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Peinliche Pleite in Argentinien

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Tennis  

Peinliche Pleite in Argentinien

27.04.2008, 21:49 Uhr | dpa

Absteiger: Fed-Cup-Teamchefin Rittner (r.) mit Kerber (Foto: dpa)Absteiger: Fed-Cup-Teamchefin Rittner (r.) mit Kerber (Foto: dpa) Die deutschen Tennis-Damen haben sich auf dem langsamen Sand von Buenos Aires blamiert und sind im Fed Cup nur noch zweitklassig. Die Auswahl von Teamchefin Barbara Rittner verlor das Relegationsduell in Argentinien mit 2:3 und steigt damit in die Weltgruppe II ab. Den entscheidenden dritten Punkt für die Argentinierinnen steuerte im "Pilara Tenis Club" Betina Jozami bei, die Angelique Kerber aus Kiel am Sonntag mit 6:3, 6:1 deklassierte.

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Neuer Angriff im nächsten Jahr

"Das bessere Team hat gewonnen. Wir sind natürlich sehr enttäuscht und werden nächstes Jahr versuchen, in die Weltgruppe zurückzukehren", sagte die völlig frustrierte Bundestrainerin nach der zumindest in dieser Deutlichkeit unerwarteten Pleite. Das bedeutungslose abschließende Doppel gewannen Sabine Lisicki und Jasmin Wöhr gegen Jorgelina Cravero und Betina Jozami 6:0, 1:6, 7:6 (7:2). Im Finale empfängt Spanien im September Titelverteidiger Russland.

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Kerber ersetzt Lisicki

Die in der Weltrangliste auf Position 79 notierte Kerber ersetzte kurzfristig die ursprünglich vorgesehene Sabine Lisicki. Doch die 20-Jährige wurde von der Nummer 189 der Tennis-Welt in 71 Minuten geradezu demontiert. Zuvor hatte die erstmals seit zwei Jahren wieder nominierte Martina Müller das Duell der Top-Spielerinnen gegen Gisela Dulko ebenso klar mit 2:6, 4:6 verloren und das Team des Deutschen Tennis Bundes (DTB) auf die Verliererstraße gebracht.



"Martina kann sich nichts vorwerfen"

"Dulko hat fast fehlerfrei gespielt. Martina kann sich nichts vorwerfen", sagte Barbara Rittner. Zwei Tage nach ihrem 35. Geburtstag war der Teamchefin nicht nach Feiern zumute. Mit einem taktischen Kniff versuchte die Bundestrainerin das Blatt zwar noch zu wenden und ersetzte die am Samstag schwache Lisicki durch Kerber.

Die Hoffnungen erfüllen sich nicht

Die deutsche Nachwuchshoffnung, die bei den Australian Open mit dem Drittrunden-Einzug für Furore gesorgt und bei ihrem Fed-Cup-Debüt in den USA Anfang Februar die frühere Nummer eins Lindsay Davenport geschlagen hatte, war mit den Bedingungen auf dem langsamen Sand überhaupt nicht zurechtgekommen und hatte gegen Dulko 2:6, 2:6 verloren. "Jetzt steht Angi mit dem Rücken zur Wand", hatte Rittner vor dem vierten Einzel noch gesagt - doch die Hoffnung auf eine Wende und die Rettung ins abschließende Doppel erfüllten sich nicht.

"Enger als das Ergebnis aussagt"

Kerber unterliefen 35 Fehler gegen die 19 Jahre alte Fed-Cup-Debütantin Jozami. Sie verschlechterte ihre Bilanz auf drei Niederlagen in drei Einsätzen. Auch Martina Müller, die erstmals seit zwei Jahren nach dem Streit mit dem DTB und Rittner wieder im deutschen Aufgebot stand, war nach ihrem Sieg gegen Jorgelina Cravero am Auftakttag gegen Dulko chancenlos. "Es war enger, als es das Ergebnis aussagt", sagte Dulko - ein schwacher Trost für das deutsche Team, das sich wie vor zwei Jahren nach der Niederlage in China wieder durch die Mühen der Weltgruppe II nach oben kämpfen muss.

Spanien über China ins Finale

Von einem Endspiel ist die Rittner-Auswahl weiter entfernt denn je. Für das Finale qualifizierten sich die Spanierinnen durch ein 4:1 in China 4:1, Russland mit einem 3:2 gegen die ersatzgeschwächten USA.

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