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Tennis - ATP-Tour: Wimbledon-Sieger Nadal sagt in Stuttgart ab

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Tennis  

Nadal reist nach Stuttgart, um persönlich abzusagen

07.07.2008, 15:22 Uhr | dpa

Knieprobleme stoppen Nadal. (Foto: dpa)Knieprobleme stoppen Nadal. (Foto: dpa) Die Baseballkappe tief ins Gesicht gezogen, betrat Wimbledon-Sieger Rafael Nadal die Tennis-Anlage auf dem Weissenhof. Sein Besuch in Stuttgart blieb aber ein kurzer Abstecher: Der spanische Triumphator auf dem heiligen Rasen hat seine Teilnahme an dem ATP-Turnier abgesagt.

Der an Nummer eins gesetzte Weltranglisten-Zweite begründete seinen Rückzug mit Knieproblemen. "Enttäuschenderweise kann ich hier nicht spielen", sagte der 22-Jährige. Damit fehlt der mit 568.000 Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung der Topfavorit und Publikumsmagnet.

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Lokalmatadoren weiter

Indes zogen die beiden Lokalmatadoren Andreas Beck und Michael Berrer ins Achtelfinale ein. Beck siegte im deutschen Duell mit Daniel Brands, Berrer besiegte den Franzosen Eric Prodon. Zudem meisterten Juan Martin Del Potro (Argentinien) und Oscar Hernandez (Spanien) ihre Auftakthürden. Der an Nummer sieben gesetzte Jose Acasuso (Argentinien), der 2006 das Finale erreicht hatte, unterlag in Runde eins Albert Montanes (Spanien) 3:6, 6:7 (5:7).

Charakter gezeigt

Etwa vierzehn Stunden nach dem packenden Fünf-Satz-Krimi gegen den Weltranglisten-Ersten Roger Federer (Schweiz) im Wimbledon-Finale erschien Nadal in Stuttgart, um seine Absage persönlich mitzuteilen. "Das ist das Minimum, was ich tun kann", sagte er. Turnierdirektor Edwin Weindorfer zeigte sich betroffen: "Für uns ist es sehr hart." Er hatte aber auch Verständnis: "Jeder Spieler braucht einmal Rast, gerade ein Spieler wie Nadal, der immer im Finale steht. Er ist heute hier, weil er Verantwortung und Charakter hat."

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Nutznießer Kohlschreiber?

Das Feld wird nun vom Franzosen Richard Gasquet angeführt. Nutznießer von Nadals Absage bei der 30. Auflage könnte der deutsche Hoffnungsträger Philipp Kohlschreiber sein, der in seiner Hälfte des Tableaus nun der am besten platzierte Spieler ist.

Kritik am Turnierkalender

Nadal machte einen müden Eindruck. "Der Turnierkalender ist in diesem Jahr sehr hart. Es ist unmöglich, alles zu spielen", sagte er. "Ich habe in den letzten vier, fünf Monaten ohne Pause gespielt. Ich muss mich erholen." Die Ärzte hätten ihm geraten, einige Tage mit dem Tennis auszusetzen. Nadal will sich untersuchen lassen und wird auch bei der Wohltätigkeits-Gala fehlen. Der Sandplatz-König hatte 2005 und 2007 den MercedesCup gewonnen.

Verhandlungen für nächstes Jahr laufen

"Es gibt Dinge, die nicht vom Veranstalter beeinflusst werden können - und das sind Verletzungen", sagte Weindorfer, der seine am Wochenende geäußerte Kritik an der Organisation des Turnierkalenders verstärkte. Den Österreicher hatte bereits zuvor die Absage des Wimbledon-Halbfinalisten Rainer Schüttler hart getroffen. In dem Argentinier Juan Monaco, dem Spanier Juan Carlos Ferrero und dem Serben Janko Tipsarevic zogen zudem die Nummern vier, fünf und sieben der Setzliste krankheits- und verletzungsbedingt zurück. "Wir bauen auf die Zukunft", sagte Weindorfer. Im kommenden Jahr werde es wie 2007 eine Woche Pause zwischen Wimbledon und dem Stuttgarter Tennisturnier geben. Mit Nadal stehe man bereits in Verhandlung.

Beck trifft auf Schwank

Lokalmatador Beck gewann das deutsche Erstrunden-Duell gegen Brands mit 3:6, 6:3 und 6:4. Im Achtelfinale trifft der 22 Jahre alte Stuttgarter, der wie Brands dank einer Wildcard ins Turnier kam, auf den Sieger der Partie Eduardo Schwank gegen Guillermo Coria (beide Argentinien).

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