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Tour de France 2016: Zakarin gewinnt 17. Etappe, Froome baut Führung aus

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Froome baut Führung aus  

Russischer Solosieg in den Schweizer Alpen

20.07.2016, 21:06 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Tour de France 2016: Zakarin gewinnt 17. Etappe, Froome baut Führung aus. Russischer Etappensieg bei der Bergankunft in Finhaut-Emosson: Ilnur Zakarin (Quelle: Reuters)

Russischer Etappensieg bei der Bergankunft in Finhaut-Emosson: Ilnur Zakarin (Quelle: Reuters)

Solosieg in 1960 Metern Höhe: Ilnur Zakarin (Katusha) hat die erste Bergankunft in den Alpen der 103. Tour de France gewonnen. Ein mehrfacher Etappensieger der vergangenen Jahre und Zeitfahrspezialist beendet die Tour vorzeitig.

Der 26 Jahre alte Russe Zakarin konnte die 184,5 Kilometer lange 17. Etappe von Bern nach Finhaut-Emosson als Solist für sich entschieden. Knapp sechs Kilometer vor dem Ziel hatte sich Zakarin von seinem kolumbischen Fluchtgefährten Jarlinson Pantano (IAM) absetzen können.

Der Sieger der 15. Etappe belegte mit 55 Sekunden Rückstand Platz zwei. Dritter wurde der Pole Rafal Majka (Tinkoff), der das Gepunktete Trikot des besten Bergfahrers erfolgreich verteidigte.

"Ich bin wirklich glücklich, das ist ein großartiges Resultat", sagte Tagessieger Sakarin, der beim Giro d'Italia in einer Abfahrt schwer gestürzt war und dabei wie durch ein Wunder nicht lebensbedrohlich verletzt wurde.

Froome baut Führung weiter aus

Titelverteidiger Christopher Froome (Sky) erreichte gemeinsam mit seinem einstigen Edelhelfer Richie Porte (BMC) acht Minuten nach Zakarin das Tagesziel und verteidigte ebenfalls souverän sein Gelbes Trikot des Gesamtführenden.

"Es war eine so eine harte Etappe nach dem Ruhetag, über das Ergebnis bin ich natürlich sehr glücklich", sagte Froome, der seinen Teamkollegen dankte: "Es hat mir viel Selbstvertrauen gegeben. Wir haben ein konstant hohes Tempo angeschlagen."

Eine weitere Schlappe erlitt indes der Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar), eigentlich als größter Herausforderer von Froome ins Rennen gegangen. Ebenso verloren auf den letzten zwei Kilometern der Etappe der bisherige Gesamt-Zweite Bauke Mollema (Trek) sowie Adam Yates (Orica) den Kontakt zum Träger des "Maillot jaune". Mollema verlor noch einmal 40 Sekunden und hat nun 2:27 Minuten Rückstand auf Froome.

Cancellara beendet Tour

Der Schweizer Radprofi Fabian Cancellara beendete seine letzte Tour de France vorzeitig. Seine Mannschaft Trek Segafredo gab dies nach der Etappe bekannt.

"Es war keine leichte Entscheidung, aber die richtige", sagte der 35-Jährige: "Ich fühle mich müde." Er brauche Erholung, um sich dann auf die Olympischen Spiele vorzubereiten.

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Der Weltmeister hat im Schlusssprint der 16. Etappe in Bern knapp das Rad vorne. Video

Buchmann bester Deutscher

Die deutschen Fahrer hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun, als Bester landete der Ravensburger Emanuel Buchmann (Bora-Argon 18) auf Rang 34. "Ich konnte recht lange mithalten, die Beine wurden im Lauf der Etappe besser", sagte er nicht unzufrieden in der ARD.

Movistar um Quintana hatte diesmal am vorletzten Berg Col de la Forclaz etwas Initiative übernommen. "Wenn wir nicht angreifen, haben wir schon verloren", hatte Sportdirektor José Luis Arrieta gesagt. Doch lang blieben sie nicht vorn. Zu erdrückend war die Sky-Phalanx, die nur Astana mit Fabio Aru und Ex-Tour-Champion Vincenzo Nibali zeitweise ein wenig zu durchbrechen vermochte.

14 Ausreißer bestimmen das Rennen

14 Fahrer, darunter der Träger des Bergtrikots Rafal Majka und Sakarin, hatten Sky und Froome gewähren lassen. Zeitweise betrug der Vorsprung der Ausreißer über 13 Minuten. Auf den letzten 35 Kilometern und den harten Anstiegen zum Col de la Forclaz sowie ins Ziel zeichneten sich zwei Rennen ab - eines um den Tagessieg und eines um die Minuten für die Gesamtwertung.

Quintana hatte schon vor dem scharfen Start des 17. Teilstücks in Bern einen Dämpfer wegstecken müssen. Bei einem Sturz in der neutralisierten Rennphase zog sich Quintanas Helfer Gorka Izagirre einen Schlüsselbeinbruch zu und musste aufgeben.

Die deutschen Radprofis kämpften überwiegend im Gruppetto gegen das Zeitlimit. Nur Tony Martin fiel ein wenig auf, weil er nach seinem langen Ausreißversuch vom Montag zusammen mit Teamkollege Julian Alaphilippe die rote Startnummer für den kämpferischsten Fahrer des letzten Teilstücks tragen durfte.

Bergzeitfahren im französischen Hochgebirge

Auf die Schweizer Alpen folgt der französische Teil des Hochgebirges. Und für Froome sieht beim Bergzeitfahren zwischen Sallanches und Megève alles nach einer weiteren Demonstration aus, wenn sich der Brite so unantastbar präsentiert wie etwa beim ebenfalls anspruchsvollen ersten Kampf gegen die Uhr. Dann sollte Froome auch auf den verbleibenden Alpen-Etappen nicht zu gefährden sein.

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