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Wimbledon: Isner gewinnt das Rekordmatch

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Isner gewinnt das längste Spiel aller Zeiten

24.06.2010, 16:07 Uhr | dpa, dpa

Wimbledon: Isner gewinnt das Rekordmatch. John Isner gewinnt das Rekordmatch gegen Mahut. (Foto: Reuters)

John Isner gewinnt das Rekordmatch gegen Mahut. (Foto: Reuters)

Nach elf Stunden und fünf Minuten war es vollbracht: John Isner hat das historische Marathonmatch bei den 124. All England Championships in Wimbledon gegen den Franzosen Nicolas Mahut gewonnen. Der Amerikaner verwandelte mit einem Passierball seinen fünften Matchball. Der Endstand dieses Erstrundenmatches lautet 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:6 (7:3), 70:68. Beide Spieler wurden von den Zuschauern auf Platz 18 mit Standing Ovations gefeiert.

Die Partie hatte am Dienstag begonnen und wurde wegen Dunkelheit nach dem vierten Satz beendet. Am Mittwoch spielten beide 7:06 Stunden lang ohne Entscheidung den fünften Satz, der erneut wegen Dunkelheit beim Stand von 59:59 abgebrochen wurde. Die Fortsetzung am Donnerstag dauerte erneut 1:05 Stunden. Isner schlug im Spiel insgesamt 112 Asse, Mahut 103. Der alte Rekord lag bei 78 Assen. Das längste Spiel der Tennisgeschichte zuvor dauerte 6:33 Stunden und wurde 2004 bei den French Open zwischen Fabrice Santoro und Arnaud Clement ausgetragen.

Bilder wie nach einem Endspiel

Seinen Matchball verwandelte Isner eiskalt und sank rücklings ins Gras. Es war wie nach einem Triumph in einem Wimbledon-Finale - aber irgendwie war es ja auch so etwas ähnliches. Dass es die erste Runde war, interessierte niemanden mehr. Beide Spieler haben Tennis-Geschichte geschrieben und alle wollten dabei sein. Jeder Ort, der irgendwo einen Blick auf den kleinen Außenplatz ermöglichte, wurde genutzt.

"Ich bin ein bisschen müde", sagte Sieger Isner später und Mahut freute sich über das "größte Match bei dem bedeutendsten Turnier der Welt". Er sei stolz darauf, ein Teil dieser Geschichte zu sein. Die historische Dimension dieses Tennis-Klassikers würdigte der All England Club mit einem Sonderpreis, den Tim Henman und Wimbledon-Siegerin Ann Jones noch auf dem Platz übergaben.

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