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Tennis: In Halle winkt ein Traumfinale

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Deutsches Duo glänzt - Tennis-Traumfinale winkt

10.06.2011, 18:45 Uhr | dpa

Tennis: In Halle winkt ein Traumfinale. Sieg über Lleyton Hewitt in Halle: Philipp Kohlschreiber. (Foto: dap)

Sieg über Lleyton Hewitt in Halle: Philipp Kohlschreiber. (Foto: dap)

Erst riss Philipp Petzschner die Hände triumphierend in die Höhe, dann bejubelte Philipp Kohlschreiber seinen Überraschungscoup: Bei den schwarz-rot-goldenen Festspielen in Halle können die Tennis-Fans von einem deutschen Finale träumen.

Petzschner hielt den kanadischen Aufschlagriesen Milos Raonic mit 6:3, 6:7 (6:8), 6:3 in Schach, direkt im Anschluss folgte ihm sein Davis-Cup-Kollege Kohlschreiber durch das 7:6 (7:4), 6:3 über den australischen Titelverteidiger Lleyton Hewitt ins Halbfinale.

Kohlschreiber hofft auf seinen ersten Titel in diesem Jahr

"Ich freue mich natürlich, dass mein Spielwitz bei einem deutschen Turnier zurückgekehrt ist", sagte der zuletzt kriselnde Kohlschreiber. In der Vorschlussrunde wartet auf den Team-Weltmeister sein bayerischer Kollege Florian Mayer oder der starke Franzose Gael Monfils. Rasen-Spezialist Petzschner bekommt es nun mit Tomas Berdych zu tun. Der Tscheche, Turniersieger von 2007, bezwang den Serben Viktor Troicki mit 7:6 (7:3), 6:1. "Ich bin überfroh, dass ich im Halbfinale bin. Ich hoffe, dass es noch ein Stück weitergeht", sagte Petzschner. Als bislang letzter Deutscher hatte Tommy Haas 2009 in Halle den Siegerpokal in die Höhe gestemmt.

Gegen den favorisierten Hewitt, der im "Gerry Weber Stadion" zum ersten Mal ein Match verlor, spielte Kohlschreiber groß auf. Bis zum Tiebreak hielt der Deutsche sein Service, ehe er sich nervenstark den ersten Satz schnappte. Im zweiten Durchgang gelang dem Finalisten von 2008 ein Break zum 5:3. Kurze Zeit später verwandelte er mit einem Ass seinen ersten Matchball. Nun strebt der Weltranglisten-49., der zum vierten Mal im Halbfinale von Halle steht, seinen ersten Einzeltitel in diesem Jahr an: "Ich hoffe, dass ich noch zweimal gewinnen kann."

Selbst verpasste Chancen bringen Petzschner nicht aus der Ruhe

Zuvor hatte Petzschner, der bereits im Vorjahr unter den letzten Vier gestanden hatte, gegen den als Geheimfavoriten gehandelten Raonic teilweise Rasentennis par excellence gezeigt. Seine ersten drei Aufschlagspiele brachte der Wimbledonsieger im Doppel zu Null durch. Nach gerade einmal 25 Minuten und einem frühen Break zum 2:0 entschied der 27-Jährige den ersten Satz für sich. "Ich spiele gerne auf dem Belag. Ich habe nicht umsonst Wimbledon gewonnen", betonte Petzschner, der die ersten 30 der Weltrangliste im Visier hat.

Immer wieder gelang es der Nummer 71 der Tennis-Welt, die bis zu 230 Stundenkilometer schnellen Service-Kracher des Kanadiers zu returnieren. Zudem trumpfte Petzschner mit starkem Serve-and-Volley-Spiel auf und ließ sich selbst von einigen verpassten Chancen im zweiten Durchgang nicht aus der Ruhe bringen. "Die Marschrichtung war: Ich musste der Offensivere sein und ihm keinen Rhythmus geben", erläuterte Petzschner.

Mayer verliert gegen Monfils

Dies gelang Florian Mayer gegen Gael Monfils nicht. Der starke Franzose verhinderte mit dem 6:4, 6:4 den Halbfinal-Einzug des dritten Team-Weltmeisters. Mayer agierte gegen den Weltranglisten-Achten zu passiv und verpasste die Chance, den deutschen Traumtag perfekt zu machen. "Ich habe einfach meine Chancen nicht genutzt. Dann ist es gegen einen Top-Ten-Mann schwer zu gewinnen", gestand Mayer.

Barthel und Lisicki stürmen ins Halbfinale

Bei den WTA-Turnieren in Kopenhagen und Birmingham haben sich derweil Mona Barthel und Sabine Lisicki in bestechender Form präsentiert und sind ins Halbfinale eingezogen. Barthel setzte sich in Dänemark gegen die an Nummer drei gesetzte US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands nach verpatztem ersten Satz mit 1:6, 6:3 und 6:4 durch und sorgt damit weiter für Furore. Im Halbfinale trifft die 20-Jährige auf die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark) oder Alberta Brianti (Italien/Nr. 8).

Auch in Birmingham gab es Grund zum Jubeln. Fed-Cup-Spielerin Lisicki feierte mit dem 7:6 (7:1), 6:4 gegen die an Nummer 14 gesetzte Slowakin Magdalena Rybarikova den Einzug in die Runde der letzten Vier und damit den größten Erfolg in diesem Jahr. Im Halbfinale trifft sie bei der mit 150.000 Euro dotierten Veranstaltung auf die an Nummer drei gesetzte Chinesin Peng Shuai.

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