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Petkovic vergießt Tränen wegen vermeintlichem Kreuzbandriss

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Tennis - WTA-Turnier in Cincinnati  

Petkovic: Erst die Tränen, dann die Niederlage

21.08.2011, 08:21 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Petkovic vergießt Tränen wegen vermeintlichem Kreuzbandriss. Verliert in Cincinnati erstmals gegen Jelena Jankovic: Andrea Petkovic (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Verliert in Cincinnati erstmals gegen Jelena Jankovic: Andrea Petkovic (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Dem Tränenmeer folgte die Erleichterung: Andrea Petkovic befürchtete vor ihrem Halbfinale beim WTA-Turnier in Cincinnati gegen Jelena Jankovic das Allerschlimmste. Ihr rechtes Knie schmerzte. Die ersten Tests deuteten auf einen Kreuzbandriss hin - diese schwere Verletzung, die sie vor drei Jahren aus der Bahn geworfen hatte.

Doch nach weiteren Tests, Untersuchungen und Röntgenbildern atmete die zuvor am Boden zerstörte Weltranglisten-Elfte auf: Es handelt sich bei der Verletzung "nur" um einen Einriss ihres Meniskus. Petkovic trat nach der erleichternden Diagnose sogar noch gegen Jankovic an, verlor aber mit 6:7 (4:7) und 1:6 erstmals gegen die Serbin.

Die besorgten Eltern klingeln sturm

"Ich fühlte mich wie neugeboren und wollte spielen", berichtete Petkovic anschließend. "Ich habe es mit den Ärzten abgesichert, dass es nicht schlimmer werden kann." Ihre Eltern wollten sie trotzdem davon abhalten, angeschlagen anzutreten. "Sie haben ungefähr 700 Mal angerufen - bei der WTA, den Ärzten, den Physios, das war ziemlich peinlich. Sie dachten, dass ich sie anlüge", erzählte Petkovic. Die Niederlage führte sie jedenfalls nicht auf ihr Knie zurück: "Wenn ich mich bewege und die Muskeln warm sind, geht es sowieso besser. Es war eher eine mentale Sache. Ich war einfach den ganzen Tag völlig ausgeflippt."

Knacken im Knie

Nach dem Viertelfinal-Erfolg über die Russin Nadja Petrowa hatte Petkovic von einem Knacken im vor drei Jahren operierten Knie berichtet, nach kurzen Sorgen letztlich aber problemlos weiterspielen können. Doch im Hotel schwoll das Knie an. "Ich konnte überhaupt nicht mehr gehen. Ich dachte erst, es ist wieder das Kreuzband. Ich hatte richtig Angst und habe meine Tränen für die nächsten 20 Jahre verbraucht. Ich habe drei oder vier Stunden geweint", erzählte Petkovic. Erst nach der erlösenden Diagnose atmete sie durch und trat nach Rücksprache mit den Ärzten dick bandagiert auf dem Beton an.

Für die Fans auf die Zähne gebissen

"Ich weiß, wie es ist, wenn ich zu Konzerten gehe, die Band kommt zwei Stunden zu spät und spielt nur 40 Minuten, und ich bin stinksauer. Die Leute bezahlen viel Geld, ich habe so viel gegeben, wie ich konnte", sagte Petkovic, die ins Endspiel des mit rund zwei Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turniers wollte, nachdem sie das zuvor auch nicht in Carlsbad und Toronto geschafft hatte.

Für die US Open getestet

Eine Absage wäre eine Woche vor dem letzten Grand-Slam-Turnier der Saison sicher vernünftiger gewesen, doch Petkovic ist sich sicher: "Ich weiß, dass ich auf jeden Fall die US Open spielen kann. Wenn ich einen Tag nach der Verletzung spielen konnte, dann kann ich in sieben Tagen auch spielen. Insofern war es ein guter Test für die US Open." Allerdings sind nun zwei bis drei Tage Pause und weitere Arzttermine nötig, damit die Schwellung zurückgehen kann.

Auf Jankovic wartet Scharapowa

Neben der ehemaligen Weltranglisten-Ersten Jankovic zog auch die frühere Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa ins Endspiel ein. Scharapowa - aktuell die Nummer sieben der Welt - gewann das russische Duell gegen die an Nummer zwei gesetzte Wera Swonarewa mit 2:6, 6:3, 6:3. Ihre Bilanz gegen die Weltranglisten-14. Jankovic ist eindeutig: Zwischen 2004 und 2009 trafen sich die beiden Stars sieben Mal. Fünf Mal hieß die Siegerin Scharapowa. Und Jankovics letzter Erfolg in Rom 2008 war ein kampfloser.

Djokovic spielt gegen Murray um den Titel

Das Endspiel des ATP-Masters in Cincinnati bestreiten der Weltranglistenerste Novak Djokovic aus Serbien und der an Nummer vier gesetzte Schotte Andy Murray. Djokovic profitierte in seinem Halbfinale gegen Tomas Berdych (Nr. 8) von der verletzungsbedingten Aufgabe des Tschechen nach dem ersten Satz, den Djokovic mit 7:5 gewonnen hatte.

Zuvor war Murray zum zweiten Mal ins Endspiel von Cincinnati eingezogen. Der Weltranglistenvierte, Sieger von 2008, bezwang nach 2:18 Stunden den Vorjahresfinalisten Mardy Fish aus den USA mit 6:3, 7:6 (10:8). Es war Murrays 300. Sieg auf der ATP-Tour. Fish, im Ranking an Nummer sieben notiert, hatte im Viertelfinale den langjährigen Weltranglistenersten Rafael Nadal aus Spanien ausgeschaltet.

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