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Australian Open: Murray ringt Ferrer nieder

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Murray steht nach langem Kampf im Finale

28.01.2011, 13:34 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Australian Open: Murray ringt Ferrer nieder. Andy Murray steht erneut im Finale der Australian Open. (Foto: dpa)

Andy Murray steht erneut im Finale der Australian Open. (Foto: dpa)

Andy Murray hat sich wie schon im Vorjahr ins Finale der Australian Open gekämpft. Der Weltranglisten-Fünfte bezwang in einem umkämpften Halbfinale den Spanier David Ferrer mit 4:6, 7:6 (7:2), 6:1, 7:6 (7:2) und trifft im Endspiel am Sonntag auf den 23-jährigen Serben Novak Djokovic, der sich zuvor gegen Roger Federer durchgesetzt hatte.

"Es war das erwartet harte Match, und ich bin sehr froh, durchgekommen zu sein", sagte der Sieger. "David ist ein großartiger Athlet und Wettkämpfer." Die Halbfinalpartie vor 15.000 Zuschauern war über weite Strecken hochklassig und ausgeglichen. Der Außenseiter aus Spanien suchte mutig seine Chance und attackierte Murray immer wieder mit seiner knallharten Vorhand.

Murray: Ferrer "wie eine Ziegelwand"

Beide Spieler zeigten enormen läuferischen Einsatz und brachten selbst scheinbar aussichtslose Bälle ins Feld zurück. "Ferrer spielt wie eine Ziegelwand, alles kommt von der Grundlinie wieder", sagte Murray nach dem Match. "Ich bin deshalb ab dem zweiten Satz häufiger ans Netz gegangen."

Hart umkämpfte Ballwechsel

War es zu Beginn noch relativ ruhig in der Arena, wurde das Publikum mit zunehmender Matchdauer immer euphorischer. Bei einem Ballwechsel flog die Filzkugel 37 Mal über das Netz, eher Ferrer den Punkt machte. Murray hatte zunächst ungewohnte Probleme mit seiner Rückhand, was zu vielen einfachen Fehlern führte.

Der Sieger verrechnete sich

Im zweiten Satz rettete sich Murray gegen den stärker spielenden Spanier diverse Male durch seinen starken Aufschlag und wehrte beim Stand von 2:3 zwei Breakpunkte durch Service-Winner ab. Schließlich hatte Ferrer sogar einen Satzball, den Murray aber erneut mit seinem Service zunichte machte. "Ich habe nicht richtig mitgezählt, ich dachte, es steht erst 3:4", gab der Schotte zu, "das hat mir sicherlich geholfen."

Nach 3:46 Stunden inklusive zweier Tie-Breaks verwandelte er letztlich seinen zweiten Matchball. "Es war ein hartes Stück Arbeit, ich spüre meine Muskeln sehr", sagte der 23-Jährige, "jetzt gehe ich ins Eisbad und hoffe, rechtzeitig wieder fit zu werden."

Hoffen auf den dritten Anlauf

Für Murray steht zum dritten Mal nach Australien 2010 und den US Open 2008 in einem Grand-Slam-Finale, beide Male unterlag er dem bereits ausgeschiedenen Roger Federer. "Das zweite Finale war besser als das erste, ich hoffe, ich kann mich weiter steigern", sagte er, "aber ich weiß, dass es brutal wird, Novak spielt ein großartiges Turnier."

Generationswechsel perfekt

Melbourne sieht damit das erste Grand-Slam-Finale zwischen zwei Spielern der Generation nach Federer und Nadal. "Ich weiß nicht, ob das nun gut für das Tennis ist, dass keiner der beiden im Finale steht", sagte Murray. "Ich persönlich stehe lieber selbst in einem Endspiel, als Roger und Rafa dabei im Fernsehen zu bewundern."

Endspiel in aller Freundschaft

Besonderen Reiz versprüht die Tatsache, dass sich im Finale zwei Spieler gegenüber stehen, die sich abseits des Platzes sehr gut verstehen. "Novak und ich sind gute, langjährige Freunde, wir trainieren oft miteinander, es wird keine Geheimnisse geben", erklärte Murray und fügte hinzu: "Es wird brutal am Sonntag." Sollte der Schotte am Ende triumphieren, wäre er der erste britische Grand-Slam-Champion seit dem US-Open-Titel von Fred Perry im Jahr 1936.

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