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Andrea Petkovic: Rosige Zukunft trotz "müdem" Aus in Melbourne

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Rosige Zukunft trotz "müdem" Aus in Melbourne

25.01.2011, 13:28 Uhr | sid, dpa, t-online, t-online.de, dpa, sid

Andrea Petkovic: Rosige Zukunft trotz "müdem" Aus in Melbourne. Müde, aber glücklich: Andrea Petkovic nach ihrer Niederlage gegen Li Na (Foto: dpa)

Müde, aber glücklich: Andrea Petkovic nach ihrer Niederlage gegen Li Na (Foto: dpa)

Sie drehte sich nach links, dann wieder nach rechts und zwang sich immer wieder, endlich zur Ruhe zu kommen. Doch es half alles nichts. Dann war es auch schon fünf Uhr in der Früh. "Verdammt, habe ich gedacht, jetzt wird es schwer“, erzählte Andrea Petkovic. Schon um elf Uhr war ihr Viertelfinalmatch bei den Australian Open gegen die Chinesin Li Na angesetzt. Und es wurde schwer, schlaflos in Melbourne: 2:6, 4:6 - das Aus.  

Grund für die Schlaflosigkeit war allerdings nicht Nervosität vor dem Auftritt auf der großen Tennis-Bühne. Vielmehr hatte die Darmstädterin mit der Umstellung zu kämpfen, nach drei Spielen in der Night Session nun plötzlich am Vormittag auf den Platz gehen zu müssen. "Ich bin um elf Uhr ins Bett gegangen", sagte die 23-Jährige, die in den Tagen zuvor immer erst gegen drei Uhr geschlafen hatte.

Selbst drei Espresso helfen nichts

Selbst 20 Liegestützen nach dem Aufstehen, eine kalte Dusche und drei Espresso wollten die Kräfte nicht zurückbringen. Petkovic haderte aber nicht lange mit der Niederlage, in der anschließenden Pressekonferenz huschte schon wieder ein Lächeln über ihr Gesicht. "Ich fühle mich ja erst am Startschuss meiner Reise", erklärte sie.

"Ich freue mich riesig"

Das Ziel des Trips durch die Profiwelt ist definiert, und es rückt näher: Top 20. "Ich sehe mich kurz vor der Weltspitze, unter den ersten 15 würde ich mich aber noch nicht einordnen", sagte die Hessin. Platz 25 wird sie am kommenden Montag voraussichtlich belegen, wenn die neuen Weltranglisten erscheinen. Deshalb gab es auch kein Hadern, keine Selbstzweifel wie früher. Dafür war der Australien-Trip mit der Finalteilnahme in Brisbane und dem ersten Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier auch viel zu erfolgreich. "Ich bin richtig glücklich, ich freue mich riesig“, sagte Petkovic.

"Will so perfekt wie möglich spielen"

Der tolle Auftritt in Melbourne ist ein Durchbruch, der nun bestätigt werden muss. "Es geht darum, diese Leistung Woche für Woche abzurufen", das ist der Anspruch der gebürtigen Serbin. "Ich möchte nicht nur ganz okay sein", sagte sie, "ich möchte meinen Sport so perfekt wie möglich hinkriegen." Man darf annehmen, dass die Reise noch ein ganzes Stück weitergeht. Bis zu den US Open Anfang September hat sie nicht viele Punkte zu verteidigen. Insbesondere bei den Grand Slams in Paris und Wimbledon schied sie 2010 in der zweiten beziehungsweise ersten Runde sehr früh aus.

Rittner: Petkovic hat Top-Ten-Potenzial

Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner ist deshalb überzeugt, dass Petkovic mittelfristig sogar die Top Ten erreichen kann: "Sie hat das Potenzial dazu. Sie verarbeitet Erfahrungen wahnsinnig schnell und macht einen Fehler selten zweimal." Jetzt geht es also darum, weitere Erkenntnisse zu ziehen. Dass Li beispielsweise im zweiten Satz ein paar mehr Probleme hatte, als Petkovic anfing, ihr Spiel zu variieren, auch mal ein paar langsame Slices einzustreuen. "Das kommt sofort in mein Merkbuch für das nächste Mal, ich kannte sie ja noch nicht", sagte sie.

Schlafmittel bleiben tabu

Mit reinem Powerplay war der Chinesin jedenfalls nicht beizukommen. Die Weltranglisten-Elfte war viel zu sicher, Andrea Petkovic gab das ohne Umschweife zu: "Sie war ungeheuer stabil, hatte eine große Länge." Außerdem waren die Beine schwerer als zuletzt, Folge der Schlaflosigkeit in der Nacht vor dem Match. Eine Lösung kennt sie, doch ausnahmsweise will sie ihre Erkenntnisse nicht umsetzen. "Boris Becker schreibt in seinem Buch, dass er Schlafmittel genommen hat", erzählte Andrea Petkovic, "aber ich will damit eigentlich nicht anfangen."

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