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Wimbledon: Williams-Schwestern dominieren

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Tennis  

Williams-Wimbledon: erst Einzel-, dann Doppeltitel

05.07.2008, 19:11 Uhr | dpa

Venus Williams präsentiert die Wimbledon-Trophäe (Foto: Reuters)Venus Williams präsentiert die Wimbledon-Trophäe (Foto: Reuters) Wild entschlossen hat Venus Williams ihren Titel bei den All England Championships in Wimbledon verteidigt und zum fünften Mal die silberne Venus- Rosewater-Trophäe gewonnen. Die 28-Jährige aus den USA gab in London ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Serena im dritten Sister Act bei dem Grand-Slam-Turnier in London erstmals das Nachsehen. Serena Williams hatte in den Jahren 2002 und 2003 auf dem Heiligen Rasen triumphiert.

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Erster Saisonsieg

"Ich kann nicht glauben, dass es jetzt fünf sind", sagte Venus Williams, die hinter Martina Navratilova (neun Titel), Steffi Graf (sieben) und Billie Jean King (sechs) nun die Nummer vier der siegreichen Tennisprofis in Wimbledon ist. Nach einer durchwachsen verlaufenen Saison war es ihr erster Turniersieg des Jahres, nachdem die Weltranglisten-Siebte wie ihre Schwester bei den Australian Open im Viertelfinale und bei den French Open sogar schon in der dritten Runde gescheitert war. Umgerechnet 947.000 Euro strich die Siegerin ein, ihre Schwester bekam die Hälfte.

Serena mit dem besseren Start

Venus Williams musste zunächst allerdings einen verschlafenen Beginn wiedergutmachen. Denn die einen Platz besser eingestufte Serena trumpfte mächtig auf und spielte so druckvoll auf, als wolle sie schon in den ersten Ballwechseln für klare Verhältnisse sorgen. Auf dem vor allem an den Grundlinien kahl gewordenen Rasen des neuen Center Court nahm sie ihrer Schwester gleich den Aufschlag ab. Doch die 2:0-Führung hatte nicht lange Bestand. Die Titelverteidigerin war nicht gewillt, ihrer kleinen Schwester hilfreich den Vortritt zu lassen. Im entscheidenden Moment blieb Venus Williams eiskalt und holte sich mit dem zweiten Break nach 53 Minuten den ersten Satz.

Mit Entschlossenheit zurück ins Spiel

Eine Vorentscheidung war das noch nicht. Das zeigte sich schonungslos im dritten Spiel des zweiten Satzes, das Serena nach 13 Minuten gewann und Venus damit den Aufschlag abnahm. Das Kreischen und Ächzen hüben und drüben des Netzes wurde nun noch lauter. Aber Venus Williams kämpfte diesmal zurück mit einer Entschlossenheit, der wohl auch die früh ausgeschiedenen Maria Scharapowa und French-Open-Gewinnerin Ana Ivanovic nicht standgehalten hätten.

"Ein großer Tag für unsere Familie"

Nach dem Rebreak jedenfalls ließ sich Venus Williams auf keine Kompromisse mehr ein und brachte ihren insgesamt siebten Grand-Slam-Titel unter Dach und Fach. Für Serena Williams blieb nur der Trostpreis und der knappe Vorsprung im schwesterlichen Wettstreit. Denn noch hat sie einen Grand-Slam-Titel mehr auf ihrem Konto, wenngleich Venus in Wimbledon mit 5:2 Triumphen klar im Vorteil ist. "Es ist ein großer Tag für unsere Familie", sagte die Verliererin.

Doppelsieg Seite an Seite

Venus (li.) und Serena Williams mit ihren Doppel-Trophäen (Foto: Reuters)Venus (li.) und Serena Williams mit ihren Doppel-Trophäen (Foto: Reuters) Wenige Stunden nach Einzel-Finale setzten sich die Amerikanerinnen gemeinsam im Doppel durch. Lisa Raymond und Samantha Stosur (USA/Australien) hatten keine Chance und unterlagen 2:6 und 2:6. Schon 2000 und 2002 hatten die Williams-Schwestern bei dem Grand-Slam-Tennisturnier in London die Doppel-Konkurrenz für sich entschieden.

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