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Kiefer verliert Nerven-Krimi gegen Seppi

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Tennis  

Kiefer verliert Nerven-Krimi gegen Seppi

16.05.2008, 21:56 Uhr | dpa

Nicolas Kiefer (Foto: dpa)Nicolas Kiefer (Foto: dpa) Nicolas Kiefer hat sein erstes Halbfinale auf Sand verpasst und ist als letzter deutscher Tennisprofi am Rothenbaum ausgeschieden. In einer Achterbahnfahrt der Gefühle gegen den Italiener Andreas Seppi wurde der Publikumsliebling von den 11.800 Hamburger Zuschauern bei dem Masters-Turnier zwar wieder unermüdlich und lautstark angefeuert, doch auch das konnte ihm keine Flügel verleihen. Nach einer Aufholjagd schien das Pendel am Ende des zweiten Satzes zugunsten Kiefers auszuschlagen, doch im Schlussspurt versagten dem zum Matchgewinn servierenden Hannoveraner die Nerven und Seppi hatte mit 6:3, 5:7, 7:5 das glücklichere Ende für sich.

Wut Kohlschreiber nach Fehlentscheidung raus

Kiefer: "Habe alles riskiert"

"Beides war heute möglich. Bälle die in den letzten Tagen drin waren, sind heute draußen gelandet. Natürlich bin ich enttäuscht. Aber ich kann mir keine Vorwürfe machen, denn ich habe alles riskiert", sagte Kiefer nach der 3:13 Stunden dauernden Quälerei ohne Happy End. Als Trostpflaster konnte der Davis-Cup-Spieler 46.000 Euro Preisgeld einstecken und die Gewissheit, kommende Woche wieder bester deutscher Tennisprofi in der Weltrangliste zu sein.

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Federer ohne Mühe weiter

Der verletzte Thomas Haas bleibt allerdings der letzte Deutsche, der am Rothenbaum ein Halbfinale erreicht hat. Das war 1997 und ging für den gebürtigen Hamburger gegen den Spanier Felix Mantilla verloren. Letzter deutscher Sieger in der Hansestadt war 1993 Michael Stich. Der Südtiroler Seppi ("Dass das Publikum gegen mich war, hat mich nicht gestört") trifft an diesem Samstag in der Vorschlussrunde auf Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz, der den Spanier Fernando Verdasco mit 6:3, 6:3 ausschaltete.

Djokovic trifft auf Nadal

Ein Knaller verspricht das andere Semifinale bei der mit 2,27 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung zu werden. Der Serbe Novak Djokovic qualifizierte sich durch einen 6:2, 6:3-Erfolg gegen den Spanier Albert Montanes für die Runde der letzten Vier. Dort geht es für den Rom-Sieger gegen Rafael Nadal auch um Platz zwei der Weltrangliste, den Sandkönig Nadal nur bei einem Sieg verteidigt. Der Spanier setzte sich im Duell der Mallorquiner gegen Carlos Moya mit 6:1, 6:3 durch.

Nervöser Beginn von Kiefer

"Alle Welt glaubt, dass es ein leichtes Spiel wird. Aber ich glaube das nicht", hatte sich Kiefer vor dem ersten Vergleich mit dem in der Weltrangliste zwei Plätze schlechter eingestuften Seppi eingetrichtert. Wie richtig dies war, zeigten die ersten Ballwechsel, in denen es der Niedersachse seinem Gegenüber aber auch leicht machte. Schwache Aufschläge wechselten mit ungenauen Schlägen.

Schrecksekunde nach Sturz

An Kampfgeist mangelte es dem Weltranglisten-41 zwar nicht, aber das Spiel wenden konnte er allein dadurch nicht. Im an Spannung kaum zu überbietenden dritten Durchgang stockte den Zuschauern der Atem, als Kiefer auf die rechte Hand stürzte. Erinnerungen wurden wach an die Verletzung von den French Open, die ihn ein Jahr außer Gefecht gesetzt hatte. Aber eine Schmerztablette reichte.

Fußverletzung hemmt Verdasco

"Ich habe versucht, schnell und aggressiv zu spielen. Aber das war gegen Fernando nicht immer so einfach", sagte Federer, der nach seinem fünften Titel am Rothenbaum greift. In dem nur 80 Minuten dauernden Match gegen Verdasco zeigte sich seine im Vergleich zum Vorjahr noch ausgeprägtere Dominanz. Der im ATP-Computer 28 Plätze schlechter notierte Spanier mühte sich redlich und biss auf die Zähne, als er sich Mitte des zweiten Satzes den Fuß vertrat. "Das war natürlich Pech für ihn", sagte der 26-jährige Federer.

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