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Tennis: Martina Hingis verabschiedet sich vom aktiven Sport

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Tennis  

Tränen lügen nicht

03.11.2007, 14:00 Uhr

Martina Hingis (Foto: Reuters)Martina Hingis (Foto: Reuters) Das Schweizer Pendant zur "Bild"-Zeitung, der "Blick", schrieb von einem "Märchen ohne Happy-End". Martina Hingis, beste eidgenössische Tennisspielerin aller Zeiten, verabschiedete sich unter Tränen vom aktiven Sport. Das plötzliche Ende ihrer Laufbahn wird überschattet von einer positiven Dopingprobe. Hingis soll sich mit Kokain aufgeputscht haben. Während des Wimbledonturniers wurde der Missbrauch entdeckt, den die 27-Jährige vehement bestreitet. Ihre Anwälte glauben gar nicht, dass der Dopingtest ihrer Mandantin zuzuordnen sein. Also womöglich das Werk einer geheimnisvollen Doping-Mafia? Es erinnert an Dieter Baumann und die böse Zahnpastatube.

Die Daum-Reaktion


Die Spekulationen schossen am Tag nach der kurzen, so oder so aber bewegenden Pressekonferenz des vermeintlich gefallenen Superstars ins Kraut. Hingis erklärte, wie einst der Beinahe-Bundestrainer Christoph Daum: "Als ich die Vorwürfe gehört habe, ließ ich sofort eine Haarprobe machen." Nur: Im Falle des heutigen Kölner Cheftrainers ging der Aktionismus nach hinten los. Daum überführte sich selbst. Hingis hingegen konnte mitteilen: "Das Ergebnis war negativ, das selbe Resultat, das ich in den vergangenen zwölf Jahren bei allen Kontrollen hatte."

Keinen Kampf gegen Windmühlen führen


Was wird folgen? Eine Aneinanderreihung von Proben, Gegenproben, Kontrollen und Gutachten. Hingis scheint nicht nur das reine Gewissen, sondern die Wahrheit auf ihrer Seite zu haben, wenngleich die B-Probe aus Wimbledon den Verdacht gegen sie bestätigt und erhärtet hatte. "Ich habe mich beraten lassen, dass sich so ein Streit über Jahre hinziehen kann. Und ich will nicht soviel Zeit damit verbringen, gegen die Anti-Doping-Instanzen kämpfen zu müssen", ließ die frühere Nummer eins der Tenniswelt wissen.

Sperre steht im Raum


Der gebürtigen Slowakin droht bei einer Bestätigung der Dopingprobe eine Sperre. Das wirft nicht nur die Frage auf, ob ein zurückgetretener Sportler überhaupt zu sperren ist. Vor allem gibt das seltsame Zusammenfallen ihrer Demission mit dem vermeintlichen Nachweis des Kokainmissbrauchs Rätsel auf. Definitiv scheint Hingis den passenden Zeitpunkt, ihre zumeist glänzende Karriere auch glänzend zu beenden, verpasst zu haben. Das belegen ihre Resultate der vergangenen Monate. Der sportliche Zenith ist überwunden. Das verschwieg die häufig verletzte Hingis auch während der Pressekonferenz nicht.

Kokain keinerlei Hilfe


Sie unterstrich zudem deutlich, dass an ihrem sportlichen Ist-Zustand auch die Unterstützung des Kokains nichts verändert hätte. "Es wird gesagt, Kokain steigere das Selbstbewusstsein und rufe eine Art von Euphorie hervor", zitierte sie die Online-Ausgabe des englischen Blattes "The Times". In diesem Zustand jedoch sei es ihr unmöglich, mutmaßte die 43-malige Gewinnerin eines Einzelturniers, einen Ball auch nur zu treffen. "Ich denke, es wäre unter Drogeneinfluss für jeden schlicht unmöglich, die koordinativen Abläufe zu erhalten, die im Weltklassetennis gefragt sind."

Wilander schon vor über einem Jahrzehnt gesperrt


Den Kokainverdacht hat die Rückkehrerin des Jahres 2006 im Tennis übrigens genauso wenig exklusiv für sich wie die offensichtliche Fehlterminierung ihres Abtritts. Der ehemalige Weltranglistenerste Mats Wilander - wie Hingis kurioserweise Tennisexperte beim TV-Sender "Eurosport" - musste sich ebenfalls Vorwürfe gefallen lassen. Der Schwede war 1995 gemeinsam mit seinem Doppelpartner Karel Novacek positiv auf Kokain getestet worden. Beide Spieler wurden daraufhin gesperrt.


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