. Die Aufgabe? Ein Hochgeschwindigkeitssprint gegen die Besten der Welt. Die Gefahr? Stürze und der starke Wind an der französischen Atlantikküste.

Der hektische Kampf um das erste Gelbe Trikot der 103. Tour de France wird am Samstag (ab 12.05 Uhr bei t-online.de im Live-Ticker) für die Top-Favoriten André Greipel und Marcel Kittel wohl zu einer Nervenschlacht. "Es wird chaotisch, da müssen wir uns nichts vormachen", sagte Kittel, und ergänzte: "Es hat bisher jedes Mal im Finale gekracht, gerade wenn es um das Gelbe Trikot ging."

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"Knallen da mit über 70 km/h rein"

Die 188 Kilometer lange Auftaktetappe vom Mont-Saint-Michel zum historisch bedeutenden Utah Beach birgt gleich mehrere Risiken, aber die Aussicht auf das "Maillot jaune" entschädigt. Kittel hat schon zweimal in seiner Laufbahn das beste Nervenkostüm gehabt. 2013 auf Korsika und 2014 im englischen Harrogate setzte sich der Thüringer beim Grand Départ durch, und auch diesmal scheinen ihm die Umständen zu passen.

"Wenn der Wind so bleibt wie angekündigt, dann knallen wir da mit über 70 km/h rein", sagte Kittel, der in der Vergangenheit besonders bei solchen Gelegenheiten kaum zu schlagen war: "Wenn alles klappt, kann ich mich wirklich auf Samstag freuen." Teamkollege Tony Martin sieht den 28-Jährigen leicht im Vorteil. "Wenn es Mann gegen Mann zu einem Finale kommt, denke ich schon, dass Marcel der stärkere ist", sagte er.

"Die richtige Entscheidungen treffen"

Greipel aber hat das letzte direkte Duell bei der deutschen Meisterschaft für sich entschieden und fährt in Frankreich im Trikot mit dem schwarz-rot-goldenen Brustring. "Ich hoffe, dass ich mit meiner Erfahrung die richtigen Entscheidungen treffe", sagte er.

Es wird auch ein Tag werden, an dem die Favoriten auf den Gesamtsieg mit allergrößter Aufmerksamkeit fahren müssen. Gerade im letzten Drittel der Etappe führt eine Passage direkt am Meer entlang, dort könnten Windkante für Durcheinander und eine regelrechte Verfolgungsjagd sorgen.

Froome will Fauxpas vermeiden

"Man muss unheimlich aufpassen. Wenn eine Mannschaft richtig möchte, dann fahren wir in Gruppen", sagte Kittel. Allerdings sind gerade die belgischen Teams von Kittel (Etixx-Quick Step) und Greipel (Lotto-Soudal) windgestählt und könnten von einer solchen Situation noch profitieren.

Wie entscheidend die Folgen sein können, erlebte der Kolumbianer Nairo Quintana im Vorjahr, als er sich auf der zweiten Etappe an der Nordsee fast 1:30 Minuten Rückstand einhandelte und letztlich dadurch die Frankreich-Rundfahrt verlor.

Der Herausforderer von Titelverteidiger Chris Froome (Sky) hat mit seiner Movistar-Mannschaft das Terrain in der Normandie intensiv inspiziert, um einen ähnlichen Fauxpas zu vermeiden.

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