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Tennis - US Open: Grönefeld und Haas weiter - Schüttler raus

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Tennis - US Open  

Kiefer und Haas mit Rücktrittsgedanken - Federer weiter

27.08.2008, 13:42 Uhr | dpa

Hängt Nicolas Kiefer den Schläger an den Nagel? (Foto: dpa)Hängt Nicolas Kiefer den Schläger an den Nagel? (Foto: dpa) Deutschlands erfolgreichstes Tennis-Duo des vergangenen Jahrzehnts spürt das Karriere-Ende näher rücken. Thomas Haas offenbarte nach seinem hart erkämpften Zweitrunden-Einzug bei den US Open ebenso Rücktrittsgedanken wie Nicolas Kiefer, der wie zuvor sein Olympia-Partner Rainer Schüttler aufgab.

Unterdessen startete Titelverteidiger Roger Federer standesgemäß in die US Open. Der Schweizer erreichte mit 6:3, 6:0, 6:3 gegen den Argentinier Maximo Gonzalez die zweite Runde. Zuvor kam Venus Williams weiter. Die Wimbledon-Siegerin aus den USA setzte sich mit 6:2, 6:3 gegen die Australierin Samantha Stosur durch. Ihre Schwester Serena gewann 6:1, 6:4 gegen Kateryna Bondarenko aus der Ukraine.

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Kiefer denkt an Rücktritt

"Ich muss vielleicht noch kürzer ziehen. Mein Fernziel war 2012, aber ich glaube, das kann ich irgendwann mal knicken", sagte Kiefer, nachdem er beim Stand von 6:4, 1:6, 4:6, 1:4 gegen den Tschechen Ivo Minar wegen Hüft- und Knieproblemen den Platz verließ.

Fünf Gewinner, sieben Verlierer

Die fünf deutschen Auftakt-Sieger, zu denen noch Anna-Lena Grönefeld, Sabine Lisicki, Philipp Kohlschreiber und Andreas Beck zählten, mussten am Mittwoch alle nicht antreten. Zu den sieben Verlierern gehörten neben Kiefer und Schüttler Julia Görges sowie Mischa Zverev, Björn Phau, Denis Gremelmayr und Michael Berrer.

Haas liefert Energieleistung

Haas entging diesem Schicksal gegen den Franzosen Richard Gasquet mit einer dreieinhalbstündigen Energie-Leistung, wie er sie gerade in New York schon oft gebracht hat. "Ich bin einer, der gern vor großem Publikum spielt, vor allem, wenn man nachgedacht hat, aufzuhören", sagte Haas nach dem 6:7 (3:7), 6:4, 5:7, 7:5, 6:2.

Haas: "Ich spiele, solange die Schulter hält"

Nach der dritten Schulteroperation habe er manchmal keine Lust mehr auf Reha-Maßnahmen gehabt, zudem stimmten die Ergebnisse oft nicht mehr. Doch der 30-Jährige sagte auch: "Ich liebe diesen Sport. Ich spiele, solange die Schulter hält."

Im Doppel in New York weiter: Schüttler (Foto: imago)Im Doppel in New York weiter: Schüttler (Foto: imago)

Zahlen Schüttler und Kiefer den Preis für Olympia?

Während Haas sagte, sein Verzicht auf Olympia sei richtig gewesen, bezahlte der 31 Jahre alte Kiefer womöglich ebenso wie Schüttler den Preis für die vergangenen Wochen. "Ich bin müde und k.o. und merke den ganzen Körper", bekannte Kiefer, der im Juli noch bis ins Finale des Masters-Turniers von Toronto vorgestoßen war und eine weitere Medaille mit Schüttler frühzeitig verpasste.

Kiefer: "Das ist absolut enttäuschend"

Trotz der schmerzenden Hüfte sei es das größte Ziel gewesen, in Peking dabei zu sein. "Ich wusste, dass es schwere Wochen werden. Ich habe wenig trainiert und versucht, so zu neuen Kräften zu kommen. Aber mit 50 Prozent ist es schwer, in ein Grand-Slam-Turnier zu gehen. Das ist absolut enttäuschend - wer weiß, wie oft man noch herkommt", sagte Kiefer nach dem Aus.

Toller Auftakt in New York: Grönefeld (Foto: Reuters)Toller Auftakt in New York: Grönefeld (Foto: Reuters)

Lisicki meistert US-Open-Debüt

Noch oft dabei sein will Sabine Lisicki. Das US-Open-Debüt der 18-Jährigen gelang mit 6:3, 6:4 über die Spanierin Maria Jose Martinez Sanchez. "In Australien war alles noch groß und neu. Durch Paris und Wimbledon bin ich das jetzt schon gewohnt. Ich mag das", sagte Lisicki, die in diesem Jahr noch unter die Top 50 der Welt will. Helfen würde der Nummer 73 ein Sieg über Alona Bondarenko (Ukraine). Die zurückgekehrte Anna-Lena Grönefeld ist nach dem Erfolg über Daniela Hantuchova nun Favoritin gegen die an Nummer 178 der Weltrangliste geführte Australierin Jessica Moore. Dagegen scheiterte Julia Görges mit 6:7 (0:7), 4:6 an der Französin Séverine Brémond.

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