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Tennis - Australian Open: Tsonga ringt Nadal nieder

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Tennis - Australian Open  

Überraschung: Tsonga ringt Nadal nieder

12.02.2010, 21:35 Uhr | dpa

Im Finale der Australian Open: Jo-Wilfried Tsonga (Foto: Reuters)Im Finale der Australian Open: Jo-Wilfried Tsonga (Foto: Reuters) Jo-Wilfried Tsonga hat auch vor dem Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal keinen Respekt gezeigt und seinen überragenden Auftritt bei den Australian Open mit dem Einzug in das Endspiel gekrönt. Der 22 Jahre alte Franzose demontierte den dreimaligen French-Open-Champion in nicht einmal zwei Stunden mit 6:2, 6:3, 6:2 und steht zum ersten Mal in seiner Karriere im Finale eines Grand-Slam-Turniers. Dort trifft die Nummer 38 der Weltrangliste am Sonntag auf Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz oder den Serben Novak Djokovic. "Das ist unglaublich, ich habe eine Gänsehaut. Heute konnte mich nichts aufhalten", sagte Tsonga unter dem Jubel der 15.000 Zuschauer in der Rod Laver Arena.

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Jetzt unter den Top 20 der Welt

Der Franzose mit dem Spitznamen Muhammad Ali nimmt erst zum fünften Mal überhaupt an einem Grand-Slam-Turnier teil und ging als ungesetzter Spieler ins Turnier. Vor Nadal bezwang er den an Nummer neun gesetzten Schotten Andy Murray, den Franzosen Richard Gasquet (Nummer acht der Setzliste) und im Viertelfinale den Russen Michail Juschni. Durch den Einzug in das Endspiel wird Tsonga in der Weltrangliste erstmals unter die Top 20 klettern.

"Tsonga Tsunami"

"Es ist ein Tsonga Tsunami", hatten Fans in englischer Sprache auf ein Plakat gepinselt - und tatsächlich fegte der Überraschungsmann des Turniers auch über die Nummer zwei der Tennis-Welt wie ein Orkan hinweg. Wie wenig Respekt er vor großen Namen hat, bewies Tsonga vom ersten Ballwechsel an. Nach schneller 1:0-Führung nahm er dem ein Jahr jüngeren Linkshänder aus Mallorca gleich das erste Aufschlagspiel ab. 32 Minuten dauerte der erste Satz, 50 Minuten der zweite und 35 der dritte. Beim ersten Matchball beendete er mit einem Ass das unerwartet ungleiche Duell.

"Das ist ein Traum für mich"

Tsonga galt früh als vielversprechendes Talent, wurde aber immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. 2004 zwang ein Bandscheibenvorfall den 1,88 Meter großen und 90 Kilogramm schweren Athleten aus Le Mans zu fünf Monaten Pause. Später kamen Schulterprobleme und eine Bauchmuskelverletzung hinzu. Erst 2007 bewegte er sich beschwerdefrei über den Platz und machte erstmals mit dem Achtelfinal-Einzug in Wimbledon und seinem ersten Halbfinale auf der ATP-Tour in Lyon auf sich aufmerksam. "Das ist ein Traum für mich. Mal schauen, was jetzt im Finale passieren wird", sagte Tsonga.

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