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Kohlschreiber erreicht die dritte Runde in Paris

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Tennis  

Kohlschreiber erreicht die dritte Runde in Paris

29.05.2009, 16:13 Uhr | dpa

Philipp Kohlschreiber erreicht bei den French Open die dritte Runde. (Foto: imago) Philipp Kohlschreiber erreicht bei den French Open die dritte Runde. (Foto: imago) Nach einem Nervenspiel mit nächtlicher Unterbrechung ist Philipp Kohlschreiber zum ersten Mal bei den French Open in die dritte Runde eingezogen. Der 25 Jahre alte Augsburger musste am Freitag noch einmal für 40 Minuten auf die rote Asche und machte nach 3:33 Stunden Spielzeit den 6:4, 2:6, 6:4, 6:7 (3:7), 6:3-Erfolg gegen den ehemaligen Roland-Garros-Champion Juan Carlos Ferrero aus Spanien perfekt.

Die Partie war am Vortag wegen Dunkelheit unterbrochen worden. Damit sind Davis-Cup-Spieler Kohlschreiber und "Oldie" Thomas Haas an diesem Samstag die einzigen beiden deutschen Tennisprofis in der dritten Runde des wichtigsten Sandplatz-Turniers der Welt.

Ergebnisse French Open Herren
Ergebnisse French Open Damen

Augenblicke

Vorfreude auf das Duell mit Djokovic

"Ich war in einem offenen Schlagabtausch der etwas Glücklichere", sagte der in Paris an Nummer 29 gesetzte Kohlschreiber, der im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale aber gegen den Weltranglisten-Vierten Novak Djokovic aus Serbien nur minimale Außenseiterchancen hat. "Er ist der haushohe Favorit. Ich muss hoffen, dass ich einen guten Tag haben werde", sagte Kohlschreiber. "Aber es ist schön, dass ich gegen einen so großen Namen auf einem großen Court spielen darf."

Aktuell Weltrangliste der Damen
Aktuell Weltrangliste der Herren

Venus Williams bereits ausgeschieden

Die einfachere Aufgabe wartet auf den bald 32-jährigen Haas. Der Hamburger bekommt es mit dem Franzosen Jeremy Chardy zu tun und dürfte sich bei einem weiteren Sieg wohl auf ein Achtelfinal-Duell mit dem 13-maligen Grand-Slam-Sieger Roger Federer freuen. Dessen Dauerrivale und Titelverteidiger Rafael Nadal zog am Freitag mit einem 6:1, 6:3, 6:1 gegen den Australier Lleyton Hewitt in die Runde der letzten 16 ein. Ausgeschieden ist dagegen Wimbledon-Siegerin Venus Williams aus den USA. Die siebenmalige Grand-Slam-Gewinnerin verlor gegen Agnes Szavay aus Ungarn in 81 Minuten mit 0:6, 4:6.

Scharapowa im Achtelfinale

Maria Scharapowa setzte sich gegen Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan mit 1:6, 6:3, 6:4 durch. In der Runde der letzten 16 trifft die ehemalige Weltranglisten-Erste nun auf die an Nummer 25 gesetzte Na Li aus China. Die US Open 2008 und die Australian Open 2009 hatte Maria Scharapowa wegen einer Schulterverletzung verpasst. Die French Open sind das einzige Grand-Slam-Turnier, das sie noch nicht gewonnen hat.

Sportkolleg-Video

19 Breaks, fehlende Konstanz

Die Zuschauer auf dem abgelegenen Außenplatz 17 im hintersten Winkel der Anlage am Bois de Boulogne sahen über zwei Tage eine kuriose Partie mit insgesamt 19 Breaks. Kohlschreiber dominierte zunächst den French-Open-Sieger von 2003 mit variablen und druckvollen Schlägen von der Grundlinie. Im zweiten Satz stand er neben sich, im vierten versagten ihm im Tiebreak die Nerven. Als beide Spieler am Donnerstagabend um kurz nach halb zehn vom Platz marschierten, war eine Prognose so verlässlich wie eine Zwei-Jahres-Wettervorhersage. "Es war wie ein Unentschieden. Keiner wusste, wie es nach diesem Hin und Her weitergehen würde", sagte Kohlschreiber.

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Kohlschreiber: "Wir waren beide nicht so die Aufschlagriesen"

Nach einer unruhigen Nacht ("Ich habe viel an Tennis gedacht und überlegt, ob es wohl 6:1, 1:6 oder 16:14 ausgehen würde") hatte er sein textmarkergelbes Shirt gegen ein weißes Hemd getauscht, das Signal zum schnellen Sieg aber blieb zunächst aus. Gleich im ersten Spiel des fünften Satzes kassierte Kohlschreiber ein Break - ohne schwerwiegende Folgen, weil anschließend bis zum 2:2 keiner der beiden Protagonisten in bester Damen-Tennis-Manier sein Aufschlagspiel durchbrachte. Erst im fünften Spiel gelang Kohlschreiber dieses "Kunststück", anschließend breakte er den Sandplatz-Spezialisten Ferrero erneut. "Wir waren beide nicht so die Aufschlagriesen", sagte Kohlschreiber nach dem Fünf-Satz-Match. "Gegen Djokovic werde ich sicher nicht so viele Breaks schaffen."

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