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Nicolas Kiefer kritisiert deutschen Tennis-Nachwuchs

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Nicolas Kiefer kritisiert deutschen Tennis-Nachwuchs

09.07.2011, 14:28 Uhr | dpa, sid

Nicolas Kiefer kritisiert deutschen Tennis-Nachwuchs. Nicolas Kiefer kritisiert den deutschen Tennis-Nachwuchs. (Foto: imago)

Nicolas Kiefer kritisiert den deutschen Tennis-Nachwuchs. (Foto: imago)

Der frühere Profi Nicolas Kiefer hat die deutsche Tennis-Jugend wegen ihrer angeblich mangelnden Leistungsbereitschaft kritisiert. "Die jungen Leute sind heute nicht bereit, sich zu quälen. Für den Erfolg muss man aber etwas tun", sagte der ehemalige Weltranglisten-Vierte am Rande des Davis-Cup-Viertelfinales zwischen Deutschland und Frankreich in Stuttgart. Der Nachwuchs sei zu verwöhnt. "Es gibt viel zu viel Ablenkung. Die konzentrieren sich nicht aufs Notwendige."

Daher klaffe hinter den Davis-Cup-Spielern Florian Mayer oder Philipp Kohlschreiber ein Loch, weshalb sich Kiefer große Sorgen um die Zukunft macht. Es sei, wie es schon Boris Becker gesagt habe, erklärte er. "Tennis ist ein Haifischbecken. Entweder Du beißt zu oder Du wirst gebissen. Du musst es wollen."

Lob für die deutschen Frauen

Nach Kiefers Meinung haben die deutschen Tennisspielerinnen ihren männlichen Kollegen mittlerweile längst den Rang abgelaufen - und das in vielfacher Hinsicht. "Uns fehlen die Typen, sie sind zu blass. Ich will niemanden persönlich angreifen, aber da gab es mal andere Zeiten", sagte der 34-Jährige.

Kiefer hofft, dass sich die deutschen Männer ein Beispiel an Andrea Petkovic, Julia Görges und Sabine Lisicki nehmen. "Die Frauen machen es uns vor. Bessere Werbung kann man nicht machen. Sie ziehen alle an einem Strang. Das fehlt mir bei den Männern", sagte der Silbermedaillengewinner im Doppel bei den olympischen Spielen 2004.

Offiziell aus dem deutschen Davis-Cup-Team verabschiedet

Im Dezember 2010 hatte Kiefer nach zahlreichen Verletzungen und einer Babypause seine Karriere als Tennisprofi beendet. In den 14 Jahren seiner Karriere gewann er insgesamt sechs Titel. Im Davis-Cup-Team, in dem er zuletzt im Juli 2009 gestanden hatte, sprang in elf Jahren allerdings eine negative Bilanz heraus: Zwölf Siegen stehen 14 Niederlagen gegenüber. Kiefers bestes Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier war 2006 die Halbfinal-Teilnahme bei den Australian Open.

Mittlerweile arbeitet Kiefer im Bundesstützpunkt Nord in Hannover als Teilzeit-Trainer und Ratgeber. In Stuttgart bekam der Ex-Profi in Anerkennung seiner sportlichen Leistung den Lifetime Award verliehen und wurde am Rande des Viertelfinals gegen Frankreich auf dem Weissenhof vom Deutschen Tennis Bund (DTB) offiziell aus dem deutschen Davis-Cup-Team verabschiedet.

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