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Roger Federer in Wimbledon schon raus

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Roger Federer in Wimbledon schon raus

30.06.2010, 16:32 Uhr | sid, sid

Roger Federer ist überraschend ausgeschieden. (Foto: Reuters)Roger Federer ist überraschend ausgeschieden. (Foto: Reuters)Roger Federer ist in Wimbledon im Viertelfinale ausgeschieden. Der Titelverteidiger unterlag dem Tschechen Tomas Berdych mit 4:6, 6:3, 1:6, 4:6. Mit dieser Niederlage geht nach sieben Finalteilnahmen hintereinander und sechs Titelgewinnen eine Ära zu Ende. Berdych, der im Achtelfinale den letzten Deutschen Daniel Brands ausgeschaltet hatte, trifft in der Vorschlussrunde am Freitag Novak Djokovic.

Der Serbe setzte sich im schwül-heißen Wimbledon mit 6:3, 6:2, 6:2 gegen Yen-Hsun Lu aus Taiwan durch, der im Achtelfinale überraschend den amerikanischen Vorjahres-Finalisten Andy Roddick ausgeschaltet hatte.

Berdych nutzt Formschwäche eiskalt aus

Federer blieb damit bereits zum zweiten Mal hintereinander nach den French Open in der Runde der letzten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier auf der Strecke. Berdych hingegen kam an der Church Road erstmals über das Viertelfinale hinaus. Auf dem Centre Court setzte sich die ungewohnte Formschwäche des Eidgenossen aus den ersten beiden Runden nahtlos fort. Schon in seinen Auftaktmatches gegen den Kolumbianer Alejandro Falla und den Serben Ilja Bozoljac hatte Roger Federer erhebliche Mühe. In dem French-Open-Halbfinalisten Berdych hatte Federer nun allerdings einen Gegner von anderer Klasse vor sich, der die Unsicherheiten des 28-Jährigen erbarmungslos ausnutzte.

Federer macht zu viele Fehler

Federer wirkte in der Partie unsicher und angeschlagen. Von seiner einstigen Centre-Court-Dominanz war nicht mehr viel zu sehen, ihm unterliefen einfache Fehler wie zahlreichen anderen "normalen" Profis. Der 24-jährige Tscheche spielte dagegen frei auf und bestätigte die These, dass Federer durch seine Formprobleme zuletzt den Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren hat. Schon beim Vorbereitungsturnier in Halle/Westfalen musste er im Finale gegen Lleyton Hewitt eine unerwartete Niederlage auf Rasen hinnehmen.

Berdych konnte sich vor allem auf seinen ausgezeichneten Aufschlag verlassen, mit dem er sich auch aus kritischen Situationen oft befreien konnte. Der Tscheche machte zu 82 Prozent den Punkt, wenn sein erster Aufschlag kam. Federer machte nur aus zwei Dritteln solcher Situationen einen Punkt. Auch als der Schweizer bei einer 3:2-Führung im vierten Satz mit insgesamt vier Breakpunkten die Chance zur Wende hatte, konnte er diese Gelegenheit nicht nutzen.

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