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Wimbledon: Djokovic holt sich den Titel

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Djokovic besiegt Nadal im Wimbledon-Finale

03.07.2011, 17:44 Uhr | dpa

Novak Djokovic hat erstmals das Grand-Slam-Turnier von Wimbledon gewonnen und damit seinen Sprung auf den Tennisthron gekrönt. Der 24-Jährige siegte im hochklassigen Finale der beiden derzeit weltbesten Tennisspieler gegen Rafael Nadal 6:4, 6:1, 1:6, 6:3. Für Djokovic stehen in diesem Jahr nun 48:1 Erfolge zu Buche.

Der Serbe trat an der Church Road die Nachfolge des Spaniers Nadal an, der bei dem Rasenturnier zum ersten Mal seit seiner Endspiel-Niederlage 2007 verlor.

"Das war immer mein Traum"

Nach dem verwandelten ersten Matchball ließ sich Djokovic siegestrunken auf das grüne Geläuf fallen. Mit seinem ersten Triumph im All England Lawn Tennis Club machte er seinen traumhaften Doppelpack perfekt. Am Montag wird Djokovic French-Open-Sieger Nadal offiziell an der Spitze der Weltrangliste ablösen. "Das war immer mein Ziel. Aber in Wimbledon zu gewinnen, das war immer mein Traum", sagte Dauerbrenner Djokovic, der von 49 Matches in diesem Jahr 48 gewonnen hat. Die eine Niederlage hatte der Davis-Cup-Sieger im Halbfinale von Paris vor vier Wochen gegen den Schweizer Roger Federer kassiert.

Für den 25-jährigen Nadal wird Djokovic immer mehr zum Angstgegner. Die letzten fünf Duelle mit dem Serben hat Nadal, der zuvor in 20 Wimbledon-Matches in Serie ungeschlagen geblieben war, verloren. Djokovic feierte nach seinen beiden Siegen bei den Australian Open in Melbourne 2008 und 2011 den dritten Coup bei einem Major-Tournament. Vor 15.000 Zuschauern schenkten sich die Rivalen zu Beginn nichts und brachten sicher ihre Aufschlagspiele durch. Bezeichnend, dass Djokovic seinen ersten Breakball gleich zum Gewinn von Satz eins nutzte.

Djokovic macht keine Fehler

Ihm unterliefen in den ersten 41 Minuten gerade einmal zwei ungezwungene Fehler. In der Folge spielte sich der "Djoker" in seinem ersten Wimbledon-Finale in einen wahren Rausch und dominierte die Ballwechsel von der Grundlinie, die nur selten am Netz endeten. Im zweiten Durchgang nahm er Nadal, der sich seinen seit längerem lädierten Fuß vor dem Spiel erneut betäuben ließ, gleich zweimal den Aufschlag ab. Doch anstatt mit einer 2:0-Satzführung im Rücken selbstbewusst aufzutreten, zeigte Djokovic im Anschluss plötzlich Schwächen. Nadal übernahm immer mehr die Initiative und sicherte sich mit einer Netzattacke den einseitigen dritten Durchgang. Die Vorentscheidung zu Gunsten des Serben fiel dann, als er Rafa breakte und auf 5:3 im vierten Satz davonzog.

Der Wechsel an der Weltranglisten-Spitze kommt einer Palastrevolution gleich. Seit dem 2. Februar 2004 hatte niemand in den Zweikampf zwischen Nadal und Federer eingreifen können, nachdem der Grand-Slam-Rekordsieger aus der Schweiz vor über sieben Jahren den Amerikaner Andy Roddick an der Spitze des Rankings abgelöst hatte.


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