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Andrea Petkovic scheitert bei den Australian Open

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Petkovic muss die Segel streichen

25.01.2011, 06:43 Uhr | sid, sid

Andrea Petkovic scheitert bei den Australian Open. Andrea Petkovic ist bei den Australian Open an der Chinesin Li Na gescheitert. (Foto: dpa)

Andrea Petkovic ist bei den Australian Open an der Chinesin Li Na gescheitert. (Foto: dpa)

Andrea Petkovic hat bei den Australian Open eine weitere Überraschung verpasst und ist im Viertelfinale ausgeschieden. Gegnerin Li Na aus China war in der Runde der letzten Acht die bessere Spielerin und siegte glatt mit 6:2, 6:4. Petkovic konnte in dem Match nie an die Leistung ihres Achtelfinal-Erfolges gegen Maria Scharapowa anknüpfen und muss damit weiter auf den ersten Einzug unter die letzten Vier bei einem Grand-Slam-Turnier warten.

"Ich habe nicht so gut wie zuletzt gespielt", sagte Petkovic, "dennoch war das eine tolle Erfahrung, von der ich jede Minute genossen habe." Li blieb auch in ihrem zehnten Match in diesem Jahr ungeschlagen, nachdem sie bereits das Vorbereitungsturnier in Sydney gewonnen hatte. Die 28-Jährige ist ohne Satzverlust ins Halbfinale eingezogen, das sie bereits im Vorjahr erreicht hatte. Für Petkovic ist die Chinesin in dieser Verfassung Turnierfavoritin: "Manchmal hat man während eines Matches den Eindruck, dass jemand wirklich stark ist, man spürt das Selbstvertrauen und so eine Aura", sagte sie.

"Ich habe heute sehr gut gespielt", sagte die Asiatin anschließend. "Aber um das Turnier zu gewinnen, muss ich noch zweimal siegreich sein, aber nett von Andrea, dass sie so etwas sagt". Lis Gegnerin in der Vorschlussrunde ist die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki, die sich gegen Francesca Schiavone in drei Sätzen durchsetzte.

Li bleibt fast fehlerfrei

Das Match begann vor 12.000 Zuschauern in der Rod-Laver-Arena geradezu ideal für die Deutsche. Nach einem schnellen 0:40-Rückstand im ersten Spiel gelang ihr dennoch ein Break, dem sie einen eigenen Aufschlaggewinn folgen ließ. Doch trotz der 2:0-Führung fand Petko nie zu ihrem Spiel. Die Grundschläge blieben oft zu kurz, während Li fast fehlerfrei die Bälle mit großer Sicherheit kurz vor die Grundlinie spielte und so Petkovic ständig unter Druck setzte. "Li hatte eine unglaubliche Länge in ihren Schlägen, außerdem war sie bei meinen Schlägen sehr stabil", sagte die Verliererin. (Foto-Show: Die besten Bilder der ersten Woche)

Die Darmstädterin musste den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen und verlor in der Folge weitere vier Spiele und den ersten Satz. Vereinzelte Anfeuerungsrufe wie "Andrea wach auf" halfen da auch nicht. Petkovic wirkte müde, bewegte sich nicht so flüssig wie sonst und schien auch verkrampft und nervös. "Es war wohl einfach nicht die richtige Zeit für mich, ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen", erklärte Petkovic. Vor den Australian Open in Brisbane und in den letzten drei Matches in Melbourne hatte sie nur Nacht-Matches, jetzt war ihr ganzer Rhythmus durcheinander: "Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, mir hat etwas Energie in den Beinen gefehlt", erklärte die Hessin, "aber das ist etwas, mit dem ich als Profi zurechtkommen muss."

Auch der zweite Satz beginnt mit einem Break

Insgesamt unterliefen Petkovic 20 unerzwungene Fehler, der Anteil der erzwungenen Fehler war aber wesentlich höher. Oft stand Petkovic einfach nicht richtig zum Ball, weil ihr die Filzkugeln viel zu schnell direkt vor die Füße fielen. Zwar begann auch der zweite Satz mit einem Break für Petkovic, aber wieder konnte sie die Führung nicht lange halten, das Re-Break gab es erneut zum 2:2. Immerhin hielt Petkovic danach das Match bis zum 4:5 offen, auch wenn sie zwischendurch nach einem Winner von Li frustriert den Schläger auf den Boden knallte.

Die Entscheidung gab es schließlich beim Break für Li zum Matchgewinn, als eine Vorhand von Petkovic beim ersten Matchball ins Aus hinter die Grundlinie segelte. Das Match dauerte exakt eine Stunde und 20 Minuten. Petkovic kann mit ihrem Abschneiden beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres dennoch hochzufrieden sein. Erstmals hatte sie das Viertelfinale eines der vier Major-Turniere erreicht und ist ihrem Ziel, die Top-20 der Weltrangliste zu erreichen, deutlich näher gekommen. Von Platz 33 wird sie in der neuen Weltrangliste auf Rang 25 klettern.

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