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French Open finden ohne Tommy Haas statt

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Tennis  

French Open finden ohne Tommy Haas statt

23.05.2008, 16:51 Uhr | dpa

Muss in Paris passen: Thomas Haas (Foto: imago)Muss in Paris passen: Thomas Haas (Foto: imago) Thomas Haas wird auch beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres fehlen. Nachdem der 30-jährige Dauerpatient bereits seine Teilnahme an den Australian Open Anfang des Jahres wegen der chronischen Schulterbeschwerden abgesagt hatte, kam nun das wenig überraschende Aus für die French Open. "Er hat beschlossen, nicht nach Paris zu kommen", sagte eine Roland-Garros-Sprecherin nach der Auslosung.

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Harter Brocken für Kohlschreiber

Auch bei der Ziehung der Erstrunden-Gegner für das bedeutendste Sandplatz-Turnier der Welt hatten die deutschen Tennisprofis wenig Glück. Der laut Weltrangliste derzeit beste deutsche Spieler Philipp Kohlschreiber trifft zum Auftakt auf den an Nummer neun gesetzten Stanislas Wawrinka aus der Schweiz, Nicolas Kiefer muss sich mit dem unbequemen Finnen Jarkko Nieminen auseinandersetzen. "Eine schwere Aufgabe für Kohli, aber zu schaffen", kommentierte Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen beim World Team Cup in Düsseldorf das Los für den 24-Jährigen. "Für die erste Runde ist das ein harter Brocken." Wawrinka kletterte in der Rangliste zuletzt bis auf Platz zehn und ist auf der roten Asche ein gefährlicher Gegner. Wie man ihn schlägt, bewies allerdings erst vor wenigen Tagen Kohlschreibers Nationalmannschaftskollege Kiefer am Rothenbaum.

Aktuell Weltrangliste der Herren
Aktuell Weltrangliste der Damen

Daniel Brands gibt Grand-Slam-Debüt

Noch heftiger erwischte es Denis Gremelmayr, Rainer Schüttler und Benjamin Becker. Gremelmayr bekommt es mit Australian-Open-Sieger Novak Djokovic aus Serbien zu tun. Er dürfte gegen den Weltranglisten-Dritten ebenso chancenlos sein wie Schüttler gegen den US-Amerikaner James Blake und Becker gegen Michail Juschni aus Russland. Das bislang neunköpfige deutsche Herren-Aufgebot komplettieren Mischa Zverev (gegen einen Qualifikanten), Michael Berrer (gegen den Spanier Marcel Granollers), Florian Mayer (gegen Fabrice Santoro aus Frankreich) und der 20-jährige Grand-Slam-Debütant Daniel Brands, der sich mit drei Siegen in der Qualifikation ins Hauptfeld kämpfte.

Lisicki kämpft noch um Olympia

Bei den Damen spielt die deutsche Hoffnungsträgerin Sabine Lisicki bei der mit 15,265 Millionen Euro dotierten Veranstaltung an der Porte d'Auteuil gegen Jelena Wesnina aus Russland. "Das ist eine gefährliche Auslosung. Kein großer Name, eine gute Spielerin, die Sabine allerdings schlagen kann", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner über die in der Weltrangliste auf Position 84 bestplatzierte Deutsche. Die 18-jährige Fed-Cup-Spielerin kämpft in den kommenden zwei Wochen auch noch um die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Neben Lisicki, die bei ihrem Grand-Slam-Debüt in Australien mit dem Einzug in die dritte Runde für Furore gesorgt hatte, stehen bislang Martina Müller, Angelique Kerber und Sandra Klösel im Hauptfeld.

Keine Turnierteilnahme mehr seit Ende April

Dass sich Haas die Quälerei auf der ungeliebten roten Asche nicht antun würde, war zu erwarten. Zwar hatte er zuletzt verkündet: "Sofern mein Körper mitmacht, werde ich bald wieder auf Tour sein. Mein Ziel sind die French Open, diese kommen aber in Riesenschritten näher." Seit seiner Erstrunden-Aufgabe Ende April in Monte Carlo hat Haas kein Turnier mehr bestritten.

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