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US-Open - Tennis: Federer mit Problemen

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Tennis - US Open  

Federer beißt sich durch

03.09.2008, 12:06 Uhr | dpa

Roger Federer Jubelt nach seinem 5-Satz-Erfolg. (Foto: AFP)Roger Federer Jubelt nach seinem 5-Satz-Erfolg. (Foto: AFP) Der Favorit wankte, aber er fiel nicht: 15.000 enthusiastische New Yorker Tennis-Fans trieben Roger Federer so lange an, bis sich der Titelverteidiger an einem denkwürdigen US-Open-Tag endlich ins Viertelfinale gerettet hatte. Gegen den Russen Igor Andrejew hing Federers 31. Sieg in Folge in Flushing Meadows 3:33 Stunden lang am seidenen Faden, ehe der Schweizer die Fäuste ballte und im Arthur-Ashe-Stadium Ovationen erhielt.

"Das Publikum hat mich vorwärts gepeitscht. Am Ende war es eine große Party, das hat Riesenspaß gemacht", sagte er nach dem Match.

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Ungewohnte Erfahrung

Der 6:7 (5:7), 7:6 (7:5), 6:3, 3:6, 6:3-Erfolg war für Federer eine neue Erfahrung. Über die volle Distanz war der Sieger der vergangenen vier Jahre bei den US Open vorher noch nie an einem Tag gegangen - was angesichts seiner einstigen Dominanz auch nicht nötig war. "Ich gebe mir nicht oft die Chance, weil ich immer leicht gewinne. Der fünfte Satz war ein Thriller. Jetzt ist eine unglaubliche Euphorie da", sagte der Olympiasieger im Doppel. 2004 hatte er Andre Agassi im Viertelfinale in fünf Sätzen bezwungen, doch das Match erstreckte sich wegen Regens über zwei Tage.

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Muller überrascht weiter

Federer trifft nun auf den weiterhin für Furore sorgenden Thomas-Haas-Bezwinger Gilles Muller aus Luxemburg. "Er hätte wohl gar nicht im Viertelfinale sein dürfen. Tommy hätte ihn in drei Sätzen rauswerfen können", meinte Federer über den Qualifikanten, der den zweimaligen Halbfinalisten Nikolai Dawidenko aus Russland nach einer dramatischen und hochklassigen Schlussphase mit sieben abgewehrten Satzbällen 6:4, 4:6, 6:3, 7:6 (12:10) schlug. "Ich habe die zweite Woche sonst zu Hause auf der Couch im Fernsehen verfolgt. Jetzt bin ich dabei. Das ist sehr aufregend", sagte Muller.

Auch Djokovic muss hart kämpfen

Auf dem Center Court geriet am bislang aufregendsten Tag dieses Turniers der Spielplan aus den Fugen, weil schon Vorjahresfinalist Novak Djokovic aus Serbien beim 4:6, 6:2, 6:3, 5:7, 6:3 gegen den Spanier Tommy Robredo erneut fast vier Stunden um den Sieg kämpfte, ehe Federers Zitterpartie begann. Während es über den fernen Wolkenkratzern von Manhattan einen Bilderbuch-Sonnenuntergang gab, kämpfte Federer immer noch gegen das Achtelfinal-Aus. Das Spiel endete erst unter Flutlicht.

Roddick ohne Probleme weiter

Vor dem Stadion warteten unterdessen schon 20.000 Fans auf den Einlass für den eigentlichen Abend-Knüller zwischen Lokalmatador Andy Roddick und dem Chilenen Fernando Gonzalez. Sie bekamen nur 87 Minuten Tennis ohne Spannung geboten. Roddick untermauerte mit dem unerwartet glatten 6:2, 6:4, 6:1-Sieg über den Olympia-Zweiten seine Anwartschaft auf seinen zweiten US-Open-Titel nach 2003 und prüft nun Djokovic.

Duell um die Nummer eins

Gar aus dem Arthur-Ashe-Stadium verlegt werden musste das Damen-Viertelfinale. Die Weltranglisten-Zweite Jelena Jankovic aus Serbien gewann im Louis-Armstrong-Stadium 6:1, 6:4 gegen die Österreicherin Sybille Bammer und trifft im Halbfinale auf Olympiasiegerin Jelena Dementjewa aus Russland, die 6:2, 6:3 gegen die Schweizerin Patty Schnyder gewonnen hatte. Dementjewa und Jankovic haben beide die Chance, die neue Nummer eins in der Weltrangliste zu werden.

Deutsches Doppel ausgeschieden

Davis-Cup-Spieler Philipp Petzschner und Christopher Kas verpassten das Halbfinale mit 6:7 (14:16), 4:6 gegen die favorisierten US-Zwillinge Bob und Mike Bryan. "Das tut schon weh. Wenn wir den ersten Satz gewinnen, können wir das Turnier gewinnen", sagte Kas angesichts von vier Satzbällen. Beim einzigen mit eigenem Aufschlag unterlief ihm ein Doppelfehler. "Da war ich nervös", sagte Kas anschließend.

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