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Ferrer sorgt für Eklat beim ATP-Master in Miami

01.04.2011, 14:33 Uhr

Ferrer sorgt für Eklat beim ATP-Masters in Miami. David Ferrer sorgte mit einer Überreaktion beim ATP-Masters in Miami für Gesprächsstoff. (Foto: imago)

David Ferrer sorgte mit einer Überreaktion beim ATP-Masters in Miami für Gesprächsstoff. (Foto: imago)

Da ist wohl das südeuropäische Temperament mit David Ferrer durchgegangen! Der spanische Tennis-Profi hat im Viertelfinale des ATP-Masters in Miami für einen Eklat im Spiel gegen den US-Amerikaner Mardy Fish gesorgt. Der 28-Jährige fühlte sich in seiner Konzentration von einem schreienden Baby gestört. Dann brannten bei ihm die Sicherungen durch.

Kurz vor dem Aufschlag eines Tennisspielers kann man normalerweise eine Stecknadel fallen hören, sind doch diese Sekunden vor dem Service heilig. Werden die Zuschauer unruhig, so agiert der Schiedsrichter mit der höflichen, aber bestimmten Ermahnung: "Quiet, please!". Im Fall von Ferrer blieb dieser Hinweis des Stuhlrichters beim Stand von 15-30 und 1:1 im zweiten Satz aus. Warum auch? Sollte er etwa ein schreiendes Baby zur Ruhe auffordern?

Ferrers Konzentration gestört

Es kam, wie es kommen musste: Vom Lärm gestört, schmetterte der Weltranglisten-Sechste aus Spanien eine beidhändige Rückhand hinter die Grundlinie. Dann kam es zur Überreaktion. Er schlug den Ball in Richtung des Babys ins Publikum. Zwar verfehlte Ferrer sein Ziel deutlich, doch erntete er dafür Schmährufe der Zuschauer. Die Szene war der Knackpunkt im Spiel des Spaniers. Ferrer gewann anschließend kein Spiel mehr und verlor 5:7 und 2:6.

Fish verteidigt die Aktion

Nach dem Spiel relativierte der Sandplatzspezialist die ungewollten Störungen und seinen Leistungseinbruch gegenüber Eurosport: "Das schreiende Baby war nur eine Situation in dem Match, aber es war nichts Besonderes. Das war jedenfalls nicht das Problem." Gegner Fish nahm den Spanier in Schutz: "Er würde das sicherlich gerne rückgängig machen, wenn er könnte. Er ist nämlich eigentlich ein sehr feiner Kerl. In dieser Situation war er schlichtweg zu erregt." Die Frage, warum ein Baby mit an dem Tennis-Court gebracht wurde, muss sich der Vater dennoch gefallen lassen.

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