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Wimbledon: Thomas Haas scheitert an Roger Federer

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Wimbledon - Halbfinale  

Haas verlässt Wimbledon hocherhobenen Hauptes

03.07.2009, 15:50 Uhr | sid, t-online.de, dpa

Tommy Haas verliert sein erstes Wimbledon-Halbfinale. (Foto: Reuters)Tommy Haas verliert sein erstes Wimbledon-Halbfinale. (Foto: Reuters) Wie schon zuletzt auf der roten Asche von Paris, und wie schon neun Mal zuvor, war Roger Federer für Thomas Haas eine zu hohe Hürde. Der 31-jährige Deutsche träumte nach den grandiosen Turniertagen von Wimbledon vom großen Coup gegen den besten Tennisspieler unserer Tage, doch Federer gab sich auf dem heiligen Rasen keine Blöße: Mit 7:6, 7:5 und 6:3 machte die Nummer zwei der Setzliste gegen die Nummer 24 ihren siebten Finaleinzug im Londoner Stadtteil nacheinander klar.

Fünf Mal gewann Federer zwischen 2003 und 2007 in Wimbledon en bloc. Im Vorjahr fand er in Rafael Nadal seinen Meister. Jetzt wartet Andy Roddick aus den USA, der den britischen Lokalmatador Andy Murray in vier Sätzen mit 6:4, 4:6, 7:6 und 7:6 bezwang.

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Lob aus berufenem Munde

Federer lobte seinen Gegner nach dem Halbfinale: "Ich glaube, Tommy hat sehr gut gespielt, deshalb bin ich auch so glücklich, dass ich es geschafft habe. Ich habe wieder eine großartige Möglichkeit, mich in die Geschichtsbücher einzutragen. Aber ich spiele ja vor allem Tennis, weil es mir Spaß macht."

Vierter vergebener Anlauf Haas' auf eine Grand-Slam-Finale

15.000 Zuschauer hatten zuvor den ihren, auch wegen Haas. Der Wahl-Amerikaner begeisterte und spielte das bislang beste Wimbledon-Turnier seiner Karriere. Eine großartige Leistung blieb im Halbfinale der 123. All England Championships allerdings unbelohnt. Denn die entscheidenden Ballwechsel gingen an Federer. "Die haben den Unterschied gemacht", sagte Haas, der wieder zu den besten 20 der Weltrangliste gehört. "Ich bin froh, wie ich gespielt habe. Nur die wichtigen Punkte habe ich nicht gut genug gespielt." Haas verpasste es auch im vierten Anlauf, das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers zu erreichen. Zuvor war er drei Mal (1999, 2002, 2007) bei den Australian Open im Halbfinale gescheitert.

Haas wieder bester Deutscher in der Weltrangliste

Haas rückt durch seinen Erfolg an der Church Road in der neuen Weltrangliste aber von Rang 34 auf einen Platz unter den Top 20 vor und ist damit wieder bester deutscher Spieler. Federer greift im Endspiel nach seinem 15. Grand-Slam-Sieg, er würde damit alleiniger Rekordhalter. Er hat zum 20. Mal in seiner Karriere ein Endspiel bei einem Major-Turnier erreicht und damit wiederum eine Bestmarke aufgestellt.

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Einschlagen mit deutschem Talent

Haas hatte sich zwei Stunden vor dem bislang wohl bedeutendsten Spiel seiner Laufbahn mit dem deutschen Junior Alexandros Ferdinandos Georgoudas eingeschlagen. Als Haas und Federer um Punkt 13.00 Uhr Ortszeit den Centre Court betraten, waren die Ränge der Arena bereits fast vollständig besetzt. Zwar warteten die britischen Zuschauer vor allem auf das zweite Halbfinale zwischen "ihrem" Andy Murray und Roddick, die Spannung und hohen Erwartungen waren aber auch vor dem Vergleich des großen Schweizers mit dem Veteranen aus Deutschland zu greifen.

Keinerlei Nervosität beim Außenseiter

Haas enttäuschte die Zuschauer nicht. Erst zum dritten Mal in seiner langen Karriere durfte er auf dem berühmtesten Tennisplatz der Welt spielen, während Federer dort bereits allein sechs Endspiele bestritten hat. Von Nervosität war bei Haas aber nichts zu spüren. Das Selbstvertrauen aus den fünf vorherigen Siegen und dem Sieg beim Vorbereitungsturnier in Halle war tatsächlich groß.

Kein einziger Breakball für Federer in Satz eins

Im ersten Satz erlaubte Haas seinem Gegner nicht einen Breakball, das ist gegen Federer eine ganz starke Leistung. Haas servierte unglaublich solide und sicher, so wie er es bereits während des ganzen Turniers getan hatte. Auch Federer ließ bei seinen eigenen Aufschlagspielen nichts zu. Also musste der Tiebreak die Entscheidung bringen, und da zeigte sich die Extra-Klasse des 14-maligen Grand-Slam-Champions, der in kritischen Situationen eben noch ein Stückchen konzentrierter ist als seine Kontrahenten. Zwei unerzwungene Vorhandfehler entschieden letztlich den ersten Satz. Eine Vorhand spielte Haas zum 2:3 aus seiner Sicht über die Grundlinie, eine weitere schoss er zum 3:6 links ins Aus. Das war's.

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Kleinigkeiten geben auch im zweiten Durchgang den Ausschlag

Auch der zweite Durchgang verlief nach dem gleichen Muster. Beide Spieler hielten ihre Aufschläge, servierten extrem gut. Sie erlaubten sich auch bei ihren Grundschlägen fast keine Fehler. Spektakuläre Ballwechsel gab es nur selten, trotzdem war das Tennis auf allerhöchstem Niveau. Am Ende hatte wieder der wohl beste Spieler der Tennisgeschichte die Nase vorn. Wieder war es eine Vorhand von Haas, die beim dritten Satzball des Schweizers zum 5:7 einen Tick zu lang geschlagen war.

Erst nach dem letzten Break ist Haas endgültig geschlagen

Wie stark die Moral und der Siegeswille von Haas war, zeigte sich auch im dritten Satz. Er gab trotz des aussichtslosen Rückstands nicht nach und hielt den Durchgang erneut offen. Erst beim Stand von 4:3 konnte Federer das vorentscheidende Break erspielen und schließlich nach 2:02 Stunden zum siebten Mal in Folge in das Wimbledon-Finale einziehen. Auch das ist übrigens Rekord.

Grönefeld im Mixed-Finale

Anna-Lena Grönefeld steht in Wimbledon zusammen mit Mark Knowles im Mixed-Finale. Die Deutsche, die im Einzel-Wettbewerb in der ersten Runde ausgeschieden war, behauptete sich mit ihrem Partner von den Bahamas im Halbfinale des gemischten Doppels mit 6:2, 7:5 gegen Liezel Huber/Jamie Murray (USA/Großbritannien). Im Endspiel am Sonntag sind die topgesetzten Cara Black/Leander Paes (Simbabwe/Indien) die Gegner.

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