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Wimbledon: Philipp Kohlschreiber folgt auf Mayer und Kerber

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Kohlschreiber folgt auf Mayer und Kerber

23.06.2010, 19:43 Uhr | sid, sid

Wimbledon: Philipp Kohlschreiber folgt auf Mayer und Kerber. Philipp Kohlschreiber kämpft bravourös und gewinnt in fünf Sätzen. (Foto: imago)

Philipp Kohlschreiber kämpft bravourös und gewinnt in fünf Sätzen. (Foto: imago)

Mit Philipp Kohlschreiber und Daniel Brands ist nach Florian Mayer und Angelique Kerber ein deutsches Tennis-Quartett in Wimbledon in Runde drei eingezogen. Kohlschreiber setzte sich nach dem 7:6 (8:6), 5:7, 2:6, 7:6 (7:5), 9:7-Erfolg gegen den Russen Teimuraz Gabaschwili durch. Sein nächster Gegner ist Vorjahres-Finalist Andy Roddick aus den USA, gegen den er 2008 bei den Australian Open ebenfalls in Runde drei einmal gewonnen hatte.

Die deutschen Tennisprofis hatten es ungewöhnlich eilig. Doch nur Kerber, Kohlschreiber und Mayer schafften es, vor dem entscheidenden WM-Vorrundenspiel der Fußball-Nationalmannschaft Feierabend zu machen und trotzdem in die dritte Runde einzuziehen. Während Philipp Kohlschreiber fünf Sätze lang bravourös kämpfte und sogar einen Matchball abwehrte, mussten Kerber und Mayer nur einen verpatzten Start aufholen, ehe sie nach harter Arbeit überraschend erfolgreich und vor allem pünktlich vor dem Anstoß in Südafrika vom Heiligen Rasen gehen konnten.

Mayer bezwingt Fish

Florian Mayer zeigte sich nach dem 6:7 (2:7), 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Amerikaner Mardy Fish, der die bis dato zwei Vergleiche jeweils gewonnen hatte, zuversichtlich. Es sei zwar ein hartes Stück Arbeit gewesen, aber "jetzt will ich auch in die zweite Woche kommen", sagte der Viertelfinalist von 2004, dem die Wiederholung seines erfolgreichen Debüts durchaus zuzutrauen ist.

"Das war ein ziemlich hartes Match", so Mayer. Doch in Wimbledon, auf dem geliebten Rasen, fühlt sich der 26-Jährige einfach wohl. "Hier gehe ich ganz anders auf den Platz als bei jedem anderen Turnier." Schon bei seinem Auftaktsieg gegen den an Nummer elf gesetzten Kroaten Marin Cilic war das so. Die Experten waren zumindest voll des Lobes und überzeugt, dass der schlaksige Franke endlich das Tal der Tränen verlassen hat.

Von Rang 344 auf 59

Nach zahllosen Rückschlägen und dem Absturz auf Rang 344 der Weltrangliste vor gut zwei Jahren hat sich Mayer zurück in die Weltspitze gekämpft. Vor allem auf Challenger-Turnieren holte er sich die Punkte, die ihn inzwischen wieder auf Position 59 geführt haben. Dass es nicht besser lief, lag an den entzündeten Zähnen, die offenbar ursächlich für so manche Verletzung waren. "Die letzten Wochen waren ziemlich beschissen", meinte Mayer, der deshalb auch in Roland Garros absagen musste. Nächster Gegner ist nun der von Schüttler-Trainer Dirk Hordorff gemanagte Yen-Hsun Lu aus Taiwan, Nummer 82 der Welt. "Das hört sich leichter an, als es ist."

Brands schlägt Dawidenko

Daniel Brands ist ebenfalls in die dritte Runde eingezogen. Er setzte sich in London nach hartem Kampf überraschend mit 1:6, 7:6 (7:5), 7:6 (10:8), 6:1 gegen Weltmeister Nikolai Dawidenko aus Russland durch und trifft nun bei dem mit 16,5 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Tennisturnier auf den Rumänen Victor Hanescu.

Kerber lobt Gegnerin

"Ich will nicht nur auf den Platz gehen und gut spielen, sondern auch gewinnen", sagte Angelique Kerber. Weil Kristina Barrois gegen die Belgierin Justine Henin ausschied, schaffte sie es als einzige der sechs deutschen Damen in die dritte Runde. Die Weltranglisten-54. spielt ihr bislang bestes Wimbledon, bei dem sie zuvor zweimal in der ersten Runde gescheitert und im vorigen Jahr in der Qualifikation hängengeblieben war. "Das war ein schwerer Kampf heute. Im ersten Satz hat sie unglaublich gespielt. Aber dann habe ich langsam ins Match gefunden."

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