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Davis Cup: Traum vom Halbfinale für DTB-Team fast schon ausgeträumt

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Tennis-Herren droht nach Einzel-Pleiten das Aus

08.07.2011, 19:16 Uhr | sid, t-online.de

Davis Cup: Traum vom Halbfinale für DTB-Team fast schon ausgeträumt . Philipp Kohlschreiber hat den Ball fest im Blick. (Foto: dpa)

Philipp Kohlschreiber hat den Ball fest im Blick. (Foto: dpa)

Ein Krampf zwang Florian Mayer in die Knie, ein übermächtiger Gegner Philipp Kohlschreiber: Der Traum vom Viertelfinal-Coup gegen den Favoriten Frankreich ist für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft fast schon ausgeträumt. Der Gastgeber liegt nach dem ersten Tag mit 0:2 zurück und muss die noch ausstehenden drei Partien in Stuttgart alle gewinnen, um erstmals seit 2007 wieder ins Halbfinale des bedeutendsten Mannschafts-Wettbewerbs im Tennis einzuziehen.

Eine bessere Ausgangsposition verspielte ausgerechnet Mayer bei seinem Davis-Cup-Debüt als deutsche Nummer eins. Der Weltranglisten-20. aus Bayreuth musste sich trotz einer 2:0-Satzführung im Auftakteinzel mit 6:4, 6:4, 5:7, 3:6 und 3:6 dem wieselflinken Richard Gasquet beugen. Danach unterlag Kohlschreiber nach harter Gegenwehr dem französischen Spitzenspieler Gael Monfils, der Nummer sieben der Welt, mit 6:7 (3:7), 6:7 (5:7) und 4:6.

"Im dritten Satz hat der Oberschenkel zugemacht"

Mayer hatte im dritten Durchgang bereits mit 5:4 und einem Break geführt. Den eigenen Aufschlag gab er dann zu Null ab und konnte danach nicht mehr an seine vorherige starke Leistung anknüpfen. Die Erklärung nach 3:32 Stunden Spielzeit folgte auf dem Fuße: "Im dritten Satz hat beim Stand von 4:4 der Oberschenkel zugemacht, und ich hatte Krämpfe. Das hatte ich noch nie. Es ist unerklärlich, denn ich hatte genug getrunken. Das ist bitter", sagte der 27-Jährige, der die Drucksituation als eine der möglichen Gründen für die körperliche Krise nannte. Mayer: "Die Anspannung im Davis Cup ist natürlich eine andere." Gasquet gewann erst zum zweiten Mal in seiner Karriere ein Match nach einem 0:2-Satzrückstand noch.

Kohlschreiber begegnete danach dem in der Weltrangliste 35 Plätze höher platzierten Monfils auf Augenhöhe. In den entscheidenden Momenten aber zeigte der Franzose seine Qualitäten. Wie beim 3:3 im Tiebreak des völlig ausgeglichenen ersten Satzes, als er sich die folgenden vier Punkte in Serie holte und nach knapp einer Stunde Durchgang eins sicherte. Auch in der Folge tat sich French-Open-Viertelfinalist Monfils gegen die Topspin-Schläge von Halle-Sieger Kohlschreiber schwer, jubelte aber am Ende über seinen Sieg.

Französische Fans übertönten die deutschen Zuschauer

Bereits zu Beginn des ersten Duells schienen die Vorzeichen aus Sicht der Gastgeber nicht die günstigsten zu sein. Zunächst streikte das Mikrofon des Stuhlschiedsrichters Jake Garner aus den USA. Dann fielen die Anzeigen für die Zeit beziehungsweise die Geschwindigkeit des Aufschlags aus. Die 200 mit blauen T-Shirts bekleideten Anhänger des französischen Fanklubs bejubelten jeden gelungenen Schlag ihrer Schützlinge frenetisch und übertönten die deutschen Zuschauer zunächst deutlich.

Mayer hatte sich auf dem Weissenhof lange Zeit nervenstark gezeigt. Sogar sieben vergebene Satzbälle im zweiten Durchgang brachten ihn zunächst nicht aus der Fassung. Im vierten Satz allerdings musste er sich beim Stand von 1:4 erstmals am Oberschenkel behandeln lassen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht setzte Mayer das Match zwar fort, zeigte sich aber deutlich angeschlagen. Mayer: "Ich konnte mich beim Aufschlag nicht mehr richtig abdrücken."

Petzschner und Kas unter Druck

Die Hoffnungen liegen jetzt am Samstag ab 13 Uhr zunächst auf dem Doppel Philipp Petzschner und Christopher Kas, das auch im Erstrundenspiel in Kroatien (3:2) gewonnen hatte. Für die Equipe Tricolore wurden Wimbledon-Halbfinalist Jo-Wilfried Tsonga und Michael Llodra benannt. Am Sonntag stehen sich zunächst im Duell der beiden Topspieler Mayer und Monfils gegenüber. Das vierte Einzel bestreiten Kohlschreiber und Gasquet. Allerdings können die beiden Teamkapitäne noch personelle Veränderungen vornehmen. Bislang hat der dreimalige Davis-Cup-Sieger Deutschland nur zwei von acht Duellen gegen Frankreich gewonnen - das letzte vor 73 Jahren (1938).

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