Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Tennis >

Kiefer holt den Ehrenpunkt gegen Spanien

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Tennis - Davis Cup  

Kiefer holt den Ehrenpunkt gegen Spanien

13.04.2008, 20:25 Uhr | dpa

Nicolas Kiefer im Davis-Cup-Match gegen Spanien (Foto: dpa)Nicolas Kiefer im Davis-Cup-Match gegen Spanien (Foto: dpa) Lehrgeld gezahlt, aber Sympathien gewonnen: Die deutschen Tennisprofis haben die erwartet klare Niederlage gegen Spanien kassiert und sind im Viertelfinale aus dem Davis Cup ausgeschieden. Zum befürchteten Offenbarungseid gegen den von Rafael Nadal angeführten Pokal-Favoriten kam es in Bremen allerdings nicht - und auch nicht zu Streit und Missgunst zwischen den Führungskräften Philipp Kohlschreiber und Nicolas Kiefer. Nachdem das Aus schon nach der Niederlage im Doppel am Vortag besiegelt war, erkämpfte Kiefer im letzten Spiel gegen Feliciano Lopez den einzigen Punkt für das deutsche Team.

Viertelfinal-Aus Ein Fünfsatz-Krimi ohne Happy-End
Viertelfinale Dawidenko besiegelt Russlands Sieg

Kiefer besiegt Lopez im letzten Match

"Jetzt holt Spanien auch den Pokal", sagte Teamchef Patrik Kühnen, der am unbedeutenden Schlusstag statt des ausgelaugten Kohlschreibers Michael Berrer einsetzte. Auch der Stuttgarter schaffte beim 6:2, 6:7 (5:7), 4:6 gegen Nadal-Ersatz Verdasco den ersten Punkt nicht. Das blieb "Rückkehrer" Kiefer beim 6:4, 7:6 (7:2) gegen den nach einer Siegesnacht müden Lopez zum 1:4-Endstand vorbehalten.

Aktuell Weltrangliste der Herren
Aktuell Weltrangliste der Damen

Trotz Niederlage: Zuschauer feierten deutsches Doppel

Das längste Doppel der deutschen Cup-Geschichte mit "Leitwolf" Kohlschreiber und Philipp Petzschner ging in einem Fünfsatz-Krimi mit 7:6 (7:3), 6:7 (1:7), 4:6, 6:2, 10:12 gegen Fernando Verdasco und Feliciano Lopez verloren. Gefeiert aber wurden die Verlierer der 4:45 Stunden langen Achterbahnfahrt der Gefühle von den stimmgewaltigen Bremer Zuschauern, die nach den Auftaktpleiten von Kiefer gegen Nadal und Kohlschreiber gegen David Ferrer ohnehin keine Sensation mehr erwartet hatten.

Kritik an Philipp Kohlschreiber

"Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt", sagte der bitter enttäuschte Kohlschreiber. Das Philipp-Duo hatte nach anfänglichem Schlendrian zu einer Leistung gefunden, die im zweiten gemeinsamen Einsatz niemand von ihnen erwartet hatte. "Aus Niederlagen lernt man, auch wenn sie bitter sind." Schon tags zuvor hatte Kohlschreiber leise anklingen lassen, dass er sich als "kleinen Favoriten" sehe. Kritisiert wurde der als Haas-Nachfolger um Führungsstil bemühte Augsburger für dieses ehrliche Statement - und nicht nur dafür.

Kühnen: Als Team auftreten

Sonderrechte würde er beanspruchen und die Kollegen mit seiner auf Leistung basierenden Prämienregelung gegen sich aufbringen. Kiefer, Petzschner und auch der Vierte im Bremer Bunde, Michael Berrer, bestätigten die von außen ins Team getragenen Vorwürfe nicht. Von "konstruierten Geschichten" sprach Kapitän Kühnen, der es verstand, die Stimmung in seiner jungen Mannschaft nicht stören zu lassen. "Wichtig ist, dass wir als Team auftreten", sagte Kiefer.

Kühnen hofft auf Thomas Haas im nächsten Jahr

Der 30-jährige Kiefer bemühte sich redlich um Harmonie und darum, keine Angriffsfläche zu bieten. Was ihm leicht fiel, zumal er mit Kohlschreiber bald auch bei Olympia im Doppel aufschlagen will. Und was ihm eine erneute Berufung zum World Team Cup in Düsseldorf (18. bis 24. Mai) einbrachte. "Fest nominiert sind Kohlschreiber, Kiefer und Petzschner", verriet Kühnen, der auf Thomas Haas "vielleicht im nächsten Jahr" hofft. An diesem Montag spielt der Hamburger an Nummer zwei gesetzt in Houston/Texas.

Endlich wieder Davis-Cup-Atmosphäre

Rufe nach Doppel-Spezialist Alexander Waske, der im Fernsehen Profundes zu berichten wusste, wurden in Bremen auch nicht laut. Dafür zeigte Petzschner in dem "dramatischen Doppel mit unglücklichem Ausgang" (Kühnen) eine zu gute Leistung. "Ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt. Aber es war geil, vor diesem Publikum zu spielen", schwärmte er. Auch Kühnen war froh, "wieder Davis-Cup-Atmosphäre gespürt zu haben. Schade, dass es bis zum nächsten Match ein Jahr dauert", sagte der Coach.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal