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Drei Matchbälle vergeben: Haas wieder früh raus

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ATP-Turnier in San José  

Drei Matchbälle vergeben: Haas wieder früh raus

22.02.2008, 09:14 Uhr | dpa

Thomas Haas (Foto: dpa)Thomas Haas (Foto: dpa) Thomas Haas tritt nach seiner langen Verletzungspause auf dem angestrebten Weg zurück in die Weltspitze auf der Stelle. Beim Hallen-Tennisturnier in San Jose musste der 29-Jährige im dritten ernsthaften Spiel seit seiner Schulter-Operation am 16. November erneut einen Rückschlag hinnehmen. Nach drei vergebenen Matchbällen musste sich der an Nummer drei gesetzte Haas im Achtelfinale der mit 436.000 Dollar dotierten Veranstaltung dem Amerikaner John Isner mit 6:4, 6:7 (6:8), 3:6 geschlagen geben.

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Schon die zweite Niederlage gegen Isner

"Das ist natürlich sehr enttäuschend", sagte der Wahl-Amerikaner nach der Pleite in etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit. "Du hast die Chance zur Revanche und drei Matchbälle am Stück - aber das ist halt Tennis." Das bislang einzige Duell gegen den 2,06 Meter großen Aufschlag-Riesen aus den USA hatte Haas im vergangenen Jahr in Washington ebenfalls verloren. Auch Denis Gremelmayr verpasste das Viertelfinale. Der Linkshänder schied nach einem 7:6 (7:4), 3:6, 3:6 gegen Isners Landsmann Mardy Fish aus.

Hält die Schulter?

Trotz der am Ende unglücklichen Niederlage stellt sich nun mehr und mehr die Frage, ob - und vor allem wann - es der in der Weltrangliste auf Position 26 abgerutschte Haas wieder ganz nach oben schafft und und ob seine Schulter den neuerlichen Belastungen standhält. Bei seinem Comeback in Delray Beach/Florida war Haas vor eineinhalb Wochen bereits in der ersten Runde am Argentinier Diego Hartfield gescheitert. In San Jose hatte er zum Auftakt den Amerikaner Robert Kendrick in drei Sätzen besiegt, zuvor allerdings in einem Schaukampf eine klare Zweisatz-Niederlage gegen Tennis-Rentner Pete Sampras kassiert. Dabei benötigt Haas nichts dringender als Spielpraxis - schließlich will er im April unbedingt das deutsche Team im Davis-Cup-Viertelfinale gegen Spanien anführen.

Davis-Cup-Teilnahme noch unklar

"Es ist noch zu früh zu sagen, ob er dabei sein kann", sagte Teamchef Patrik Kühnen. "Es ist gut, dass Tommy wieder spielt und auf der Tour ist. Und es ist auch nicht unnormal, dass es noch nicht ganz so rund läuft." Beim Turnier in Dubai in der ersten März-Woche werde er "genug Zeit für Gespräche" mit seiner Nummer eins haben, erklärte Kühnen.

Aufschlag noch schwach

Immerhin präsentierte sich Haas verbessert, zeigte aber bei 6:3-Führung im Tiebreak Nerven und konnte drei Chancen zum Matchgewinn nicht nutzen. Auch der eigene Aufschlag ließ ihn noch zu oft im Stich, so dass er sich am Ende den 22 Assen seines Gegners geschlagen geben musste. "Die ehemalige Nummer zwei der Welt zu schlagen, ist großartig", sagte der Weltranglisten-106. Isner, räumte aber auch ein: "Ich weiß, dass er nicht bei einhundert Prozent ist."

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