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Australian Open: Nadal fertigt Haas ab - Görges weiter

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Nadal für Haas eine Nummer zu groß

18.01.2012, 08:35 Uhr | dpa

Australian Open: Nadal fertigt Haas ab - Görges weiter. Thomas Haas hat gegen Rafael Nadal keine Chance. (Quelle: dpa)

Thomas Haas hat gegen Rafael Nadal keine Chance. (Quelle: dpa)

Tommy Haas hat die Überraschung gegen Rafael Nadal klar verpasst, Julia Görges, Mona Barthel und Philipp Kohlschreiber stehen bei den Australian Open dagegen in der dritten Runde. Trotz einer ordentlichen Leistung musste sich Haas im Duell mit dem acht Jahre jüngeren spanischen Kraftpaket in Melbourne letztlich deutlich geschlagen geben. Nach 2:29 Stunden verwandelte Nadal seinen zweiten Matchball zum 6:4, 6:3, 6:4.

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Görges und Kohlschreiber profitierten jeweils von den verletzungsbedingten Aufgaben ihrer Gegner. Pech hatte Andreas Beck, der wegen einer Rückenblessur nicht zum Tennis-Duell mit Roger Federer antreten konnte. Ausgeschieden ist auch Tobias Kamke, der sich dem an Nummer 13 gesetzten Ukrainer Alexander Dolgopolow nach hartem Kampf mit 6:4, 1:6, 1:6, 6:3, 6:8 geschlagen geben musste. Dabei vergab Kamke im fünften Satz beim Stand von 6:5 sogar einen Matchball.

Haas lässt Zukunft weiter offen

Haas warf in der Rod Laver Arena alles in die Waagschale. Immer wieder blitzte das große Können der ehemaligen Nummer zwei der Welt auf, doch insgesamt fehlte dem 33-Jährigen die Konstanz in seinem Spiel, um Nadal ernsthaft zu gefährden. "Es hat trotzdem riesig Spaß gemacht, noch einmal auf einem großen Platz gegen so einen großen Spieler zu spielen", sagte der Wahl-Amerikaner, der weiter auf den ersten Satzgewinn gegen Nadal wartet.

Lediglich zu Beginn des dritten Durchgangs gelang es Haas, dem Mallorquiner den Aufschlag abzunehmen. Doch Nadal konterte wenig später und atmete nach dem Erfolg erleichtert auf. "Tommy ist ein großartiger Spieler und er hat heute toll gespielt", lobte der Weltranglisten-Zweite seinen Gegner. Seine Zukunft ließ Haas weiter offen. "Bis zum Sommer spiele ich auf jeden Fall, dann sehen wir weiter", sagte er.

Blase setzt Kohlschreiber-Gegner schachmatt

Weiter aufwärts geht es für Kohlschreiber. Der Augsburger präsentiert sich bei seinem Lieblings-Grand-Slam in Down Under nach wie vor in guter Form und trifft nun auf den Kolumbianer Alejandro Falla, der den an Nummer acht gesetzten Amerikaner Mardy Fish überraschend mit 7:6 (7:4), 6:3, 7:6 (8:6) besiegte.

Gegen den Spanier Pere Riba spielte Kohlschreiber von Beginn an druckvoll und konzentriert und nahm seinem Gegner schnell zweimal den Aufschlag ab. Danach hatte Riba Probleme mit einer Blase am linken Fuß und musste beim Stand von 6:0, 4:0 aus Sicht von Kohlschreiber passen. "Natürlich möchte man nie auf diese Art und Weise gewinnen. Trotzdem bin ich sehr glücklich, wieder einmal in der dritten Runde zu sein", sagte Kohlschreiber, der im vergangenen Jahr bei allen vier Grand-Slam-Turnieren nur ein einziges Match gewonnen hatte.

Barthel setzt ihren Höhenflug fort

Zum fünften Mal in Serie in der dritten Runde bei einem der Major-Turniere steht Görges. Auch ihre griechische Gegnerin Eleni Daniilidou wurde beim Stand von 6:2, 2:0 für Görges von einer Verletzung gestoppt. "Bis dahin habe ich aber sehr solide gespielt. Deswegen bin ich sehr zufrieden", sagte die 23-Jährige. Sie kämpft nun gegen die Italienerin Romina Oprandi um den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale eines Grand Slams. Oprandi warf überraschend ihre Landsfrau und frühere French-Open-Siegerin Francesca Schiavone raus.

Ihren Höhenflug fortgesetzt hat auch Barthel. Gegen die an Nummer 32 gesetzte Tschechin Petra Cetkovska gewann die 21-Jährige mit 7:5, 6:3. In der vergangenen Woche hatte sie in Hobart ihren ersten WTA-Titel geholt. Gegen Cetkovska verwandelte Barthel nach 1:21 Stunden den ersten Matchball und steht erstmals bei einem Major-Event in der dritten Runde.

Falsche Bewegung macht Becks Einsatz unmöglich

Großes Pech hatte Beck. Der Stuttgarter konnte zu seinem Zweitrundenduell mit dem Schweizer Weltranglisten-Dritten Roger Federer nicht antreten, weil der Rücken schmerzte. "Ich habe am Morgen beim Warmspielen wohl eine falsche Bewegung gemacht und konnte nicht mehr aufschlagen. Deshalb wollte ich nichts riskieren", sagte Beck, der in der Vergangenheit bereits einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte.

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