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Philipp Kohlschreiber: Energieleistung bei den French Open notwendig

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Tennis - French Open  

"Roland Garros bedarf einer enormen Energieleistung"

23.05.2010, 21:05 Uhr | t-online.de, Nils Tittizer, t-online.de

Philipp Kohlschreiber: Energieleistung bei den French Open notwendig. Tennisprofi Philipp Kohlschreiber schlägt auch in diesem Jahr bei den French Open auf . (Foto: imago)

Greift bei den French Open 2010 an: Philipp Kohlschreiber. (Foto: imago)

Das Interview führte Nils Tittizer

Noch vor einer Woche hat Philipp Kohlschreiber für einen Sieg beim World Team Cup seinen Schläger zertrümmert. Danach konnte er "befreit bei null anfangen". Jetzt heißt es, die Leidenschaft und den Schwung von Düsseldorf gegen die weltbesten Tennisspielern nach Paris mitzunehmen. Im Interview mit t-online.de spricht Philipp Kohlschreiber über Erstrunden-Niederlagen, die spezielle Atmosphäre der French Open und das verlorene Finale des FC Bayern München in der Champions League.

Herr Kohlscheiber, wo haben Sie als bekennender Fan des FC Bayern München das Champions-League-Finale verfolgt? Sind Sie sehr enttäuscht über die Niederlage der Bayern?

Philipp Kohlschreiber: In der Hotellobby haben wir in einem kleinen Kreis das Finale sehen können. Natürlich bin ich enttäuscht, aber die Bayern haben eine tolle Saison gespielt und viel erreicht. Und somit haben die Bayern im nächsten Jahr noch etwas, das sie toppen können.

Mit zuletzt zwei guten Ergebnissen (Monte Carlo Viertelfinale; München Viertelfinale, Anm. d. Redaktion) kam es zum Leistungs-Einbruch in Madrid beim Erstrunden-Aus gegen Santiago Giraldo. Diese Krise setzte sich zu Beginn des World Team Cup in Düsseldorf fort. Sie sagten, dass Sie „völlig verunsichert waren, weil Sie sich nicht erklären konnten, warum Sie so schlecht gespielt haben“. Gibt es mittlerweile eine Erklärung für Ihren Einbruch?

Ja, das ist relativ einfach zu beantworten. Ich kam direkt vom Turnier aus München. Dort war es die ganze Woche sehr regnerisch. Wir hatten Glück, dass wir die Matches durchbringen konnten, doch nebenbei war es aufgrund der Witterungen nicht möglich zu trainieren. Ich habe mich einfach unwohl gefühlt. Dazu muss man aber auch sagen, dass in Madrid beim Masters sehr gute Spieler antreten. Da ist es kein Beinbruch, in der ersten zu verlieren.

Danach folgten zwei Siege im Einzel beim World Team Cup. Zu Beginn des zweiten Satzes, in der Partie gegen Viktor Troicki, haben Sie Ihren Schläger zertrümmert. War das das Ventil, welches geöffnet werden musste, damit Sie wieder frei aufspielen können?

Nein. Ich denke ich habe auch im ersten Satz frei aufgespielt. Gegen Troicki habe ich meine beste Partie im WTC gespielt. Aber ich bin schon einer, der Emotionen zeigt. In dem Moment, nachdem ich viele Spielbälle vergeben habe und den Punkt durch einen verschlagenen Schmetterball verloren habe, war ich ein wenig geladen. Und bevor ich mich da aufrege und reinsteigere, war es die beste Aktion, den Schläger kaputt zu machen und mit der Situation abzuschließen. Daraufhin konnte ich das Spiel drehen, mir das Break zurückholen und schließlich gewinnen. Vom Ergebnis her habe ich alles richtig gemacht.

Im letzten Jahr kamen Sie bis ins Achtelfinale der French Open und verloren dort gegen Novak Djokovic. Welche Chancen rechnen Sie sich für dieses Jahr aus?

