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Fed Cup: Sabine Lisicki kann das Aus für DTB-Team nicht verhindern

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Auch Lisicki kann Niederlage nicht verhindern

06.02.2012, 12:48 Uhr | dapd, dpa

Fed Cup: Sabine Lisicki kann das Aus für DTB-Team nicht verhindern.  (Quelle: dpa)

Irgendwo muss die Aggression ja hin: Lisicki in ihrem Match gegen Kvitova (Quelle: dpa)

Das deutsche Fed-Cup-Team hat die erste Halbfinal-Teilnahme seit 17 Jahren verpasst. Sabine Lisickis 7:6 (7:2), 4:6, 1:6 gegen Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova besiegelte die Niederlage gegen Titelverteidiger Tschechien. Dennoch feierten die Fans in der Stuttgarter Porsche-Arena die Auswahl von Teamchefin Barbara Rittner für den couragierten Auftritt. "Natürlich ist die Enttäuschung riesengroß. Wir haben noch dran geglaubt. An diesem Wochenende ging nicht mehr", sagte Rittner.

1:4 musste sich das deutsche Team geschlagen geben, Für den einzigen Punktegewinn sorgte Angelique Kerber, die nach der Lisicki-Pleite das bedeutungslose Einzel gegen Lucie Hradecka mit 6:4, 6:4 gewann. Die Weltranglisten-27. war kurzfristig für Julia Görges nominiert worden. Im abschließenden Doppel hatte die deutschen Damen allerdings das Nachsehen. Görges und Anna-Lena Grönefeld unterlagen dem Duo Iveta Benesvoa/Barbora Zahlavova Strycova mit 3:6 und 6:7 (4:7).

Bangen um Verbleib in der Weltgruppe

Lisicki und Co. müssen nun wieder einmal um den Verbleib in der ersten Weltgruppe zittern. Seit sieben Jahren pendelt die deutsche Mannschaft zwischen Erst- und Zweitklassigkeit hin und her. Am 21./22. April soll diesmal der direkte Wiederabstieg, am besten mit einer genesenen Andrea Petkovic, unbedingt vermieden werden. Der Relegations-Gegner wird am 14. Februar ausgelost.

Lisicki deutlich verbessert

Deutschlands Nummer eins Lisicki zeigte sich nach der 6:2, 4:6, 2:6-Pleite am Samstag gegen die Weltranglisten-49. Iveta Benesova deutlich verbessert. Mit aggressivem Power-Tennis und positiver Körpersprache gestattete sie der Weltranglisten-Zweiten Kvitova im ersten Durchgang keine einzige Breakchance und holte sich im Tiebreak souverän die Satzführung. Permanent peitschte sich die noch am Vortag deprimierte Lisicki mit "Come on"-Rufen an. Petkovic, die wegen ihres Ermüdungsbruchs am Rücken das ganze Wochenende zum Zuschauen verdammt war, ballte auf der Bank immer wieder aufmunternd die Faust.

Im zweiten Durchgang reichte Kvitova im letzten Spiel eine kurze Schwächephase der Berlinerin, um mit einem Zu-Null-Break nach Sätzen auszugleichen. Lisickis Widerstand war damit entscheidend geschwächt, der Rest Formsache für die Favoritin aus Tschechien.

Görges: "Gänsehaut pur"

Bereits am Samstag hatte Rittner eine emotionale Achterbahnfahrt mit frustrierendem Ausgang erlebt. Erst brach Lisicki nach der Auftaktniederlage gegen Benesova auf der Pressekonferenz in Schluchzen aus. Dann spielte Julia Görges gegen Kvitova ein "Weltklasse-Match" - und musste sich nach dem 6:3, 3:6, 8:10-Krimi dennoch die Tränen trocknen.

Trotzdem durfte die 23-Jährige auf ihr "mit Sicherheit bestes Match" stolz sein. "Das wird mir einiges geben und zeigt mir, dass ich die Nummer zwei der Welt schlagen kann", sagte Görges nach dem faszinierenden Tennis-Thriller. Auch die tolle Atmosphäre werde für sie unvergesslich bleiben. "Zwischenzeitlich hatte ich echt Tränen in den Augen", so Görges. "Es war Gänsehaut pur."

Comeback von Petkovic noch unklar

Die Stuttgarter Party-Stimmung war sicher eine Begleiterscheinung des Tennis-Aufschwungs, den Petkovic, Lisicki und Co. mit ihren Erfolgen in den vergangenen Monaten entfacht haben. Umso schmerzhafter fiel Petkovic, die auf der Bank hin- und herzappelte, das Zuschauen. Wann sie auf die WTA-Tour zurückkehren wird, vermochte sie nicht abzuschätzen. Dies könne morgen sein, "aber auch noch vier Monate dauern", sagte Petkovic.

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