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Deutsches Davis-Cup-Team gibt sich gegen Südafrika keine Blöße

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Deutsches Davis-Cup-Team gibt sich gegen Südafrika keine Blöße

19.09.2010, 15:01 Uhr | dpa, dpa

Deutsches Davis-Cup-Team gibt sich gegen Südafrika keine Blöße. Philipp Kohlschreiber (li.-re.), Christopher Kas, Florian Mayer und Teamchef Patrik Kühnen feiern den 5:0 Sieg im Davis-Cup-Relegationsspiel gegen Südafrika. (Foto: dpa)

Philipp Kohlschreiber (li.-re.), Christopher Kas, Florian Mayer und Teamchef Patrik Kühnen feiern den 5:0 Sieg im Davis-Cup-Relegationsspiel gegen Südafrika. (Foto: dpa)

Dem deutschen Davis-Cup-Team winkt nach dem souveränen Klassenverbleib eine üppige Belohnung: Teamchef Patrik Kühnen hat dank des 5:0 über Außenseiter Südafrika beste Chancen auf eine schnelle Vertragsverlängerung - und seine Schützlinge gute Karten für ein Knallerspiel. Bei der Erstrunden-Auslosung für 2011 ist Deutschland nicht gesetzt, weil der dreimalige Sieger nicht mehr zu den besten acht Tennis-Nationen gehört. Mit Losglück könnte es damit im März ein Heimspiel gegen einen Großen geben.

Ein 5:0-Erfolg gelang den Deutschen zuletzt im April 2004 in der 2. Liga gegen Israel. Zum Abschluss gewann Florian Mayer 6:3, 6:7 (8:10), 6:2 gegen Rik de Voest und vermied nach vier vergebenen Matchbällen im zweiten Satz einen Schönheitsfehler. Zuvor siegte Andreas Beck in Stuttgart 7:5, 6:2 gegen Izak van der Merwe.

Kühnen vor Verlängerung

Nur eine Formalie ist die Einigung zwischen dem seit acht Jahren als Teamchef fungierenden Kühnen und dem Deutschen Tennis Bund (DTB), der auch mit Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner verlängern will. "Im Vorfeld haben positive Gespräche begonnen. Wir haben diese Hürde jetzt genommen und werden in den nächsten Tagen die Gespräche wieder aufnehmen", verkündete Kühnen geschäftsmäßig, nachdem Lokalmatador Beck und Christopher Kas in Stuttgart mit dem Sieg im Doppel den entscheidenden dritten Punkt geholt hatten.

DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard ließ indes durchblicken, dass wohl nur noch wenig Zeit nötig sei, um den bereits fertigen Vertrag mit Kühnen unter Dach und Fach zu bringen. Der 6:4, 3:6, 6:3, 6:4-Erfolg von Beck und Kas über Wesley Moodie und de Voest beseitigte die letzten Zweifel und sorgte für riesige Erleichterung und großen Jubel auf dem idyllischen Weissenhof.

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Kas feiert bis um 3 Uhr

"Wer mich kennt, glaubt mir nicht, wenn ich sage, dass ich nur ein Glas trinke. Ich werde Gas geben", sagte der erfrischend auftretende Kas - und tat dies bis morgens um drei. Der Doppel-Spezialist, der am Sonntag nicht gebraucht wurde, durfte sich ebenso wie Beck über seinen extrem wichtigen ersten Erfolg als Davis-Cup-Spieler freuen.



"Eigentlich fehlen mir immer noch die Worte. Wir haben gefightet wie die Schweine", meinte Beck, der für Philipp Kohlschreiber auch im bedeutungslos gewordenen Einzel spielen durfte und nach schwachem Start den ersten Solo-Erfolg im Davis Cup feierte: "Ich war brutal erschöpft im Kopf. Der ganze Druck vom Samstag war weggefallen."

Mäßiges Zuschauerinteresse

Der einstige Davis-Cup-Sieger Kühnen betonte nach seinem insgesamt sechsten Relegationsspiel als Teamchef, wie wichtig der Verbleib in der Weltgruppe der besten 16 ist. Allerdings entfaltet sich die Magie des Davis Cups in den entscheidenden K.-o.-Runden und nicht im Abstiegskampf gegen Südafrika. Die Stuttgarter Fans sorgten für nette Stimmung, doch auch am Sonntag waren nur rund 1500 der 4000 Plätze besetzt - kein Vergleich zum Viertelfinale 2009, als 13.000 Spanier in einer Stierkampfarena nahe Marbella alles gegeben hatten, weil das DTB-Team sich beim knappen 2:3 großartig wehrte.

Zwar lobte Kühnen einmal mehr die große Anzahl deutscher Tennis-Profis unter den Top 100 der Welt. Doch der 44-Jährige räumte erneut ein, dass zwei, drei Akteure in der Spitze gut tun würden. Dieses Manko soll durch Teamgeist wettgemacht werden. "Es gab selten eine Generation von Spielern, die sich so gut versteht und auch auf Turnieren beieinander ist", unterstrich Kas.

Kohlschreiber und Petzschner wollen auch 2011 dabei sein

Kohlschreiber will als unangefochtene deutsche Nummer eins immer kommen, wenn Kühnen ruft. "Der Davis Cup steht nach den Grand Slams bei mir an oberster Stelle. Ich spiele gern für mein Land", betonte der 31. der Weltrangliste. Auch Doppel-Wimbledonsieger Philipp Petzschner steht 2011 nach Lage der Dinge wieder zur Verfügung. Selbst das verdienstvolle Ü-30-Trio Thomas Haas, Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler mochte Kühnen noch nicht abschreiben.

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