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Debakel für die deutschen Tennis-Herren

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Debakel für die deutschen Tennis-Herren

24.06.2011, 07:36 Uhr | dpa

Debakel für die deutschen Tennis-Herren. Für Tennis-Profi Florian Mayer ist das Turnier in Wimbledon bereits beendet. (Foto: imago)

Für Tennis-Profi Florian Mayer ist das Turnier in Wimbledon bereits beendet. (Foto: imago)

Die Herren mit dem schlechtesten Abschneiden seit 24 Jahren - die Damen mit selbstbewusstem Power-Tennis: In Wimbledon lässt nur das schöne Geschlecht die deutschen Fans jubeln. Während sich Julia Görges auf ihr Drittrunden-Debüt freuen kann, scheiterte Florian Mayer als letzter deutscher Profi. 6:1, 3:6, 2:6, 2:6 hieß es am Ende gegen den Belgier Xavier Malisse - das schlechteste Abschneiden seit 1987 war perfekt. "Wenn Mitte der ersten Woche kein Deutscher mehr dabei ist, ist das natürlich enttäuschend", sagte der Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen.

Vor 24 Jahren hatte es Titelverteidiger Boris Becker, Eric Jelen und Andreas Maurer in Runde zwei erwischt. Diesmal lag es an Deutschlands Nummer eins Mayer, das Debakel zu verhindern. Doch kraftlos, mutlos, ideenlos ging der 27-Jährige nach gewonnenem ersten Satz zu Werke. "Das ist unerklärlich, wie dieses Spiel weggelaufen ist. Ich kann es nicht fassen", sagte Kühnen. Für 13 Herren war damit spätestens nach Runde zwei Schluss. Keiner hätte mit einer derart desaströsen Bilanz gerechnet. Erst recht nicht, seit die DTB-Profis beim Rasenturnier in Halle groß aufgetrumpft hatten. "Das ist bitter. Umso mehr nach den guten Ergebnissen in Halle", fasste Kühnen die Gemütslage zusammen.

DTB-Präsident begeistert von den Damen

Jubel herrschte hingegen bei Petkovic und Co. Beim 7:6 (12:10), 6:2 über Mathilde Johansson demonstrierte Görges ihr neues Selbstbewusstsein und bestätigte einen Tag nach dem Zweitrundensieg von Petkovic gegen die Kanadierin Stephanie Dubois den Aufwärtstrend. "Die Mädchen sind wirklich eine tolle Visitenkarte für den Deutschen Tennis Bund", sagte DTB-Präsident Georg von Waldenfels.

Görges war froh, dass sie auch beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres die zweite Runde überstanden hat. Über eine Entscheidung des Stuhlschiedsrichters im Tiebreak war sie dagegen alles andere als glücklich. Bei ihrer 6:4-Führung segelte eine Rückhand von Johansson vermeintlich ins Aus. Im sicheren Gefühl des Satzgewinns ballte Görges bereits jubelnd die Faust, doch der Unparteiische überstimmte den Linienrichter. "Dass er overruled, obwohl der Ball klar im Aus war, hat mich geärgert. Letztendlich bin ich aber ruhiggeblieben und habe mein Spiel gespielt", sagte Görges.

In dem Zitter-Tiebreak wehrte die Weltranglisten-16. nach verschenkter 6:2-Führung nervenstark noch drei Satzbälle ab, ehe sie ihre sechste Chance zum Satzgewinn nutzte. Im zweiten Durchgang steigerte sich die Norddeutsche und knüpfte an ihre Leistung beim 6:3, 6:0-Auftaktsieg über die Spanierin Anabel Medina-Garrigues an. Görges steht damit erstmals in der dritten Wimbledon-Runde. Dort trifft sie auf die an Nummer 24 gesetzte Slowakin Dominika Cibulkova.

Federer bei Dach-Premiere ohne Mühe

Einer der Top-Favoriten bei den Männern hat derweil problemlos die dritte Runde erreicht. Roger Federer besiegte den Franzosen Adrian Mannarino in nur 88 Minuten mit 6:2, 6:3 und 6:2. Dabei schaffte der Schweizer etwas Außergewöhnliches: Der Wimbledon-Rekordsieger gab im ersten Satz nicht einen Punkt bei eigenem Aufschlag ab. Und das unter für ihn neuen Bedingungen: Denn erstmals trat Federer auf dem Center Court bei geschlossenem Dach an. Seit diesem Jahr krönt ein tonnenschweres Dach den legendären Court und ermöglicht so auch Spiele bei Regen. Die Folge jedoch sind veränderte Spielbedingungen, die vermehrt bisher als langsamer, feucht und deshalb rutschig beschrieben wurden. Die aktuelle Nummer drei der Weltrangliste ließ sich davon aber nicht beeindrucken und beendete das einseitige Duell gegen Mannarino bei Flutlicht mit einem spektakulären eingesprungenen Schmetterball.


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