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Tommy Haas: "Mit 33 mache ich mir andere Gedanken"

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"Man muss auch sagen können, dass es reicht"

03.06.2011, 16:10 Uhr | sid, dpa

Die lange Leidensphase der einstigen Nummer zwei der Tennis-Welt ist beendet, und Tommy Haas kehrt dorthin zurück, wo sein "Lieblingsturnier" ist: in das ostwestfälische Halle zu den Gerry Weber Open. Vor zwei Jahren triumphierte der populäre deutsche Tennisstar bei der 17. Auflage und spielte sich darauf gar in das Halbfinale von Wimbledon. Im Anschluss setzte den 33-jährigen Familienvater jedoch eine Verletzung außer Gefecht und sorgte für eine 15-monatige Spielpause. "Da war ich allerdings 25 Jahre alt, die Situation war eine andere, ich wusste, dass ich mich wieder zurückkämpfen kann", erklärte Haas. "Mit 33 Jahren mache ich mir nun natürlich andere Gedanken."

Unlängst gab Tommy Haas wieder sein Comeback auf der ATP World Tour. Der Erfolg lässt zwar noch auf sich warten, jedoch will er sich und seinen Fans beweisen, dass er es noch könne. Haas erblickte sein Siegerbild aus 2009 und sagte, dieses habe ihn sehr motiviert: "Ich hoffe, meinen Titelgewinn sozusagen verteidigen zu können."

"Schwerer, langer Weg"

Man merkt dem im US-amerikanischen Sonnenstaat Florida beheimateten Rechtshänder an, dass er schnellstmöglich zu seiner alten spielerischen Stärke zurückfinden will. Auch wenn dies für ihn ein schwerer und langer Weg sei, so will er diesen gehen.

Haas will sich fithalten

Es ist nicht nur das Alter, das seinen Sinneswandel befördert. Vor allem ist es das Glück des jungen Vaters. Vier Tage nach der Operation, als Haas fast soweit war, sich seinem Unglück zu ergeben, erfuhr er von der Schwangerschaft seiner Frau, der US-Schauspielerin Sara Foster. "Dass ich Vater werde, hat mir sehr geholfen, die harte Zeit durchzustehen. Viele Dinge verändern sich einfach, Prioritäten werden neu gesetzt. Nichtsdestotrotz trainiere ich zurzeit sehr gewissenhaft, um mein Fitnesslevel wieder zu erreichen."

"Man muss auch sagen können, dass es reicht"

Der Ehrgeiz ist geweckt - aber auch die Zweifel sind größer geworden. "Ich denke, dass ich im November noch einmal ein Resümee ziehen werde, wie es gelaufen ist und wie es mir geht. Es macht natürlich auf Dauer keinen Spaß, wenn man sich immer wieder quälen muss, immer wieder verletzt ist und sich ständig zurückkämpfen muss. Wenn es so weiter geht, dann muss man auch sagen können 'Jetzt reicht es'." Ein neuer Haas.

Haas, der Familienmensch

Gedanken an das Ende seiner 1996 begonnenen Laufbahn vermied der gebürtige Hamburger bis dato - zumindest öffentlich. Doch die lange Leidenszeit und die schwierige Rückkehr, die ihm bislang nur Niederlagen beschert hat, machen den Familien-Menschen nachdenklich. Wie sehr er sich Kinder gewünscht hat, wissen alle, die ihn mit den Kindern seiner Schwester Sabine erlebt haben. Und nun - womöglich erfolglos - durch die Tennis-Welt zu reisen, anstatt die Tochter großwerden zu sehen - nein, das will Tommy Haas nicht. "Es gibt einige Angebote und Möglichkeiten, die ich mir vorstellen könnte."

"Zu ehrgeizig, um Schläger in die Ecke zu legen"

Ein Job im Tennisgeschäft läge natürlich nahe. "Ich könnte mir aber auch vorstellen, erst einmal ein Jahr Abstand vom Tennisgeschehen zu nehmen und mich ganz auf meine Familie zu konzentrieren", sagte er und stoppte sogleich alle Spekulationen über ein rasches Karriereende: "Dafür bin ich zu ehrgeizig, einfach den Schläger in die Ecke zu legen, ohne es noch einmal versucht zu haben."

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