Ich habe das Glück, dass ich gesetzt bin. Daher sollte ich aus Sicht der Rangliste schon die ersten zwei Runde gewinnen. Allerdings sollte man im Sport von Spiel zu Spiel schauen. Ich versuche mich in jeder Runde zu konzentrieren, alles zu geben und von Runde zu Runde zu denken. Natürlich wäre es ein Traum, das Vorjahresergebnis zu wiederholen oder sogar zu toppen. Ich hoffe, dass ich einen guten Start haben werde.

In einem Interview sagten Sie, dass Sie Ihre schwache Form mit mehr Training besiegt haben. Bereiten Sie sich auf ein Grand-Slam-Turnier anders vor als auf die kleineren Turniere?

Man muss sagen, dass die French Open für mich das einzige Grand-Slam-Turnier sind, vor dem ich in der Woche davor in einem Wettbewerb spiele (World-Team-Cup, Anm. d. Redaktion). Aber das mache ich gerne, vor deutschem Publikum zu spielen, da hier die meisten Fans sind. Generell gilt für meine Vorbereitung, dass ich mir eine Woche vorher frei nehme. Somit kann ich optimal unter den Bedingungen vor Ort trainieren. Für die diesjährigen French Open habe ich mich intensiv mit meinem Konditionstrainer Marco Panichi und Patrick Kühnen vorbereitet. Und mit zwei Siegen im Gepäck fährt es sich gut nach Paris. Ich fühle mich fit.

Was ist das Besondere an den French Open?

Schwer zu sagen. Alle vier Grand Slams haben ihren gewissen Reiz. Die Fans sind in Paris sehr nahe an den Spielern. Egal ob im Stadion oder auf den Außenplätzen – alles ist sehr eng und extrem gut besucht. Und es herrscht diese spezielle Atmosphäre. Alle Topspieler der Welt sind dabei. Man ist stolz als Spieler dabei sein zu können.

Eine große deutsche Tageszeitung schrieb, dass die „neue deutsche Tennisgarde“ um Sie, Petzschner, Zverev, Berrer, Phau und Becker den Vorteil habe, dass die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit in Sachen Turniererfolg sehr niedrig sei – nur eingefleischte Tennisfans bangen darum, dass Philipp Kohlschreiber die dritte oder vierte Runde der French Open erreicht. Macht Sie das traurig?

Man kann ja nichts daran ändern, was die Leute denken. Ich meine, dass sich jeder auf das Turnier super vorbereitet. Grundsätzlich ist Tennis viel schwieriger geworden. Die Top Ten ist hervorragend. Diese Spieler können auf jedem Belag konstant spielen. Es fehlt in Deutschland einfach ein Top-Ten-Spieler, der diese Konstanz permanent bringen kann. Ich persönlich versuche mein Umfeld täglich zu verbessern. Vielleicht fehlen ein paar Prozent Glück oder Talent.

Woran liegt es, dass keine Top-Ten-Spieler mehr aus Deutschland kommen? Ist das Erbe von Becker und Stich einfach zu groß?

Grundsätzlich sind die Fußstapfen immer riesig, wenn man mit einer Nummer eins verglichen wird. Ein Land wird nicht immer konstant die Nummer eins stellen können. Die Schweiz wird nach dem Karriereende von Roger Federer erst einmal keine Eins mehr haben.

Zurück zu Roland Garros. Was muss der Gewinner der French Open 2010 mitbringen?

Er muss eine top Kondition haben. Die French Open sind ein sehr hartes Grand-Slam-Turnier weil es im Best-of-Five-Satz-Modus auf Sand ausgetragen wird. Es bedarf einer enormen Energieleistung, um es durchzustehen. Dazu kommt der allerletzter Wille das Turnier gewinnen zu wollen.

Welcher Spieler gewinnt die Männerkonkurrenz?

Ich denke, Rafael Nadal wird siegen.

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