Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Tour de France >

Tour de France 2016: Matthews gewinnt Ausreißersprint auf 10. Etappe

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Froome verteidigt Gelb  

Australier gewinnt Ausreißersprint

13.07.2016, 07:30 Uhr | t-online.de, sid

Tour de France 2016: Matthews gewinnt Ausreißersprint auf 10. Etappe. Schneller als Sagan: Michael Matthews (li.) bejubelt seinen Etappensieg in Revel. (Quelle: Reuters)

Schneller als Sagan: Michael Matthews (li.) bejubelt seinen Etappensieg in Revel. (Quelle: Reuters)

Michael Matthews (Orica) hat den ersten Ruhetag der 103. Tour de France bestens genutzt und die zehnte Etappe als Ausreißer gewonnen.

Der 25-jährige Australier konnte sich nach 197 Kilometern von Escaldes-Engordany nach Revel im Sprint einer sechsköpfigen Spitzengruppe gegen den slowakischen Weltmeister Peter Sagan (Tinkoff) und den Norweger Edvald Boasson-Hagen (Dimension Data) durchsetzen.

Der ehemalige U23-Weltmeister Matthews gehörte zur der 15-köpfigen Ausreißergruppe des Tages, die sich nach rund 74 Kilometer gebildet hatte. Sagan durfte sich als Trostpflaster für den verpassten zweiten Tagessieg mit der Rückeroberung des Grünen Trikot des Punktbesten trösten.

Tour-Highlights Tag 10 
Matthews hängt Sagan im Schlusssprint ab

Tag zehn der Tour: Von Andorra ging es durch die Pyrenäen wieder nach Frankreich. Video

Matthews: "Traum geht in Erfüllung"

In Revel, wo vor 50 Jahren der im Juni verstorbene Rudi Altig eine Etappe gewonnen hatte und Karl-Heinz Kunde am gleichen Tag ins Gelbe Trikot geschlüpft war, fiel die Entscheidung auf den letzten Metern. Dabei bewies Matthews das richtige Gespür und siegte mit deutlichem Vorsprung. "Es ist unglaublich. Ich muss das erst mal sacken lassen. Ich war so nah dran, nach mehreren Stürzen bei der Tour hinzuschmeißen. Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen", sagte Matthews überglücklich.

An der Côte de Saint-Ferréol, einem Anstieg der dritten Kategorie nur sieben Kilometer vor dem Ziel, waren zuvor alle Attacken innerhalb der mit sprintstarken Fahrern gespickten Fluchtgruppe verpufft. Sagans Hinterrad wurde bis zum Ziel zur begehrtesten Position, doch der sehr aufmerksame Weltmeister konterte zunächst jeden Angriff. Matthews hatte er auf den letzten Metern aber nichts mehr entgegenzusetzen.

Auf dem Dach der Tour

Lange vor dem Schlusssprint musste sich das Feld noch einmal durch die Pyrenäen quälen. Gleich nach Etappenstart in Andorra begann der Aufstieg auf den 2408 Meter hohen Port d'Envalira - das Dach der Tour 2016. Erst kurz vor Erreichen des höchsten Punktes der Rundfahrt setzen sich einige Fahrer vom Hauptfeld ab, die 15-köpfige Gruppe um Sagan und Ex-Tour-Champion Vincenzo Nibali (Astana) fuhr in der Folge einen Vorsprung von maximal sieben Minuten heraus.

In der Nachführarbeit ließ es das Hauptfeld lange gemächlich angehen, erst auf den letzten 50 Kilometer wurde das Tempo verschärft, wenn auch nicht geschlossen und mit letzter Konsequenz. Auch deshalb schaffte es die inzwischen ausgedünnte Ausreißergruppe ungefährdet über die Côte de Saint-Ferréol und schließlich ins Ziel.

Greipel und Kittel rücken wieder in den Focus

Von den beiden deutschen Topsprintern André Greipel (Lotto-Soudal) und Marcel Kittel (Etixx) war dieser Anstieg schon im Vorfeld als zu anspruchsvoll ausgemacht worden.

Am Mittwoch ist das Terrain dagegen wie gemacht für die besten Sprinter. Der 162,5 Kilometer lange Weg von Carcassonne nach Montpellier bietet kaum größere Klippen und sollte dem deutschen Duo eine neue Chance ermöglichen, den Briten Mark Cavendish zu bezwingen, der bei dieser Tour schon drei Sprintetappen gewonnen hat.

"Wir wollten heute nicht mit dem Dampfhammer draufhauen, morgen gibt es eine richtige Chance", sagte Kittel. Greipel ergänzte: "Es war logisch, dass es eine große Gruppe geben wird und unmöglich, diese Gruppe zurückzuholen. In Montpellier will ich zwei Zentimeter schneller sein als auf der dritten Etappe." Dort war Greipel erst auf der Ziellinie von Cavendish abgefangen worden.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Anzeige
Biermann über den Gipfelsturm 
"Das war ein richtiges Gänsehautgefühl"

Der deutsche Amateur-Radsportler erklimmt den Mont Ventoux mit einem Spenderherz. Video

"So schnell wie seit 10 Jahren nicht" 
Christoph Biermann gerät in Köln an seine Grenzen

Beim Velodom wird deutlich: Die Härte am Berg fehlt ihm nach seiner Herztransplantation noch. Video

Nach Herztransplantation auf den Mont Ventoux 
Christoph Biermann und das Rennen seines Lebens

Acht Monate wartete der Hobby-Radfahrer auf ein Spenderherz. Jetzt nimmt er den Ventoux ins Visier. Video



Anzeige
shopping-portal