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Tennis - French Open  

Nach Becker scheidet auch Brands aus

28.05.2008, 17:14 Uhr | dpa

Gegen Michail Juschni chancenlos: Benjamin Becker (Foto: imago)Gegen Michail Juschni chancenlos: Benjamin Becker (Foto: imago) Die deutschen Tennis-Herren haben sich mit der schlechtesten Bilanz seit 27 Jahren aus Paris verabschiedet. Zum ersten Mal seit 1981 schaffte es kein Spieler aus dem Aufgebot des Deutschen Tennis Bundes (DTB) bei den French Open in Runde zwei. Benjamin Becker und Daniel Brands kassierten bei dem Grand-Slam-Turnier die erwarteten Pleiten Nummer sieben und acht. Als letzte verbliebene DTB-Hoffnung kämpft Sabine Lisicki auf dem roten Sand von Roland Garros um die dritte Runde.

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Kühnen: "Es waren schwere Lose"

"Das Abschneiden ist enttäuschend, auch für mich", sagte Bundestrainer Patrik Kühnen, der noch am Abend zurück nach Deutschland fliegen wollte. "Ich habe eigentlich länger geplant, so kurz war ich noch nie hier." Ohne Thomas Haas und Nicolas Kiefer waren für Philipp Kohlschreiber, Rainer Schüttler & Co. sämtliche Erstrunden-Hürden zu hoch. "Es waren schwere Lose. Die Spieler sind nicht über sich hinausgewachsen, so dass Überraschungen ausgeblieben sind", sagte der Davis-Cup-Teamchef diplomatisch.

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Brands kämpft tapfer

Mit einem Sieg des Hartplatz-Freundes Becker gegen den Russen Michail Juschni hatten ohnehin selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Der 26-Jährige verlor gegen den Weltranglisten-16. glatt in drei Sätzen mit 1:6, 3:6, 6:7 (4:7). Der 20-jährige Grand-Slam-Debütant Brands, der sich als Nummer 200 mit drei Siegen in der Qualifikation ins Hauptfeld gearbeitet hatte, kämpfte gegen Dmitri Tursunow zwar tapfer, musste sich dem 179 Plätze besser notierten Russen aber mit 2:6, 4:6, 5:7 geschlagen geben.

"Daraus kann ich aufbauen"

Brands hakte den ersten Auftritt am Bois de Boulogne als großartige Erfahrung ab. "Das war heute ein schöner Tag für mich", sagte der 1,96-Meter-Hüne. "Ich habe leider verloren, aber hier im Hauptfeld zu stehen, ist bisher mein größter Erfolg. Darauf kann ich aufbauen", sagte Brands, der bislang bei Challenger-Turnieren aufschlug und in der Qualifikation mit einem Sieg über Olympiasieger Nicolas Massu aus Chile aufhorchen ließ.

Lisicki rechnet sich Chancen aus

Sabine Lisicki hatte zuvor mit einer fulminanten Aufholjagd gegen die Russin Jelena Wesnina für einen Hoffnungsschimmer gesorgt. Auch gegen die an Nummer zwölf gesetzte Ungarin Agnes Szavay rechnet sich die 18-Jährige Lisicki Chancen aus. "Ich möchte sehr gerne in die zweite Woche kommen", sagte sie.

Scharapowa hat große Mühe

Nur knapp einer Erstrunden-Blamage entging Titelfavoritin Maria Scharapowa. Die 21-Jährige, seit dem Rücktritt der Belgierin Justine Henin die Nummer eins bei den Damen, siegte beim einzigen Grand-Slam-Turnier, das sie noch nicht gewinnen konnte, mit viel Mühe gegen die ebenfalls aus Russland kommende Jewgenia Rodina mit 6:1, 3:6, 8:6.

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