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Federer in der Form seines Lebens

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Experten reiben sich verwundert die Augen

19.11.2010, 13:33 Uhr | t-online.de, t-online.de

Federer in der Form seines Lebens. Nie war er besser als heute: Tennisstar Roger Federer. (Foto: imago)

Nie war er besser als heute: Tennisstar Roger Federer. (Foto: imago)

Rafael Nadal gegen Roger Federer - das Duell der weltbesten Tennisspieler elektrisiert in diesen Tagen London. Am Sonntag startet der letzte Höhepunkt des Jahres, und das ATP-Tour-Finale der acht besten Tennisspieler der Welt wird zum großen Showdown zwischen dem Spanier und dem Schweizer. Der Eine hat die letzten drei Grand Slams für sich entschieden und steht einsam an der Spitze der Weltrangliste. Der Andere, nach seinem Sieg bei den Australien Open zu Jahresbeginn in ein Loch gefallen, ist wieder in bestechender Form - manch einer sagt sogar, Federer sei so gut wie noch nie.

Das unglückliche Aus Federers im Masters-Halbfinale von Paris kann nicht darüber hinweg täuschen: Die Formkurve des Baselbieters zeigt eindeutig wieder gen Himmel, seine Siege in Stockholm und in seiner Heimat Basel bestätigen das. Doch es sind nicht nur die jüngsten Erfolge, sondern vor allem die Art und Weise, wie der 29-Jährige gespielt hat, die bei vielen Experten Verwunderung ausgelöst hat.

Cahill kennt Federers Erfolgsrezept

Tennis-Guru Darren Cahill, Ex-Trainer von Andre Agassi und im letzten Jahr selbst als neuer Trainer Federers im Gespräch, hat einen ganz neuen Spiel-Stil ausgemacht. "Viele Leute denken, Roger hat sein bestes Tennis hinter sich", sagt Cahill. "Da bin ich anderer Meinung." Auch die ehemalige schwedische Nummer eins Mats Wilander findet, dass Federer "so gut wie seit Jahren nicht mehr" spielt.

Aggressiver, analytischer - und ein überragendes Aufschlagspiel

Für "ESPN" hat Cahill die neue Stärke des Schweizers en detail analysiert und herausgefunden, dass sich Federer in vier wichtigen Bereichen merklich verbessert hat: Federer spielt aggressiver, sein Netzspiel ist weniger fehleranfällig als früher, er ist noch analytischer geworden und hat seinen ohnehin schon schwer zu lesenden Aufschlag nochmals verbessert. Gerade die Stärke des eigenen Service war zuletzt überragend: Das beste Beispiel ist das Masters Paris - nicht nur, dass seine ersten Aufschläge mit bis zu überragenden 69 Prozent den Weg ins Feld fanden, macht er dann auch zu 92 Prozent den Punkt.

Doch nicht nur diese Zahlen beeindrucken. In jeder Spielsituation ist Federer offensiver geworden. Wurde ihm gegen Nadal oft zum Verhängnis, auf die aggressive Spielweise des Mallorquiners nicht antworten zu können, "schaut es jetzt so aus, als wolle er bei jedem Ball nach vorne gehen", erläutert Cahill. "Er verfügt bereits über eines der besten Offensiv-Spiele der Welt - doch nun hat er auch die passende aggressive Einstellung. Er verliert keine Zeit, seine Chancen wahrzunehmen!" All diese Veränderungen ausgelöst hat Federers neuer Coach Paul Annacone, der seit Juli die Geschicke des Schweizers überwacht. "Roger weiß, was auf dem Platz vor sich geht und warum. Das gibt ihm die Fähigkeit, alles besser zu adaptieren und sein Spiel darauf einzustellen", sagt Annacone.

Zuschauer hoffen auf Traumfinale

Beim Saisonfinale in London will Federer zeigen, dass sein neues Spiel auch gegen die Besten der Welt funktioniert. Zum Auftakt der Gruppe B wartet der Spanier David Ferrer. Der Schwede Robin Söderling und Lokalmatador Andy Murray sind die weiteren Kontrahenten. Die Zuschauer hoffen, dass es am Ende zum Traumfinale gegen Nadal reicht. "Rafa verdient es absolut, die Nummer eins zu sein. Aber ich weiß, dass ich ihn schlagen kann, wenn ich mein bestes Tennis spiele", gibt sich Federer selbstbewusst.

Hinter dem Leistungsvermögen des Weltranglisten-Ersten Nadal steht jedoch noch ein dickes Fragezeichen. Der überragende Spieler der Saison hat seit einem Monat kein Spiel mehr bestritten. Eine Schulterverletzung zwang das Kraftpaket zur Pause, doch inzwischen fühlt sich Nadal wieder fit. Das muss er auch sein, immerhin wartet bereits im Auftaktmatch mit dem Amerikaner Andy Roddick ein dicker Brocken. Und auch die Duelle gegen den Weltranglisten-Dritten Novak Djokovic aus Serbien und den tschechischen Wimbledon-Finalisten Tomas Berdych werden echte Härtetests. "Es wird eine große Herausforderung, aber ich werde mein Bestes geben", sagt der Olympiasieger von 2008.

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Petzschner als einziger Deutscher dabei

Bei der zweiten Auflage an der Themse ist erstmals auch ein deutscher Tennis-Profi in der 17.500 Zuschauer fassenden O2 Arena dabei: Philipp Petzschner tritt mit dem Österreicher Jürgen Melzer im Doppel an. "Das ist natürlich ein tolles Erlebnis", sagt Petzschner, der mit Melzer im Juli völlig überraschend Wimbledon gewonnen hatte. "Die Gefühle nach diesem Triumph kann man gar nicht in Worte fassen", sagt der 26-jährige Bayreuther, der nun in die Stadt seines größten Erfolges zurückkehrt. "Inzwischen bin ich aber wieder vollkommen fit und freue mich auf das Event. Wir fahren nicht nach London, um uns die Stadt anzugucken."

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