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Schweden führt im Geisterspiel

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Tennis - Davis Cup  

Schweden führt im Geisterspiel

06.03.2009, 20:35 Uhr | dpa

Harel Levy returniert bei Geisteratmosphäre (Foto: dpa)Harel Levy returniert bei Geisteratmosphäre (Foto: dpa) Hermetisch von der Umwelt abgeriegelt, ohne Zuschauer und bewacht durch tausend Polizeibeamte: Im Belagerungszustand sind die besten Tennisspieler Israels in Malmö zur Davis-Cup-Begegnung gegen Schweden angetreten. Die Gastgeber gingen durch den Fünf-Satz-Sieg von Thomas Johansson über Harel Levy (6:7, 6:4, 7:5, 4:6, 8:6) mit 1:0 in Führung.

Bis dahin blieben die massiv und teils auch militant angekündigten Proteste vor der Baltischen Halle wegen Israels Vorgehens in Gaza und der generellen Besatzungspolitik in Palästina zunächst aus.

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Halle abgesperrt und eingezäunt

Wie ein Behördensprecher im Malmöer Rundfunk erklärte, hat sich die Polizei rund um den Veranstaltungsort für das gesamte Wochenende auf ein "akutes Bedrohungsszenario" durch gewaltbereite Gruppen eingestellt. Es habe durchweg nur kleine und durchweg friedliche Proteste gegeben, teilte die Polizei mit. Das Gelände rund um die Halle wurde völlig abgesperrt und eingezäunt. Bereits am Vortag mussten eine benachbarte Schule und eine Kirche geräumt und geschlossen werden.

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"Stoppt das Match!"

Den in Schweden umstrittenen Ausschluss von Zuschauern hatte der Kulturausschuss des Stadtrates verfügt. Kommunalpolitiker begründeten die Entscheidung teils mit Sicherheitsbedenken, aber auch als Unterstützung der Proteste gegen Israels Vorgehen in Gaza. Für Samstag ist eine Kundgebung mit 10.000 Teilnehmern unter dem Motto "Stoppa Matchen!" ("Stoppt das Match!") angekündigt. Daran wollten sich auch Neonazi-Gruppen beteiligen.

Klein kritisiert Zuschauer-Ausschluss scharf

Der Chef des israelischen Tennisverbandes, Michael Klein, kritisierte die schwedische Entscheidung zum Ausschluss von Zuschauern scharf: "Es ist ein schrecklicher Fehler, Sport und Politik auf diese Weise zu vermengen." Der schwedische Verband erklärte, man sei über den Ausschluss von Zuschauern bei der ersten Runde der Weltgruppe im Davis Cup zwar enttäuscht, wolle aber "alles Erdenkliche" für einen reibungslosen Ablauf tun. Im letzten Jahr hatte Schweden eine Davis-Cup-Begegnung beider Länder in Israel mit 3:2 gewonnen.

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