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Safin zerstört Titel-Hoffnung von Djokovic

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Tennis - Wimbledon  

Safin zerstört Titel-Hoffnung von Djokovic

25.06.2008, 19:08 Uhr | sid, dpa

Novak Djokovic (re.) gratuliert seinem Bezwinger Marat Safin. (Foto: dpa)Novak Djokovic (re.) gratuliert seinem Bezwinger Marat Safin. (Foto: dpa) Mit Rasen-Tennis wie zu Boris Beckers Zeiten hat Mischa Zverev seinen Erfolgsweg in Wimbledon fortgesetzt und wie Kollege Simon Stadler zum ersten Mal in seiner jungen Karriere die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Als Novak Djokovic seine Titelträume gegen den erstarkten Marat Safin nach drei Sätzen gerade begraben hatte, zeigte der Youngster aus Hamburg Juan Carlos Ferrero die Grenzen auf.

Zwar profitierte der 20-Jährige bei seiner überzeugenden Kurzschicht auch von einer Adduktorenblessur des Spaniers, der wie schon zum Auftakt in Roland Garros bei 4:6, 4:6, 1:2-Rückstand aufgab. Doch gegen sein konsequentes Serve-and-Volley fand der French-Open-Sieger von 2003 nie ein wirksames Mittel.

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Auch Stadler in der dritten Runde

"Ich gehe ans Netz, sobald sich die Chance bietet", sagte Fußball-Fan Zverev und kündigte an: "Jetzt nehm' ich mir eine Pizza und schau mir das EM-Halbfinale Deutschland gegen Türkei an." Knapp wurde es am Abend für Simon Stadler, der erst kurz vor dem Abpfiff seinen 3:6, 6:3, 6:1, 6:7 (5:7), 8:6-Erfolg gegen Thomaz Bellucci aus Brasilien unter Dach und Fach brachte. Eine erfolglose Spätschicht hatte dagegen Philipp Petzschner. Der Debütant unterlag dem Kroaten Mario Ancic mit 1:6, 4:6, 7:6 (7:1), 6:4, 3:6. Thomas Haas, Nicolas Kiefer, Benjamin Becker und Rainer Schüttler können Zverev und Stadler in die dritte Runde folgen.

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Jetzt gegen Stanislas Wawrinka

"Mischa hat sehr konstant und solide gespielt", sagte Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen. Und wichtiger noch: "Er hat gesehen, dass er mit Serve-and-Volley erfolgreich ist." In der dritten Runde wartet in dem an Nummer 13 gesetzten Schweizer Stanislas Wawrinka allerdings ein erster dicker Brocken auf den Weltranglisten-92. Zverev war in dieser Saison bei zwölf Turnierstarts auf der ATP-Tour schon achtmal in der ersten Runde gescheitert. Auf der großen Grand-Slam-Bühne hatte er nur bei seinem Debüt im Vorjahr in Melbourne die erste Runde überstanden, danach aber dreimal den Start gründlich verpatzt.

Marat Safin mit alter Stärke

"Was kann ich tun?", sagte Novak Djokovic. Während Ana Ivanovic durch einen 6:7 (2:7), 7:6 (7:3), 10:8-Zittersieg gegen die Französin Nathalie Dechy ein serbisches Desaster verhinderte, kassierte der Weltranglisten-Dritte eine 4:6, 6:7 (3:7), 2:6-Pleite gegen den acht Jahre älteren Safin. Der Russe bewies dabei alte Stärke. "Novak war unter Druck, weil er die Nummer eins werden will. Von mir hat doch niemand etwas erwartet", sagte der zweimalige Grand-Slam-Sieger. Mit stoischer Ruhe hatte er sein Spiel auf dem Center Court durchgezogen und gestützt auf einen starken Aufschlag den an Nummer drei gesetzten Djokovic ständig beschäftigt.

Erstmal wird Djokovic nicht die Nummer eins

Von den Ambitionen, Roger Federer den sechsten Triumph in Wimbledon zu verderben und vom Thron des Brachen-Primus zu stoßen, war wenig zu spüren. "Er spielt zu viele Turniere. Er muss besser planen", sagte Altmeister John McEnroe. Und Boris Becker, der wie "Big Mac" für die BBC kommentierte, meinte: "Marat weiß, wie man auf der großen Bühne spielt. Und es ist gut, dass er wieder stark spielt. Tennis braucht Charaktere wie ihn." Beweisen kann es der Weltranglisten-75. als nächstes gegen Andreas Seppi aus Italien, der in der ersten Runde Tobias Kamke ausgeschaltet hatte. Der Schweizer Federer setzte sich derweil problemlos mit 6:3, 6:4, 7:6 (7:3) gegen den Schweden Robin Söderling durch und trifft nun auf den Franzosen Marc Giquel oder Ilia Bozoljak aus Serbien.

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