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Tour de France: Etappe auf den Mont Ventoux verkürzt

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Zu heftige Winde  

Kein Schlagabtausch an der Spitze des Mont Ventoux

13.07.2016, 19:18 Uhr | sid

Tour de France: Etappe auf den Mont Ventoux verkürzt. Die Spitze des Mont Vetoux werden die Fahrer der Tour de France in diesem Jahr nicht erklimmen. (Quelle: imago/Sirotti)

Die Spitze des Mont Vetoux werden die Fahrer der Tour de France in diesem Jahr nicht erklimmen. (Quelle: Sirotti/imago)

Die zwölfte Etappe der 103. Tour de France (14.7., ab 11.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) zum legendären Mont Ventoux wird verkürzt. Aufgrund heftiger Böen mit erwarteten Windgeschwindigkeiten von rund 100 Stundenkilometern entschieden die Organisatoren, die letzten sechs Kilometer vor dem Ziel aus dem Etappenplan zu streichen.

Das Feld hat damit nach dem Start in Montpellier noch 178 Kilometer zu absolvieren, der Anstieg auf den "kahlen Riesen" ist noch 9,7 Kilometer lang.

Bei den Fahrern wurde die Änderung mit Wohlwollen aufgenommen. "Für die Sicherheit ist das die richtige Entscheidung. Wir müssen uns bei den Organisatoren bedanken", sagte der britische Gesamtführende Christopher Froome, 2013 am Ventoux Etappensieger.

Tony Martin kannte die Zieleinfahrt nicht

Vor dem 12. Teilstück vergrößerte Chris Froome seinen Vorsprung durch seinen zweiten Platz in Montpellier noch einmal. Der Kolumbianer Nairo Quintana liegt auf Rang vier bereits 35 Sekunden zurück. Und er will unbedingt den Sieg auf dem unbarmherzigen Berg: "Der Ventoux ist ein Mythos im Radsport und jeder will dort gewinnen, wie es die Allergrößten schon geschafft haben."

Tony Martin war schon mal kurz davor. Bei seiner ersten Tour kam er 2009 auf den zweiten Platz.

Duell zwischen Froome und Quintana erwartet

Die letzten Meter kennt der 31-Jährige. Vor dem erneuten Sturm auf den windigen Berg aber denkt Martin vor allem an die 37,5 Kilometer, die am nächsten Tag folgen: Einzelzeitfahren in Bourg-Saint-Andéol. Dort will der dreimalige Weltmeister den Kampf gegen die Uhr gewinnen und seinen ersten Etappensieg verbuchen.

Bei der verkürzten Ankunft auf der Höhe des Chalet Reynard dürften vermutlich andere triumphieren. Vieles deutet auf das Duell zwischen dem führenden Froome und Quintana hin. Nach dem 1912 Meter hohen Mont Ventoux kommen die Alpen, wo Quintana Froome im vergangenen Jahr angezählt hatte. Die Prachtstraße Champs Elysées, die auch den Sieger der 103. Auflage zur Champagner-Fahrt empfängt, ist noch weit weg.

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Ventoux "macht ihnen Gänsehaut"

Vor allem Jubel kommt die Qual. Den Mont Ventoux in Angriff zu nehmen, "schwächt die Beine und blockiert die Lungen über alles Definierbare hinaus", heißt es auf der Website der Tour. Er erhebt sich aus der grünen und hügeligen Landschaft der Provence. Dieser majestätische Berg, der sein brutales Gesicht erst auf den letzten Kilometern offenbart. Keine Bäume mehr, keine Pflanzen mehr, nichts Grünes, nur noch karges lebloses Grau. "Er macht ihnen allen eine Gänsehaut!", schreibt die Tour.

Es ist nicht nur sein bloßer Anblick, es ist auch seine Geschichte. 1967 kam der Brite Tom Simpson an dem Berg ums Leben. Der damals 29-Jährige strampelte dem Sieg entgegen, auf den letzten Kilometern fuhr Simpson plötzlich Schlangenlinien. 1500 Meter vor dem Ziel fiel er von seinem Rad. Er starb wenig später in einem Krankenhaus in Avignon. Simpson hatte sich mit Amphetaminen und hochprozentigem Alkohol vollgepumpt, um den kahlen Berg zu bezwingen.

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